Das Double in Sicht: Suhl mit dem ersten Matchball
Double-Feier in der eigenen Halle? Für die Pokalsiegerinnen aus Thüringen geht es am Mittwoch um den ersten Meistertitel ihrer Vereinsgeschichte.
Vor ihren eigenen Fans können die Volleyballerinnen des VfB Suhl den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte feiern. Bei einer 2:0-Führung in der Best-of-five-Finalserie steht die "Tür zum Meistertitel weit offen", wie VfB-Präsident Alexander Mantlik zum anstehenden Duell mit dem Dresdner SC (Mittwoch, 19.00 Uhr/Dyn) sagte.
Der Gegner aus Sachsen hat vor dem "Alles-oder-Nichts"-Spiel derweil noch lange nicht aufgegeben. "Es ist auch ein Vorteil, weil man alles reinhauen kann", sagte Mittelblockerin Mette Pfeffer. Vor heimischer Kulisse am Samstag waren ihre 14 Punkte und der große Dresdner Kampf aber letztlich beim 2:3 zu wenig gewesen, um auszugleichen.
Immerhin: Nach der 0:3-Auftaktniederlage schöpften die Dresdnerinnen Selbstvertrauen für den Showdown in Thüringen. Man werde dort "noch einmal versuchen, alles reinzuhauen und uns ein weiteres Heimspiel zu holen", betonte deshalb auch Trainer Alexander Waibl.
Geht es allerdings nach VfB-Teammanager Jens Haferkorn, ist die Mannschaft von Cheftrainer Laszlo Hollosy nicht mehr von ihrem historischen Kurs abzubringen: "Gewonnen ist die Meisterschaft noch nicht. Aber ich sage mal, das lassen wir uns nicht mehr nehmen." 35 Jahre nach der Gründung des VfB wäre es die Krönung einer bereits jetzt märchenhaften Saison des Außenseiters.
Suhl hatte die reguläre Saison auf Platz zwei abgeschlossen, im Pokalfinale Allianz MTV Stuttgart bezwungen und im Halbfinale der Playoffs für das Aus des Titelverteidigers SSC Palmberg Schwerin gesorgt. Für Dresden geht es im Finale um die siebte Meisterschaft der Vereinsgeschichte und die erste seit 2021.