AS Rom: Berater Ranieri legt Amt nieder
Schon länger hing der Haussegen beim Ex-Meister schief. Nun kommt es zum Bruch mit einer Vereinsikone.
Der italienische Fußball-Traditionsklub AS Rom und Berater Claudio Ranieri gehen getrennte Wege. Dies bestätigte der Klub am Freitag, zuvor hatten italienische Medien übereinstimmend von der Trennung berichtet. Die Entscheidung fiel nach internen Spannungen zwischen Ranieri und Trainer Gian Piero Gasperini.
"Er führte die Mannschaft durch eine sehr schwierige Zeit, und wir werden ihm für seinen Einsatz immer dankbar sein", hieß es in der Mitteilung des Klubs: "Mit Blick auf die Zukunft ist unsere Richtung klar. Der Verein steht fest, mit einer starken Führung und einer klaren Vision. AS Rom wird immer an erster Stelle stehen."
Ranieri hatte den Ex-Meister im November 2024 als Interimstrainer übernommen und bis zum Saisonende betreut. Im Sommer 2025 wechselte der 74-Jährige dann in die Beraterrolle. Auslöser des jüngsten Streits waren öffentliche Aussagen Ranieris zur Spielerwahl und internen Entscheidungsprozessen. Der Verein und sein US-amerikanischer Eigentümer Dan Friedkin hingegen bewerten die aktuelle sportliche Entwicklung sowie Gasperinis Arbeit mit jungen Spielern positiv und setzen daher auf Kontinuität.
"Wir haben vollstes Vertrauen in den Weg, der vor uns liegt, unter Gian Piero Gasperini, mit dem gemeinsamen Ziel, zu wachsen, uns zu verbessern und Ergebnisse zu erzielen, die unserer Geschichte gerecht werden", schrieb der Klub weiter.
Für Ranieri ist die Trennung von dem Klub seiner Heimatstadt ein unrühmliches Ende seiner dritten Amtszeit. Er stand bereits von 2009 bis 2011 sowie 2019 an der Seitenlinie des Tabellensechsten der Serie A und gilt in Rom als Vereinsikone.
Mit dem Abgang Ranieris gewinnt Trainer Gasperini weiter an Einfluss innerhalb des Klubs. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen zur sportlichen Leitung und dem Aufbau eines neuen Kaders für die nächste Saison offen. Auch die Zukunft von Sportdirektor Frederic Massara ist unklar. Über eine mögliche Rückkehr von Francesco Totti in einer neuen Rolle beim Verein wird diskutiert.