Nach EM-Zoff: Krause und Meyer haben sich "ausgesprochen"
Nach Krauses EM-Sieg hatte Meyer sie im Interview harsch kritisiert.
Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause und ihre deutsche Teamkollegin Lea Meyer haben ihren Streit von der Leichtathletik-EM beigelegt. "Wir haben uns ausgesprochen, würde ich sagen. Das reicht dann, glaube ich, auch. Man muss das nicht fünfmal wieder hochkochen lassen", sagte Krause im Interview mit der Sport Bild.
Das Verhältnis zu Meyer sei nach deren Kritik an Krauses fehlender Führungsarbeit im EM-Finale "jetzt unverändert zu vorher". Man teile sich kein Zimmer oder mache alles zusammen, "aber wir reden normal miteinander", sagte die Europameisterin.
Meyer hatte Krause nach dem Rennen, in dem sie am Wassergraben gestürzt und Vierte geworden war, harsch kritisiert: "Gesa will keinen Meter was machen. Die sitzt das aus und rennt dann hinten raus." Später bat sie dafür öffentlich um Entschuldigung. Krause will die Angelegenheit nicht weiter zum Thema machen. "Ich bin einfach nicht der Typ, der daraus eine Riesensache machen möchte, und auch nicht, dass uns das jetzt bei jedem Rennen, das wir gegeneinander bestreiten, verfolgt", sagte die dreimalige Europameisterin.
Sportlich hat Krause nach wie vor große Ziele. "Ich will meine Bestzeit noch einmal pulverisieren", sagte die 34-Jährige mit Blick auf ihren Hausrekord von 9:03,30 Minuten. Ziel sei die Finalteilnahme in Los Angeles 2028, es wären ihre fünften Olympischen Spiele. "Nur, wenn ich um die neun Minuten laufen kann – und das auch noch ein bisschen konstanter –, dann bin ich auch in der Lage, vielleicht im perfekten Rennen auch die Medaille bei WM oder Olympia angreifen zu können."
Nach einem langen Urlaub will Krause im Herbst mit ihrem langjährigen Trainer Wolfgang Heinig den Weg bis Olympia 2028 planen. Ob danach Schluss ist, ließ die Mutter einer Tochter offen.