Renten steigen voraussichtlich um über vier Prozent
Die Bezüge der über 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner steigen im Sommer voraussichtlich erneut um mehr als vier Prozent. Laut Entwurf für den Rentenversicherungsbericht 2026 geht die Regierung von einer Anhebung um 4,1 Prozent aus. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwoch) berichtete zuerst über die am 1. Juli 2027 anstehende Erhöhung.
Bereits im vergangenen Juli waren die Renten um 4,24 Prozent gestiegen. Die erste Schätzung vom vergangenen Herbst für diesen Anstieg hatte noch einen Wert von 3,7 Prozent ergeben. Auch bei der nun anstehenden Rentenanpassung wird die genaue Zahl erst noch ermittelt. Genaue Daten sollen im März vorliegen. Bei einem Anstieg um 4,1 Prozent würde eine monatliche Rente von 1.000 Euro zum Beispiel um 41 Euro steigen.
Erwartungen zurückgeschraubt
Maßgeblich für die Berechnung sind die jüngsten Annahmen zur Lohnentwicklung. So dürfte die geschätzte Rentenanpassung laut dem Bericht im kommenden Jahr niedriger ausfallen als noch im Sommer mit 4,4 Prozent angenommen.
Steigernd wirkt sich eine Fixierung der sogenannten Haltelinie beim Rentenniveau aus, die die Koalition Ende vergangenen Jahres mit ihrer ersten Rentenreform beschlossen hat. Bis 2031 gilt, dass das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent fallen darf. Dieser Wert beschreibt das Sicherungsniveau der Rente im Verhältnis zu den Einkommen.
Der Beitragssatz bleibt laut dem Bericht 2027 stabil bei 18,6 Prozent vom Bruttoeinkommen. 2028 soll der Beitragssatz auf 19,7 Prozent steigen. Der Anstieg soll sich 2040 auf 21,0 Prozent fortsetzen.