Jodie Foster (l.) und Kali Reis ermitteln in "True Detective: Night Country" in Dunkelheit und Eis. So frostig war die Arbeit an der neuen Staffel an den eiskalten Drehorten.
Jodie Foster (r.) und Kali Reis ermitteln in ihren "True Detective: Night Country"-Rollen in Ennis, Alaska. Das Städtchen existiert in der Realität aber nicht, es wurde für die neue Staffel der Anthologie-Serie erschaffen.
Ennis orientiert sich Medienberichten zufolge an der nördlichsten Stadt der USA und deren Umgebung im Verwaltungsbezirk North Slope Borough - Utqiaġvik, ehemals Barrow.
Alle Wege führen nach Rom, kein einziger nach Utqiaġvik. Die Stadt ist vom Rest Alaskas abgeschnitten, es gibt aber einen örtlichen Flughafen. Hier ist die nähere Umgebung im Winter zu sehen.
Laut der für Tourismus zuständigen Alaska Travel Industry Association sind die Menschen vor Ort teils noch heute auf Walfang angewiesen. Das Fleisch wird als Nahrungsmittel verwendet, aus Blubber wird Öl gewonnen.
Horror-Fans fühlen sich bei "True Detective: Night Country" nicht zu Unrecht an "30 Days of Night" mit Josh Hartnett (2. v. l.) und Melissa George (r.) erinnert. Der Film von 2007 spielt in Utqiaġvik. Hier ein Bild vom Set.
In den Monaten, in denen gedreht werden sollte, herrschen vor Ort Temperaturen von bis zu minus 36 Grad Celsius, wie Showrunnerin, Regisseurin und Autorin Issa López im Gespräch mit "Total Film" erzählt.
Das übersteige nicht nur die Grenzen des menschlichen Durchhaltevermögens, es werde auch der Punkt erreicht, an dem die Kameras nicht mehr funktionieren. Deshalb und aufgrund der schlechten Infrastruktur ging es für die Crew nach Island.
In und um die isländische Hauptstadt Reykjavik fanden schließlich viele der Dreharbeiten zur neuesten "True Detective"-Staffel statt, die in Deutschland seit Mitte Januar bei Sky und Wow zu sehen ist.
Zudem machte sich die Produktion auf in die nördlich gelegenen Orte Dalvik und Akureyri, wo die Filmschaffenden Ennis zum Leben erweckten. Doch auch hier waren die Bedingungen herausfordernder als man sich vorstellen könne, erzählt López dem "A.V. Club".
Es spiele keine Rolle, wie hart man sich den Dreh zuvor ausmale: "Du bist nicht darauf vorbereitet." Gedreht wurde 49 Nächte in Reihe, bei teils minus 23 Grad Celsius: "Und diese 49 Nächte, die meisten davon draußen im Eis, machen auf eine wunderbare Weise etwas mit dir."