In der Nacht wirkt der Palastplatz wie aus einer anderen Zeit. Doch die verwunschene Zarenstadt hat noch mehr Geheimnisse zu bieten.
In der Nacht wirkt der Palastplatz wie aus einer anderen Zeit. Doch die verwunschene Zarenstadt hat noch mehr Geheimnisse zu bieten.
Im ersten Stock des Katherinenschlosses schimmert das Bernsteinzimmer in Honiggelb. Die ursprüngliche Wandverkleidung ist seit 1945 verschollen - an über 100 Orten könnte sich das Zimmer befinden.
Schauplatz von Drama und Macht: der Winterpalast. Von dort wurde Iwan VI. - zukünftiger Thronfolger - 1741 von Zarin Elisabeth verschleppt. Die nächsten zwanzig Jahre sollte er im Kerker verbringen.
In der Eremitage, dem ältesten Teil des Museums im Winterpalast, knarzt das intarsienverzierte Parkett. In den Räumen sind mehr als drei Millionen Werke ausgestellt.
Die Auferstehungskirche - auch "Blutkirche" genannt - lockt Reisende mit altrussischer Kunst aus der Epoche vor Peter I. Erbaut wurde sie an der Stelle, an der Alexander II. einem Attentat zum Opfer fiel.
Schloss Peterhof gilt als russisches Versailles. Die Besonderheit? Ein russischer Hydraulik-Ingenieur konstruierte ein 22 Kilometer langes Kanalsystem, das seit nunmehr 300 Jahren die Springbrunnen und Kaskaden des Peterhofs mit Wasser versorgt.
Verwunschen und märchenhaft schlummert die Marmorbrücke oder auch Palladianische Brücke im Katherinenpark. Erbaut nach den Ideen von Vasiliy Neelov, kann man auf ihr vielleicht sogar Zarin Katharina begegnen.
Der Legende nach bekam das Naturidyll Yelagin Insel - "Mischin" - seinen Namen, nachdem eine Patrouille russischer Soldaten hier einem großen Bären begegnet war. Bär heißt auf Russisch Mischa.
Etwas außerhalb von St. Petersburg liegt Pawlowsk - Sommerresidenz der russischen Zaren. Aber nicht nur der Königsfamilie diente dieser Sitz als Rückzugsort: Der Schlosspark gilt als Gründungsort der russischen Pfadfinder.
Feinde der Zaren hatten hier wenig zu lachen: In der Peter-und-Paul-Festung war der erste Gefangene sogar Mitglied der Königsfamilie: Alexei, Sohn von Peter I. Ihm folgten Berühmtheiten wie Fjodor Dostojewski und Alexander Uljanow - Lenins Bruder.
Auch im Untergrund gibt es noch viel zu bestaunen: Tief unter der Peter-und-Paul-Festung liegen die Katakomben, die heute besichtigt werden können und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.