Standortbestimmung in Windows ausschalten
Standortbestimmung in Windows ausschalten – mit wenigen Klicks
Windows besitzt von Haus aus zahlreiche Wege, Deinen Standort zu erfassen. Gefällt Dir das nicht, kannst Du es einfach abschalten – wir zeigen Dir, wie.
Standortbestimmung via PC-Technik
In modernen Geräten aller Art stecken zahlreiche Methoden, um Deinen Aufenthaltsort herauszufinden:
-
GPS-Chips in PCs und Notebooks lassen eine Standortbestimmung auf wenige Meter genau zu – allerdings fehlt diese Hardware standardmäßig in den meisten stationären Geräten wie PCs.
-
Manche Geräte verfügen über Platz für eine SIM-Karte, wie etwa Tablets und einige Notebooks. Durch die Verbindung zu Mobilfunkmasten kann so ebenfalls herausgefunden werden, wo Du Dich ungefähr aufhältst.
-
WLAN-Netze und MAC-Adressen, die Access Points überall auf der Welt verwenden, können ebenfalls genutzt werden, indem diese Daten mit existierenden Datenbanken abgeglichen werden.
Je nach Methode kann Windows also ziemlich genau sagen, wo Du gerade bist. Das kann sehr wohl sinnvoll sein – etwa, um Dir Restaurants in der Nähe anzeigen zu können. Um zu definieren, wo „in der Nähe“ ist, muss das Betriebssystem nun einmal wissen, wo Du gerade bist. Auch kannst Du dadurch Geräte (Tablets, Notebooks) wiederfinden, wenn Du sie unterwegs verloren hast. Standortbestimmungen dienen somit nicht bloß der „Datenschnüffelei“, sondern können auf positive Weise genutzt werden.
Standortbestimmung deaktivieren
Trotz der guten Vorsätze könnte es trotzdem sein, dass Du diese Funktion deaktivieren möchtest. Wenn Du dies tust, haben weder Windows noch Apps Zugriff auf Deinen Standort. Dies kannst Du auf zwei verschiedene Wege erreichen:
1. Du gehst in die Einstellungen, dann auf „Datenschutz und Sicherheit“ und weiter auf „Standort“. Dort gibt es den Schalter „Ortungsdienste“. Schalte ihn auf „Aus“.
Ab jetzt kann Windows nicht mehr auf diese Standortdaten zugreifen. Auch Apps, die Du aus dem Microsoft Store bezogen hast, werden diese Daten nun nicht mehr erhalten. Eine Ausnahme gibt es bei Programmen, die Du selbst irgendwo aus dem Internet heruntergeladen und installiert hast. Diese haben mehr Rechte und können daher weiterhin Deinen Standort bestimmen, wenn Du diesen Apps diese Funktionalität erlaubst. Wie dies genau funktioniert, unterscheidet sich je nach App.
2. Eine andere Option ist, dass Du den soeben erwähnten Schalter bei „Ortungsdienste“ auf „Ein“ stellst. Außerdem aktivierst Du „Apps den Zugriff auf Ihren Standort erlauben“.
Das klingt erstmal wenig zielführend, allerdings hast Du nun die Möglichkeit, bei jeder App einzeln zu entscheiden, ob sie auf Deinen Standort zugreifen darf oder nicht. So kannst Du vielleicht unbedenkliche Apps eingeschaltet lassen und andere deaktivieren. Weiterhin gibt es dort den Schalter „Zulassen, dass Desktop-Apps auf Ihren Standort zugreifen“. Darüber kannst Du kontrollieren, ob gewöhnliche Desktop-Anwendungen die Dienste von Windows für die Standortbestimmung nutzen dürfen oder nicht.
Wer bestimmt meinen Standort?
Eventuell stolperst Du auch über die Option „Außerkraftsetzung zulassen“. Dies ist für Dich wahrscheinlich wenig relevant und ist nur für Remote-Verbindungen zu anderen Servern wichtig, um unterschiedliche Standorte für beide Geräte zuzulassen.
Bedeutender ist hingegen „Aktuelle Aktivität“: Dort kannst Du sehen, welche Apps zuletzt Standortdaten angefordert haben. Die üblichen Verdächtigen sind etwa Kartendienste. Um auf der sicheren Seite zu sein, kannst Du „Apps den Zugriff auf Ihren Standort erlauben“ auf „Aus“ schalten. Dann kannst Du weiter unten noch „Benachrichtigen, wenn Apps den Standort anfordern“ aktivieren. So wird Windows jedes Mal nachfragen, wenn eine App Deinen Standort ermitteln möchte. Dies solltest Du unbedingt eingeschaltet lassen, denn so kannst Du einfach auf App-Basis entscheiden, wer Standorte erfassen darf und wer nicht.