KI und Datenschutz: 5 Tipps
KI und Datenschutz: Mit diesen 5 Tipps bist Du auf der sicheren Seite
Ohne große Mengen an Daten läuft bei der künstlichen Intelligenz nichts. KI-Tools erheben dabei auch private Informationen über ihre Nutzer. Manche Dinge sollte sie jedoch nicht wissen.
Die künstliche Intelligenz ist ein nützliches Hilfsmittel für den Alltag, für das Berufsleben und für kreative Arbeiten. Doch datenschutzrechtlich geht ihre Verwendung mit einigen Bedenken einher. Damit die KI-Tools richtig funktionieren, erheben sie eine große Menge an Daten, darunter auch private Informationen. Daher solltest Du genau darauf achten, welche Tools Du nutzt und auf welche Daten sie zugreifen.
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1. Datenschutzrichtlinien prüfen
Jedes Unternehmen in Europa ist verpflichtet, Datenschutzrichtlinien öffentlich einsehbar zu machen. Darin kannst Du nachlesen, welche Informationen die KI über Dich erhebt und ob sie gespeichert werden. Informationen zum Datenschutz findest Du in der GDPR, der DSGVO, der CCPA oder abhängig vom Standort des Unternehmens in anderen Richtlinien.
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OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, verweist in seinen Datenschutzrichtlinien etwa auf die Erhebung von standortbezogenen Daten. Diese sammelt ChatGPT über das GPS Deines Smartphones. Eventuell willst Du nicht, dass OpenAI weiß, wo Du Dich befindest. Oder an welchem Standort Du Funktionen von ChatGPT genutzt hast. In diesem Fall solltest Du besser zu einem anderen KI-Tool greifen.
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2. Sensible Daten für Dich behalten
Die künstliche Intelligenz wird alle Daten sammeln, welche sie von Dir bekommen kann. Dazu gehören auch sensible, private Daten wie etwa Dein vollständiger Name, die Adresse, Geburtsdatum und Daten für finanzielle Geschäfte. Zwar kann es manchmal notwendig sein, manche dieser Daten preiszugeben, doch einige Dinge sollte die KI nie über Dich wissen.
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Oder Du trickst die KI aus, indem Du etwa Ersatzbegriffe verwendest. Anstatt Deinen richtigen Namen preiszugeben, kannst Du Dich von der KI mit einem erfundenen Namen ansprechen lassen. Oder Du vermeidest Namen grundsätzlich. Andere Personen sind immer nur „der Freund“ und das Projekt, an dem Du aktuell arbeitest, heißt schlicht „Projekt X“.
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3. Privatsphäre-Einstellungen nutzen
Die KI-Tools bieten häufig Datenschutzeinstellungen zur Kontrolle der erhobenen Daten. Hier kannst Du festlegen, welche Daten die KI speichern darf oder vom Unternehmen genutzt werden können, die es zur Verbesserung des Algorithmus verwenden kann. Welche Einstellungen Dir geboten werden, ist je nach Unternehmen unterschiedlich. OpenAI erlaubt es Dir, die gemeinsame Nutzung von Daten bei der Verwendung von ChatGPT auszuschalten. Bei Gemini sind die Einstellungsmöglichkeiten nicht so ausgereift. Dafür kannst Du Informationen zu Dir speichern lassen, an welche sich das KI-Tool dann erinnern soll.
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Solche und ähnliche Einstellungen sollten bei den meisten KI-Tools zu finden sein. Es lohnt sich, vor der Verwendung in den Optionen nachzuschauen und die Erhebung von Daten einzuschränken oder bestimmte Informationen vor der KI geheimzuhalten. Zu diesen Einstellungen gehören auch die Berechtigungen der Tools. Die Erhebung mancher Daten, wie GPS-Daten auf dem Smartphone, wird automatisch ausgeführt, es sei denn, Du unterbindest sie in den Einstellungen.
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4. Vermeide KI-Tools von Drittanbietern
Die datenschutzrechtliche Lage bei Drittanbietern kann undurchsichtig sein. Sei daher vorsichtig bei der Nutzung von KI-Tools von Drittanbietern. Nicht immer ist klar, welche Daten bei der Verwendung ihrer KIs erhoben werden. Sollte ein Drittanbieter keine Datenschutzerklärung aufweisen, dann wähle am besten einen anderen aus.
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5. 2FA beim Nutzerkonto aktivieren
Nutzerkonten von KI-Tools können sensible, personenbezogene Daten enthalten. Daher sind sie ein lohnendes Ziel von Hackern und Datendieben. Schütze Deine Nutzerkonten so gut wie möglich vor unerlaubtem Zugriff. Dazu gehört nicht nur ein sicheres, ausreichend komplexes Passwort.
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Du solltest auch immer die Zwei-Faktor-Authentifizierung (kurz: 2FA) aktiviert haben, wenn diese Funktion zur Verfügung steht. Um sicherzugehen, kannst Du eine nicht identifizierbare E-Mail-Adresse zur Anmeldung verwenden. Dadurch nutzt Du das KI-Tool anonym und sowohl die KI als auch Hacker können das Nutzerkonto keiner E-Mail-Adresse zuweisen.