Diese Sicherheitslücken nutzen Hacker im Urlaub
Diese Sicherheitslücken nutzen Hacker im Urlaub aus
Tür abschließen, Fenster dicht machen, Geräte ausschalten – dann kann es entspannt in den Urlaub gehen. Doch einige wichtige IT-Sicherheitslücken vergessen viele Reisende.
Im Urlaub will man sich keine Gedanken über die Sicherheit des eigenen Heimes machen. Urlauber gehen häufig eine Checkliste an Dingen durch, die sie vor der Abreise sichern, schließen und vom Netz nehmen. Während des Urlaubs aber übersehen sie einige IT-Sicherheitslücken, die sich dann Hacker und Cyberkriminelle zunutze machen.
Selbst als Laie kannst Du diese Sicherheitslücken leicht schließen. Lediglich vier simple Maßnahmen und Verhaltensweisen sind notwendig, damit Du entspannt in den Urlaub fahren kannst, ohne dass Hacker ein leichtes Spiel haben.
Diese Sicherheitslücken nutzen Hacker im Urlaub aus
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Neugierige Blicke auf die Bordkarte
Fluggesellschaften speichern auf den Barcodes ihrer Bordkarten immer mehr Informationen. Dementsprechend enthalten die Bordkarten mehr sensible Daten, als auf der physischen Karte zu lesen sind. Dazu gehören auch das Geburtsdatum, die Reisepassnummer und die Vielfliegernummer.
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Wie gefährlich das sein kann, zeigt unter anderem die Billigfluggesellschaft Frontier Airlines aus den USA. Im Juni 2026 ist herausgekommen, dass deren Bordkarten sensible Daten wie die Kreditkartennummer, Anschrift, TSA-PreChech-Nummer und die Reisepassnummer enthalten. Die Hacker mussten lediglich eine Kopie des QR-Codes erstellen. Mithilfe der API auf der Unternehmensseite erhielten sie so Zugriff auf das Konto des Reisenden.
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Kriminelle müssen nicht einmal besonders raffiniert vorgehen, um mit der Bordkarte an Deine persönlichen Daten zu kommen. Die Karten stehlen müssen sie auch nicht. Es reicht aus, Deinen vollständigen Namen zu erfahren und den Bestätigungscode in die Hände zu bekommen. Damit können Kriminelle Deine Flugdaten einsehen und sogar abweichende Angaben machen. Plötzlich ist Dein Flug nicht mehr gebucht und der Ärger ist groß.
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Daher ist es ratsam, die Bordkarte und ausgedruckte Tickets vor neugierigen Blicken zu verbergen. Vom Posieren mit den Tickets oder Selfies mit der Bordkarte für Social Media ist generell abzuraten. Du solltest sie nur dem Personal am Gate aushändigen.
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Sicherheitsrisiko öffentliche PCs und Drucker
Ein jederzeit zugänglicher PC im Hotel oder an öffentlichen Orten mag nützlich sein, birgt jedoch einige Sicherheitsrisiken. Diese Geräte können Schadsoftware enthalten, die mitliest, wenn Du auf ihnen Dateien öffnest oder Dich online anmeldest. Dann landen Deine Passwörter in den Händen der Hacker, die sich daraufhin selbst Zugriff auf die Konten verschaffen.
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Eine Gefahr stellen auch Drucker dar. Wenn Du eine Datei auf einem Drucker ausdrucken lassen willst, hinterlässt der Vorgang Spuren im System. Es können auch Kopien der ausgedruckten Dateien auf dem Gerät verbleiben. Hacker können diese abgreifen und damit alle in den Dokumenten enthaltenen Daten stehlen.
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Öffentliche PCs und Drucker solltest Du aus diesen Gründen am besten meiden. Musst Du unbedingt etwas an einem Computer erledigen, öffne den Browser nur im Inkognito-Modus und gib keine Passwörter ein. Passkeys sind in solchen Situationen die bessere Wahl.
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Sicher mit VPNs surfen
Öffentliche WLAN-Netzwerke stellen in vielerlei Hinsicht ein Sicherheitsrisiko dar. Innerhalb dieser Netzwerke befinden sich auch andere Nutzer, manche von ihnen mit kriminellen Absichten. Hacker können sich in den Netzwerken aufhalten, um andere Teilnehmer zu beobachten und sich ein Opfer für ihre Machenschaften zu suchen. Zudem besteht die Gefahr, dass Du Dich bei einem Fake-Netzwerk anmeldest.
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Gerade die gefälschten WLAN-Netzwerke bergen ein hohes Risiko. Dagegen ist die Gefahr, dass ein Hacker Deine Daten im öffentlichen Netzwerk abgreift, wesentlich geringer, denn die meisten Webseiten setzen effektive Verschlüsselungstechnologien ein.
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In einem Fake-Netzwerk sind Deine Daten und Passwörter jedoch nicht sicher. So kann es geschehen, dass die Hacker Dich auf falsche Webseiten umleiten und beim Anmeldeversuch mitlesen. Weiterhin können sie Dir heimlich Malware unterschieben. Wenn möglich, solltest Du für wichtige Angelegenheiten lieber Mobilfunkdaten verwenden. Auf dem PC, Notebook und dem Tablet bietet sich der Einsatz eines VPNs an, um auch auf öffentlichen Netzwerken unerkannt zu surfen. Auch für Smartphones stehen diese Dienste zur Verfügung.
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Keine öffentlichen USB-Ladegeräte nutzen
Auch der USB-Anschluss kann für Cyberkriminelle das Einfallstor für ihre Machenschaften sein, wie das „Juice Jacking“ zeigt. Bei dieser Masche nutzen die Hacker öffentliche USB-Ladeanschlüsse, um mit ihnen Daten abzufangen oder heimlich Malware auf Smartphones zu speichern. Wie Sicherheitsexperten festgestellt haben, geschieht das häufig an Flughäfen, in Hotels und an öffentlichen Orten. Jedoch sind sich die Experten nicht einig, wie häufig diese Masche genutzt wird und wie groß dementsprechend die Gefahr ist.
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Unabhängig von der tatsächlichen Gefahr: Mit einem eigenen Ladegerät bist Du immer im Vorteil. Denn öffentlich zugängliche Ladeanschlüsse können ebenfalls fehlerhaft sein und bei Smartphones Schäden durch Kurzschlüsse auslösen. Wenn Du kein eigenes Ladegerät zur Hand hast, dann schalte das Smartphone beim Aufladen aus und die Hacker dürften keine Chance haben.