Top-Überwachungskameras für daheim
Top-Überwachungskameras für daheim und was Du über sie wissen solltest
Wir stellen die besten Kameras vor, um Dein Zuhause zu überwachen. Zudem erhältst Du wichtige Hinweise, damit Du das beste Modell für Deine Bedürfnisse findest.
Die Auswahl an Überwachungskameras ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Deshalb haben wir für unterschiedliche Ansprüche und Budgets folgende – alphabetisch geordnete – Liste von empfehlenswerten Modellen zusammengestellt. Zur besseren Orientierung fassen wir nicht nur die wichtigsten Eigenschaften der Geräte zusammen, sondern bieten Dir auch zu jedem Modell eine kurze Beurteilung. Du hast weitere Fragen? Dann wirf doch einen Blick auf die Frequently Asked Questions (FAQ) am Ende des Artikels.
1. Aqara Kamera Hub G5 Pro WLAN (Preis zum Testzeitpunkt rund 153 Euro)
Die für den Außenbereich geeignete Überwachungskamera gehört zu den günstigeren Geräten auf unserer Liste. Trotz des niedrigen Preises bietet sie jedoch eine Full-HD-Auflösung mit 4 Megapixeln sowie einen 1/1,8 Zoll großen Bildsensor. Das Weitwinkelobjektiv deckt 133 Grad ab und verfügt über eine f/1.0-Blende. Im Zusammenspiel mit den dimmbaren Scheinwerfern, die warmweißes Licht mit einer Farbtemperatur von 3.000 K liefern, ist sogar Farbnachtsicht möglich.
Wie der Produktname bereits andeutet, lässt sich die Aqara Kamera Hub G5 Pro WLAN als Hub für das Smart Home nutzen. Dabei funktioniert sie mit Matter-, Thread- sowie Zigbee-Protokollen. Als Brücke zu Matter fungiert dabei die kostenlose Aqara-App. Zudem ist die Verwaltung von bis zu 40 Thread- oder sogar doppelt so vielen Zigbee-Geräten möglich.
Die Überwachungskamera punktet mit einigen praktischen KI-Features. Dabei funktioniert die Neural Processing Unit (NPU) lokal und sowohl visuell als auch auditiv. Auf der visuellen Ebene ist etwa die automatische Erkennung von Fahrzeugen, Gesichtern, Menschen, Paketen, Tieren oder verdeckten Kameras möglich. Eine praktische Ergänzung dazu ist die auditive Identifizierung von Alarmtönen, Babygeschrei, Bellen und Husten. Dadurch ist die Überwachungskamera in der Lage, wichtige Ereignisse zu erkennen und direkt – auch ohne bestehende Internetverbindung – aufzuzeichnen.
Angesichts des Preises sind kleinere Abstriche wenig überraschend. Die fallen jedoch nicht gravierend aus. So bietet die Kamera von Aqara etwa keine Infrarot-Nachtsichtfunktion. Außerdem fehlt ein integrierter Akku. Der verbaute Speicher beläuft sich zudem auf lediglich 8 GB. Alternativ lassen sich Videodateien aber auch über das RTSP- bzw. SMB-Protokoll auf einem Videoserver bzw. NAS speichern. Apple-Fans dürften sich über die Kompatibilität mit dem Dienst HomeKit Secure Video des Apfelkonzerns freuen.
Beurteilung
Für die Aqara Kamera Hub G5 Pro WLAN findet sich dank eines kompakten Gehäuses bestimmt an jedem Gebäude ein geeigneter Platz. Ein weiterer Pluspunkt ist die mitgelieferte Halterung, die einen stabilen Eindruck vermittelt. Im Test konnten auch die Bildqualität sowie der große Funktionsumfang überzeugen. Unter dem Strich erhalten Käufer also viel für ihr Geld.
Allerdings ist die Ersteinrichtung des Systems an einigen Stellen nicht besonders intuitiv gelöst und kann für Laien eine Herausforderung darstellen. Zur Konfiguration und Nutzung der Kamera ist leider nicht nur ein aktiver Zugang zum Internet nötig. Eine Registrierung und Anmeldung sind ebenfalls erforderlich. Weil das Gerät gleichzeitig als Hub dient und ein integrierter Akku fehlt, benötigt es zudem eine dauerhafte Netzwerk- sowie Stromverbindung. Deswegen kann – je nach Aufstellungsort – die PoE-Version der Kamera die bessere Alternative sein. Das Kürzel „PoE“ steht dabei für Power over Ethernet – die Versorgung mit elektrischem Strom funktioniert hier also bequem über das Ethernetkabel. Der Aufpreis zur getesteten WLAN-Variante ist dabei erfreulich gering.
2. Baseus N1 Outdoor Security Camera Set (Preis zum Testzeitpunkt rund 170 Euro)
Gleich zwei Kameras sowie eine Heimstation als lokaler Datenspeicher sind im Baseus N1 Outdoor Security Camera Set enthalten. Die Kameras sind auch hier wetterfest, wobei der Hersteller mit einer IP67-Zertifizierung wirbt. Der Temperatureinsatzbereich ist mit −20 bis +50 Grad Celsius ausreichend breit gesteckt, sodass sich die Kameras in Deutschland problemlos das ganze Jahr über nutzen lassen dürften. Die Baseus-Kameras verfügen zudem über einen integrierten Akku. Der bietet eine Kapazität von 7.800 mAh. Das soll laut Herstellerangaben Laufzeiten von bis zu 210 Tagen ermöglichen. Dabei funktioniert das Nachladen unkompliziert über die USB-C-Buchse des Kameragehäuses. In gut fünf Stunden ist der leere Akku so wieder voll.
Die Überwachungsvideos landen auf der mitgelieferten Heimstation. Die verfügt standardmäßig über 16 GB Speicherplatz. Darauf sollen Videoaufnahmen von bis zu einem Vierteljahr passen. Wer mehr Platz benötigt, kann eine SSD oder HDD mit Kapazitäten von bis zu 16 TB einbauen und so den Speicher vervielfachen. Die Verbindung zum Netzwerk erfolgt klassisch via Ethernetkabel. Dabei legt das Unternehmen augenscheinlich Wert auf Datensicherheit. So verschlüsselt Baseus die Videodaten nicht nur lokal, sondern hat den Vorgang auch durch den TÜV Rheinland zertifizieren lassen.
Künstliche Intelligenz kommt beim Baseus N1 Outdoor Security Camera Set ebenfalls zum Einsatz. Auf der visuellen Ebene soll diese in Verbindung mit dem verbauten Bewegungsmelder dabei helfen, Bewegungen zuverlässig zu erkennen und gegebenenfalls Alarm zu schlagen. Außerdem können Nutzer zwischen zwei Nachtmodi wechseln. Dabei bietet der Infrarotmdous eine Reichweite von maximal acht Metern, ermöglicht allerdings nur Aufnahmen in Schwarzweiß. Diese Einschränkung gibt es beim Farbmodus – den Baseus bei Dunkelheit durch eine integrierte Beleuchtung realisiert – zwar nicht. Dafür sinkt die maximale Reichweite aber um zwei Meter. Hier gilt es also auch anhand der Bedingungen vor Ort abzuwägen.
Darüber hinaus gibt es ein in zwei Richtungen funktionierendes Audiosystem. Du kannst Dich also etwa mit dem Postboten, den Du über die Kamera siehst, unterhalten und ihn bitten, das gelieferte Paket auf die Terrasse hinter dem Haus zu legen. Dabei wirbt Baseus mit einer verbesserten Sprachverständlichkeit dank Rauschunterdrückung. Das System ist sowohl mit Amazons Alexa als auch mit dem Google Assistant kompatibel.
Was Apple-Nutzer weniger schmecken wird, ist die Tatsache, dass es keine Unterstützung für Siri gibt. Zudem wäre bei der Kameraauflösung mehr möglich gewesen. Hier bieten die N1-Geräte nämlich nur 2K. Das halbiert gegenüber der Aqara-Kamera zwar den Speicherplatz, geht aber eben auch zu Lasten der Bildqualität.
Beurteilung
Schon zu unserem Testzeitpunkt bot das Baseus N1 Outdoor Security Camera Set ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Inzwischen ist es teilweise sogar für deutlich geringere Preise erhältlich. Für wenig Geld erhalten Interessenten ein geschlossenes und bei Bedarf erweiterbares Überwachungssystem. So lassen sich problemlos weitere Kameras, aber auch Solarpaneele für eine bessere Stromversorgung einbinden. Letzteres ist aber nicht unbedingt nötig, da in unseren Tests die Kamera-Akkus fast so lange wie versprochen durchhielten und das Nachladen recht einfach funktionierte. Das Baseus-System punktet zudem mit einer relativ einfachen Einrichtung und einer verbesserten Software. Diese bietet inzwischen diverse Protokollfeatures und die Möglichkeit, Aktivierungsszenarien sowie Alarmbereiche festzulegen.
Die größte Schwäche sind wohl die langen Verzögerungen bei Bewegungserkennungen. So kann es schon einmal 20 Sekunden dauern, bis hier die Videoaufzeichnung anläuft. Zudem nimmt die ansonsten passable Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen deutlich ab. Genau wie bei vielen Konkurrenten, lässt sich das Set ohne Registrierung und Konto beim Hersteller nicht nutzen. Ein Komfortfeature wie die automatische Aktivierung der Überwachung beim Verlassen des Hauses fehlt. Interessierte Apple-Nutzer dürften sich vor allem über die fehlende Schnittstelle zu Apple HomeKit Secure Video ärgern.
3. Baseus Security S1 Pro Kit (Preis zum Testzeitpunkt rund 350 Euro)
Baseus hat auch eine Überwachungslösung für Interessenten mit gehobenen Ansprüchen im Angebot. Dieses Set umfasst zwar ebenfalls zwei Kameras und eine Homestation. Doch ein Blick auf die gebotenen Features, verdeutlicht den ausgelobten „Pro-Anspruch“ bzw. die Verbesserungen gegenüber dem zuvor vorgestellten Set.
So verfügen hier die Überwachungskameras über gleich zwei Objektive. Dabei ergänzt ein achtfaches Tele- das 120-Grad-Weitwinkelobjektiv. Das soll scharfe Aufnahmen bis zu Entfernungen von 20 Metern ermöglichen. Auch die Auflösung zeigt sich verbessert und bietet nun 3K. Waren bei den N1-Kameras schlecht ausgeleuchtete Aufnahmen ein Schwachpunkt, so sorgt hier ein heller LED-Scheinwerfer, der eine Helligkeit von 100 Lumen bietet, für Abhilfe.
Die Kapazität des verbauten Akkus ist ebenfalls gewachsen und beträgt jetzt satte 13.500 mAh. So sollen die Kameras sogar 270 Tage lang ohne Anschluss an den Strom durchhalten. Doch das ist wahrscheinlich nicht einmal notwendig. Denn das Set beinhaltet auch Solarpaneele. Der Clou daran: Diese richten sich automatisch nach dem jeweiligen Stand der Sonne aus. Bei hinreichender Sonneneinstrahlung ist so der Ganzjahresbetrieb ohne Nachladen möglich.
Die restlichen Spezifikationen entsprechen überwiegend dem vorgestellten Baseus N1 Outdoor Security Camera Set. Auch hier sind die Kameras nach IP zertifiziert und sollen in einem Temperaturbereich von -20 bis +50 Grad Celsius funktionieren. Ebenso bietet die Homestation 16 GB Speicher und lässt sich durch eine HDD oder SSD auf maximal 16 TB erweitern. Auch das Pro-Modell unterstützt sowohl Google Home als auch Amazon Alexa. Die skizzierten Features − von A wie Alarmbereiche über K wie KI-Bewegungserkennung bis zu Z wie Zwei-Wege-Audiokommunikation − sind natürlich ebenfalls alle an Bord.
Allerdings bleibt es auch bei einigen Schwachpunkten. Dazu zählen vor allem der fehlende Support für Apple HomeKit Secure Video sowie der Account-Zwang beim Hersteller Baseus.
Beurteilung
Gegenüber dem Baseus N1 Outdoor Security Camera Set hat das Baseus Security S1 Pro Kit qualitativ die Kameralinse vorn. Das liegt nicht nur an der höheren Auflösung von 3K. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen ist die Bildqualität besser und überzeugt sowohl beim Tele- als auch beim Weitwinkelobjektiv. Zudem ermöglicht das integrierte und sich selbst ausrichtende Solarpanel im Zusammenspiel mit dem großen Akku den ganzjährigen Betrieb.
Darüber hinaus ergeben sich die gleichen Pluspunkte, die bereits das Baseus N1 Outdoor Security Camera Set verbuchen konnte. Dazu zählen vor allem die einfache Einrichtung und die vielfältigen Features. Die N1-Kameras lassen sich übrigens auch problemlos in die mit diesem Set mitgelieferte Homestation einbinden. So können Nutzer die Überwachung daheim sukzessive verbessern.
Was uns nicht so gefallen hat, ist die Standard-App-Ansicht, bei der die Aufnahmen beider Objektive parallel dargestellt sind. Hier schafft aber eine Umstellung schnell Abhilfe. So bleibt noch – neben dem Registrierungszwang und dem fehlenden Apple-Support – der deutlich höhere Preis. Angesichts der vielfältigen Verbesserungen ist der jedoch letztlich ziemlich fair.
4. Baseus Security X1 Pro (Preis zum Testzeitpunkt anfangs rund 150 US-Dollar)
So viel Überwachungskamera für so wenig Geld? Da gibt es doch bestimmt einen Haken: Jein. Tatsache ist, dass es sich um einen Kickstarterpreis handelt. Bei der Crowdfunding-Plattform hatten mehr als 2.700 Unterstützer die Kamera mit überwältigendem Erfolg bis zum 15. Dezember 2025 finanziert. Dennoch ist das hier keine theoretische Vorstellung: Wir konnten nämlich ein Vorserienmodell begutachten.
Baseus setzt hier für die Überwachung auf eine etwas massiv wirkende Dual-Kamera für den Außenbereich. Die Verbindung erfolgt via WLAN im Bereich von 2,4 GHz. Beide Einzelkameras bieten nicht nur eine hohe Auflösung von 3K, sondern auch einen achtfachen Digitalzoom. Der Blickwinkel scheint mit 105 Grad auf den ersten Blick zwar etwas zu eng. Allerdings relativiert sich das durch das Vorhandensein zweier Kameras. Zudem besteht die Möglichkeit, den Überwachungsbereich durch motorgesteuerte Schwenks noch um 55 Grad zu erweitern. Der integrierte Akku ist etwas kleiner und soll etwa 150 Tage lang durchhalten. Dafür ist aber auch hier ein Solarpanel verbaut, das sich nach dem Sonnenlicht ausrichten kann. So soll ein ganzjähriger Betrieb möglich sein.
Die sonstige Liste an Features erinnert an die anderen Baseus-Modelle. So können Bewegungsmelder Alarm geben und die Aufzeichnung aktivieren. Die lokale KI ist in der Lage, Fahrzeuge, Gesichter, Menschen und Tiere zu erkennen. Besonders praktisch ist der Verfolgungsmodus, durch den sich die Bewegungen einer Person durch mehrere Kameras nachvollziehen lassen. Für Aufnahmen bei Dunkelheit steht neben dem klassischen Schwarz-Weiß-Modus auch ein Nachtmodus („Night Vision“) zur Verfügung, der dank eines Scheinwerfers Farbaufnahmen ermöglicht.
Die Ersparnis gegenüber den anderen Modellen erklärt sich auch dadurch, dass hier keine Heimstation zum Lieferumfang zählt. Stattdessen landen die Aufnahmen auf einer Speicherkarte. Hier lassen sich microSD-Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 512 GB verwenden. Der Hersteller verspricht aber, dass sich durch ein kommendes Update die Baseus Security X1 Pro auch mit Heimstationen von Baseus verbinden lassen soll.
Beurteilung
Positiv sind die gute Bildqualität der Kamera und der große Funktionsumfang hervorzuheben. Dabei hinterließen viele Features bereits in der Vorserienversion einen guten Eindruck. Auch die Kombination aus mittelgroßem Akku und sich selbst ausrichtendem Solarpanel scheint aufzugehen und dürfte für den Ganzjahresbetrieb ausreichen.
Negativ fällt das hohe Gewicht der recht massiven Dual-Kamera aus. Hier sind stabile – und vor allem bei gedämmten Fassaden besonders tiefe – Bohrungen erforderlich. Etwas problematisch bei der Beurteilung ist zudem die Tatsache, dass wir für unsere Tests nur ein Vorserienmodell zur Verfügung hatten. Grundsätzlich ist bei durch Crowdfunding finanzierten Produkten, die noch nicht erschienen sind, ohnehin etwas mehr Vorsicht angesagt. Allerdings hat Baseus bekanntermaßen bereits mehrere leistungsfähige Überwachungskameras auf den Markt gebracht. Wenn das Unternehmen die Kamera nach der Kickstarter-Kampagne vermarktet, dürfte der Preis jedoch etwas ansteigen.
5. Eufy Security Eufycam S3 Pro Set (Preis zum Testzeitpunkt rund 650 Euro)
Wenn für Dich das Beste gerade gut genug ist, solltest Du einen Blick auf dieses Set werfen. Es handelt sich nämlich um das Top-Modell im Sortiment von Eufy. Das verdeutlichen auch die technischen Spezifikationen. So bieten die beiden mitgelieferten Überwachungskameras eine sehr hohe Auflösung von 4K. Die soll im Zusammenspiel mit dem besonders lichtempfindlichen 1/1,8-Zoll-Stacked-CMOS-Bildsensor bei allen Verhältnissen Aufnahmen in bester Qualität ermöglichen. Farbige Aufnahmen sind auch bei Dunkelheit möglich, wobei hier die Eufy-Technologie „Maxcolor Vision“ das Ergebnis aufhübschen soll.
Die Kameras sind dank IP67-Zertifizierung absolut wetterfest. Strom sollen sie über Solarpanels beziehen. Eufy hat hier gegenüber dem Vorgängermodell Verbesserungen vorgenommen und wirbt mit „Solar Plus 2.0“. Die KI – „Bionic Mind“ genannt – hat die Aufgabe, Tiere, Menschen, Gesichter und Fahrzeuge zu identifizieren. Eine Besonderheit gibt es bei der Erkennung von Bewegungen. Hier kombiniert Eufy Radar- mit Passiv-Infrarot-Sensoren. Diese duale Sensortechnik soll die Zuverlässigkeit verbessern und die Zahl von Fehlalarmen minimieren. Auf der auditiven Ebene gibt es hingegen wenig Überraschungen. So bietet das Set die Möglichkeit der Zwei-Wege-Audiokommunikation, wobei eine Rauschunterdrückung die Tonqualität verbessert.
Als lokaler Speicher fungiert beim Eufy Security Eufycam S3 Pro Set eine Heimstation mit der Bezeichnung Homebase 3. Wie bei der Konkurrenz beläuft sich der Speicherplatz auf 16 GB, wobei auch hier eine Erweiterung auf bis zu 16 TB mittels HDD oder SSD möglich ist. Ebenso ist die Verbindung mit Amazon Alexa und Google Assistant möglich. Anders als Baseus unterstützt Eufy aber auch Apple HomeKit Secure Video.
Beurteilung
Die beiden Kameras bieten im Testfeld das beste und kontrastreichste Bild. Zudem konnte uns „Solar Plus 2.0“ – zumindest an einem Ort mit ausreichender Sonneneinstrahlung – überzeugen. So versorgten die Solarmodule die Kameras das ganze Jahr über zuverlässig mit Strom. Im Test arbeitete die Bewegungserkennung zuverlässig, allerdings nicht ohne einige Verzögerung. Das schafft aber auch die getestete Konkurrenz nicht besser. Gefallen konnten die Widgets, die einen raschen Zugriff auf Features ermöglichten. Zusatzfunktionen, die uns besonders gefallen haben, waren die Diebstahlerkennung, das Teilen von Kameraaufnahmen sowie das Schnappschuss-Feature. Mit Letzteren können die Kameras in festlegbaren Abständen automatisiert ein Foto aufnehmen. Zudem bleiben hinsichtlich der Kompatibilität praktisch keine Wünsche offen.
Auch wenn das Eufy Security Eufycam S3 Pro Set mit Apple HomeKit Secure Video funktioniert, gibt es jedoch eine Einschränkung. Diese hat jedoch nicht Eufy, sondern Apple zu verantworten. Denn das System des Apfelkonzerns unterstützt nur Auflösungen von 1080p und fungiert hier somit als qualitativer Flaschenhals. Auch wenn die Videos lokal gesichert werden, ist für den Zugriff via App eine Verbindung zum Eufy-Server notwendig. Dass dieser nicht in Deutschland, sondern in China steht, dürfte nicht jedem gefallen. Zudem ist ein Eufy-Account für die Nutzung notwendig. Insgesamt ist das Set auch nicht gerade billig. Für preissensitive Interessenten, die bereit sind, kleine Abstriche bei der Bildqualität zu machen, könnte hier beispielsweise das ältere S330 Eufycam 3 Set eine günstige Alternative sein.
6. Eufy Security Eufycam S300 Set (Preis zum Testzeitpunkt rund 240 Euro)
Ein andere Möglichkeit, um Geld zu sparen, ist das Eufy Security Eufycam S300 Set. Dieses besteht ebenfalls aus der Homebase 3 und zwei drahtlosen Überwachungskameras. Beide machen Aufnahmen in 4K, decken ein Sichtfeld von 135 Grad ab und verbinden einen optimierten CMOS-Bildsensor mit
Der in die Kameras verbaute Akku soll – je nach genutzten Features – rund ein halbes Jahr lang durchhalten. Ansonsten sind die IP65-Zertifizierung sowie ein Arbeitsbereich von -20 bis +50 Grad Celsius in unserem Testumfeld Standard. Mit an Bord sind außerdem die bekannte KI („Bionic Mind“) sowie die Zwei-Wege-Audiokommunikation. Ein praktisches Feature ist das Geofencing, also die automatisierte Aktivierung der Kameraüberwachung beim Verlassen des Hauses.
Bei den Spezifikationen der Homebase 3 für die lokale Datenspeicherung ändert sich praktisch nichts gegenüber dem Premiummodell. Allerdings beschränkt sich hier die Kompatibilität auf Google Assistant und Amazons Alexa.
Beurteilung
Zu einem attraktiven Preis erhalten Interessenten hier ein vollwertiges Überwachungssystem, bei dem die Datenspeicherung lokal und nicht auf irgendwelchen Servern im Ausland erfolgt. Die Kameraqualität ist sehr gut und die Akkus halten in der Praxis wie versprochen lange durch. Zudem lässt sich das Set mit fast jeder Kamera der Marke Eufy erweitern.
Wenig überraschend teilt auch dieses Modell einige Schwächen, die uns bereits bei der hochpreisigeren Variante aufgefallen sind. So funktioniert das Set ohne Account bei Eufy nicht. Zudem befinden sich die Server natürlich auch hier in China. Die typischen Verzögerungen bei Bewegungserkennung und Aufzeichnungsbeginn finden sich hier ebenfalls. Dazu fehlt bei diesem Modell leider ein Solarpanel. So ist ein Ganzjahresbetrieb ohne Nachladen nicht möglich. Apple-Nutzer dürfte es zudem stören, dass das Eufy Security Eufycam S300 Set weder Apples HomeKit Secure Video noch Siri unterstützt. Natürlich gibt es dennoch eine iOS-App. Hier geht die Übersichtlichkeit bei mehreren verbundenen Smart-Home-Devices allerdings etwas verloren. Wen diese Einschränkungen nicht stören, kann gegenüber dem Top-Modell von Eufy viel Geld sparen und ziemlich günstig in die Welt der 4K-Kameraüberwachung einsteigen.
Frequently Asked Questions (FAQ) zum Thema Überwachungskameras
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Weshalb solltest Du überhaupt eine Überwachungskamera für daheim kaufen?
Viele Menschen entscheiden sich für die Installation von Überwachungskameras, um ihr Heim zu schützen. Schon durch ihr pures Vorhandensein, schrecken sie potenzielle Langfinger ab. Kommt es doch zu einem Einbruch, können die Aufnahmen der Kamera dabei helfen, Täter zu identifizieren und so das Diebesgut wieder aufzuspüren.
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Aber auch bei vielen Alltagssituationen können Überwachungskameras hilfreich sein. Wenn Du selbst nicht daheim bist, erfährst Du so etwa zeitnah, wenn der Paketbote eine Lieferung vor Deine Haustür abstellt oder welcher Hund aus der Nachbarschaft sein Geschäft mit Vorliebe auf Deinem Rasen verrichtet.
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Wie lassen sich die Kameraaufnahmen speichern?
Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Sicherung der von einer Überwachungskamera aufgenommenen Videos. So verfügen einige Modelle über einen integrierten Speicher bzw. die Möglichkeit, die Überwachungsvideos auf einer Speicherkarte zu sichern. Von unseren Testgeräten bieten etwa die Modelle Aqara G100 und Eufy Security Indoor Cam E220 dieses Feature.
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Alternativ ist auch die Speicherung der Aufnahmen auf einem eigenen Server möglich. Hier bieten sich Lösungen wie Baseus Homestation oder Eufy Homebase an. Ein eigener Security-Server – etwa die Synology DS923+ – ist eine weitere Option. Zudem kannst Du die Videos in der Cloud sichern. Eine verbreitete Lösung ist in diesem Zusammenhang Apple HomeKit Secure Video.
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Was spricht für die lokale Sicherung der Videoaufnahmen?
Wer die Aufnahmen seiner Überwachungskamera lokal – also auf einer Speicherkarte oder via Security-Server – sichert, entgeht den typischen Problemen einer Sicherung in der Cloud. Denn oft liegen derartige Daten in Ländern, in denen nicht die strengen deutschen und europäischen Datenschutzrichtlinien gelten. Zudem könnten Hacker Zugriff auf die in der Cloud abgelegten Inhalte erhalten.
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Was bieten Baseus Homestation und die Eufy Homebase?
Hierbei handelt es sich um zwei relativ weit verbreitete Basisstationen mit zentralem Server, Speicher sowie WLAN-Zugangspunkt für die jeweiligen Kameras. Sie fungieren praktisch als Brücke zwischen Kamera und dem heimischen Netzwerk. Laufende Kosten entstehen hier in der Regel nicht und es ist in der Regel auch eine Ergänzung mit anderen Smart-Home-Geräten möglich. Dabei sind Nutzer allerdings auf bestimmte Hersteller bzw. Protokolle beschränkt.
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Welche Vor- und Nachteile hat ein eigener Security-Server in Verbindung mit Überwachungskameras?
Nicht nur einige Privathaushalte, sondern auch Unternehmen verbinden ihre Videoüberwachung mit einem dezidierten Security-Server. Dafür eignet sich etwa ein Netzwerkspeicher wie die Synology DS923+, die zahlreiche Möglichkeiten bieten. So gelangen die Aufnahmen nicht auf irgendeinen Server im Ausland, sondern verbleiben in den eigenen vier Wänden bzw. am Standort des Servers.
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Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit, die Kameras unterschiedlichster Hersteller zu verwenden. Jedoch sind für die Einrichtung fortgeschrittene Kenntnisse hilfreich. Gleichzeitig kann der laufende Betrieb mit zusätzlichem Aufwand und laufenden Kosten verbunden sein. Deswegen bieten sich für die meisten Privathaushalte andere Lösungen an.
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Welche Vor- und Nachteile hat speziell die Cloud-Lösung Apple HomeKit Secure Video?
Apples Lösung ist grundsätzlich eine komfortable Art, um Überwachungsvideos zu sichern und zu verwalten. Mit wenigen Klicks lassen sich die Aufnahmen – eine Internetverbindung vorausgesetzt – von überall auf der Welt abrufen. Allerdings sind mit der Nutzung der iCloud jeden Monat zusätzliche Kosten verbunden. Diese reichen von 0,99 Euro – für eine Kamera und 50 GB Speicherplatz – bis zu 9,99 Euro – für beliebig viele Überwachungskameras und zwei TB Speicher. Das mag wenig preissensitive Nutzer nicht abschrecken. Nicht mehr ganz zeitgemäß erscheint allerdings die maximale Auflösung von lediglich 1080p.