So störst Du Dein WLAN nicht
So störst Du Dein WLAN nicht: Diese Geräte sollten fern vom Router bleiben
Viele Alltagsgeräte bremsen Dein WLAN aus, ohne dass Du es merkst. Welche Störquellen Du meiden solltest und wie Du Deinen Router optimal platzierst, erfährst Du hier.
Es gibt kaum etwas, das ärgerlicher ist, als ein mit Ladepausen oder Verbindungsabbrüchen geplagtes WLAN mit schlechter Reichweite. Doch erstaunlich oft liegt die Ursache im eigenen Zuhause.
Viele Router haben einen ungünstigen Standort – häufig in unmittelbarer Nähe zu Geräten, die Funkwellen blockieren oder sogar selbst Signale aussenden. Diese versteckten Störer können die Leistung Deines Netzwerks so stark einschränken, dass selbst ein schneller Tarif oder ein moderner Router nicht mehr helfen.
Damit Du solche Probleme vermeiden kannst, findest Du hier die wichtigsten Geräte, die Deinem WLAN nicht zu nahe kommen sollten. Darüber hinaus gibt es noch Tipps für die optimale Routerposition in deiner Wohnung.
Geräte, die Du nicht neben Deinem WLAN-Router platzieren solltest
-
1. Digitale Babyphones
Moderne Babyphones (besonders jene mit FHSS-Technologie) nutzen denselben 2,4-GHz-Bereich wie viele gängige WLAN-Router. Da beide Systeme im selben Frequenzbereich senden, können sogenannte Interferenzen entstehen. Diese Funkstörungen machen sich als Bildruckler, langsame Webseiten oder instabile Verbindung bemerkbar. Geräte, die auf DECT setzen, funken stattdessen auf komplett anderen Frequenzen und stellen daher kein Problem dar. Wenn Du auf ein Babyphone angewiesen bist, achte also auf den Funkstandard.
-
2. Mikrowellen
Mikrowellen gehören zu den stärksten Störquellen im Haushalt. Auch wenn moderne Geräte gut abgeschirmt sind, tritt während des Betriebs messbare Leckstrahlung im 2,4-GHz-Bereich aus, und zwar über die Tür. Diese reicht aus, um das WLAN spürbar zu schwächen, besonders, wenn der Router direkt auf der Küchenzeile steht. Idealerweise sollte der Router daher gar nicht erst in der Küche untergebracht werden.
-
3. Bluetooth-Geräte & Funklautsprecher
Bluetooth nutzt dieselben Frequenzen wie klassische 2,4-GHz-WLANs. Sind gleichzeitig viele Bluetooth-Geräte wie Soundboxen, Kopfhörer, Controller oder Smartwatches aktiv, erzeugen diese ein dichtes Funkfeld, das den Router zusätzlich belastet. Vor allem im Wohnzimmer kommen schnell viele solcher Geräte zusammen. Entlastung bringt ein Wechsel auf das 5-GHz-Band oder ein Mindestabstand zu besonders stark sendenden Geräten wie Funklautsprechern.
-
4. Funkkameras & Smart-Home-Hubs
Smarte Kameras, Zigbee-Hubs oder Steuerzentralen kommunizieren dauerhaft im Funkbereich und teils sogar auf mehreren Kanälen gleichzeitig. Das führt zu permanentem Funkverkehr im Umfeld des Routers und senkt die mögliche WLAN-Qualität im gesamten Netzwerk. Wenn Du Smart-Home-Geräte nutzt, dann stelle sie am besten so auf, dass sie sich nicht im unmittelbaren Umkreis des Routers befinden.
-
5. Kühlschränke, Metallschränke & Heizkörper
Große Metallflächen zählen zu den stärksten WLAN-Bremsen überhaupt. Sie reflektieren oder schlucken Funkwellen. Und in beiden Fällen verschlechtert sich das Signal erheblich! Ein Router, der in einem Metallschrank steht oder direkt neben einem Kühlschrank oder Heizkörper platziert ist, verliert sofort Reichweite und Geschwindigkeit. Ein freistehender, erhöhter Standort bringt fast immer deutliche Verbesserungen.
-
6. Aquarien
Wasser ist ein extrem starker Dämpfer für Funksignale. Bereits ein kleines Aquarium kann dafür sorgen, dass das WLAN nur noch schwach oder gar nicht mehr durchkommt. Besonders schwierig wird es, wenn sich das Wasserbecken zwischen Router und Endgerät befindet. Ein Router sollte daher niemals direkt hinter oder neben einem Aquarium stehen.
DECT-Telefone neben der Fritzbox – geht das?
Ja, und zwar ohne Probleme. DECT-Telefone funken ausschließlich im Bereich von 1880 bis 1900 MHz und damit komplett getrennt vom WLAN-Netz. Ob das Telefon an der Fritzbox angemeldet ist oder eine eigene Basis besitzt, spielt dabei keine Rolle. Wenn dennoch Störungen auftreten, liegt das meist an einer hohen Auslastung der Fritzbox. Das ist etwa dann der Fall, wenn gleichzeitig Telefonate geführt und große Daten übertragen werden.
So platzierst Du Deinen Router optimal
Die Position deines Routers entscheidet maßgeblich darüber, wie stabil Dein Netzwerk läuft. Beachte diese Regeln:
- Zentral aufstellen: Mittig in der Wohnung verteilt sich das Signal am besten.
- Erhöht positionieren: Ein Regal oder Sideboard ist ideal, da Möbel oder Heizkörper am Boden das Signal dämpfen.
- Freistehend, nicht versteckt: Keine Schränke, TV-Rückseiten oder große Metallflächen in der Nähe.
- 5-GHz aktivieren: Wenn möglich, aktiviere das 5-GHz-Band – es ist weniger überfüllt und resistenter gegenüber Störungen.
- Kanalautomatik nutzen: Moderne Router erkennen überfüllte Kanäle und wechseln automatisch auf bessere Optionen.
- FritzApp WLAN verwenden: Die App zeigt Dir klar, wo das Signal stark ist und wo nicht.
Wenn trotz allem Probleme bleiben, lohnt sich ein Blick auf neue Router-Modelle oder leistungsfähige Mesh-Systeme.