So identifizierst Du Anrufer und schützt Dich!
Unbekannte Nummer? So identifizierst Du Anrufer und schützt Dich!
Bei einem eingehenden Anruf erscheint eine Nummer auf dem Smartphonedisplay, mit der Du nichts anfangen kannst? Wir geben Tipps zur Identifikation und skizzieren Risiken.
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1. Virtuelle Telefonbücher
Wer früher nach einer Rufnummer suchte, bemühte dafür das klassische gedruckte Telefonbuch und schlug beim entsprechenden Namen nach. Die umgekehrte Suche – von der Rufnummer zum Namen des Anrufers – war damit natürlich nicht möglich. Das ist inzwischen glücklicherweise anders.
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So finden sich im Internet gleich mehrere Dienste, bei denen Du via Rückwärtssuche eine Telefonnummer eingeben kannst und dann den dazugehörigen Namen erhältst. Wir empfehlen in diesem Zusammenhang "11880.com", "Das Örtliche" und "Das Telefonbuch".
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Darüber hinaus existieren zahlreiche weitere Webseiten, die mit einer leistungsfähigen Rückwärtssuche für Telefonnummern werben. Die Palette reicht hier von A wie „Anruf-Info“ bis W wie „Wer-ruft-an“. Oft sind diese und ähnliche Angebote jedoch problematisch. Meistens fehlt auf den Internetseiten nicht nur ein rechtskonformes Impressum. Es wird auch nicht deutlich, was mit den Daten geschieht und wie sich der Service überhaupt finanziert. Deswegen solltest Du lieber transparentere Rückwärtssuche-Anbieter nutzen.
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2. Sync.me
Allerdings finden sich in diesen öffentlichen virtuellen Telefonbüchern selten Mobilfunknummern. Das liegt daran, dass viele einer Aufnahme bereits bei Vertragsabschluss widersprechen. Größere Aussichten auf eine Zuordnung von Handynummern bietet Sync.me. Die App liest nämlich direkt die Telefonbücher von Nutzern aus und stellt diese Informationen online zur Verfügung. Wer nicht möchte, dass seine Nummer hier erscheint, kann auf der Webseite der Nutzung widersprechen. Mit Sync.me lassen sich nicht nur Anrufer identifizieren, sondern auch Anrufe blockieren.
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3. Tellows
Tellows ist eine weitere Alternative – und zwar sowohl zu virtuellen Telefonbüchern als auch zu Sync.me. Die App bietet nicht nur eine Rückwärtssuche für Rufnummern. Es gibt auch eine umfangreiche Datenbank, in der vor allem penetrante Werbetreibende und aggressive Anrufer verzeichnet sind. Zusätzliche Informationen liefern Erfahrungsberichte von Nutzern sowie aussagekräftige Risikobewertungen. Zudem bietet Tellows Schutz vor den typischen Maschen von Telefonbetrügern.
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4. Suchmaschinen
Wer im Internetzeitalter nach einer Information sucht, nutzt häufig eine Suchmaschine. Mit Google und Co. kannst Du auch bei der Zuordnung von Telefonnummern fündig werden. Das gelingt besonders häufig, wenn die anrufende Person zu einem Unternehmen gehört. Denn dann ist die Telefonnummer meistens auf der Firmen-Website verzeichnet.
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Manchmal führt der Weg über die Suchmaschine jedoch nicht sofort zum gewünschten Resultat. Dann führen manchmal Umwege zum Ziel. Liefert Dir Google zu viele Suchergebnisse? Dann empfiehlt es sich, die gesuchte Rufnummer nicht nur einfach in das Suchfenster einzugeben, sondern in Anführungszeichen zu setzen. Denn dann erscheinen die Suchresultate, bei denen es eine genaue Übereinstimmung („Exact Match“) gibt.
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Gibt es hingegen keine brauchbaren Suchergebnisse, kann es helfen, Ländervorwahlen hinzuzufügen bzw. wegzulassen. Zudem hilft manchmal das Streichen der letzten Ziffern der Rufnummer weiter. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Rufnummer zu einem Unternehmen oder einer Organisation gehört und die weggelassenen Zahlen eine Durchwahl kennzeichnen.
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5. Mailbox-Trick
Erscheint im Display beim Anruf die Nummer eines Mobiltelefons, gibt es noch einen besonderen Trick. Mit diesem lässt sich direkt die Mailbox des Anrufers erreichen. Hat der diese mit einem Ansagetext versehen, ermöglicht das Rückschlüsse auf seine Identität. Um direkt die Mailbox zu erreichen, musst Du nach der Vorwahl einen bestimmten Code eingeben. Dieser unterscheidet sich je nach Mobilfunknetz. Die entsprechenden Informationen findest Du in folgender Übersicht:
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Funktioniert der Mailbox-Trick nicht, könnte das auch daran liegen, dass einige Netzbetreiber die Codes in letzter Zeit geändert oder sogar komplett abgeschafft haben. Somit kann es auch sinnvoll sein, auf der Website des jeweiligen Providers nach dem aktuellen Code zu stöbern.
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6. Messengerdienste
Auch mithilfe von Messengern wie WhatsApp kann die Zuordnung einer unbekannten Telefonnummer gelingen. Füge dazu die Nummer zunächst auf Deinem Smartphone zum Telefonbuch hinzu. Öffne anschließend den Messengerdienst – beispielsweise WhatsApp. Hat der Unbekannte ebenfalls ein WhatsApp-Konto, erscheint der Kontakt auch hier. Statusmeldungen oder Profilfotos ermöglichen Rückschlüsse auf die Identität.
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7. Rückruf-Methode
Wer einen verpassten Anruf mit einer unbekannten Rufnummer auf dem Display seines Telefons sieht, kann natürlich auch ganz einfach zurückrufen. Dabei ist es auch möglich, die eigene Identität zu verbergen. Wechsle dazu bei Deinem Smartphone zu „Anrufeinstellungen“ und wähle hier „Anruf-ID verbergen“ – oder gegebenenfalls eine ähnliche Bezeichnung – aus.