Droht eine nervige ChatGPT-Änderung?
Droht eine nervige ChatGPT-Änderung? Der KI-Chatbot sieht „starke Hinweise“!
Bislang lässt sich ChatGPT zumindest in begrenztem Umfang ohne Werbung nutzen. Doch das könnte sich bald ändern, wie auch der KI-Chatbot auf Nachfrage selbst bestätigt.
Von ChatGPT gibt es sowohl eine kostenpflichtige als auch eine kostenlose Variante. Bisher hat Entwickler OpenAI jedoch darauf verzichtet, den KI-Chatbot durch Werbung zu finanzieren. Doch es gibt Hinweise darauf, dass das möglicherweise nicht mehr lange der Fall ist.
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Beunruhigender Fund
Als Tibor Blaho den Code der Betaversion von ChatGPT für Android – genauer: die App-Version 1.2025.329 beta – durchstöberte, fand er Hinweise auf eine geplante Einbindung von Werbeanzeigen. Insbesondere stieß er auf die Termini „search ad“ sowie „search ads carousel“. So ein Karussell ist bei Online-Werbung eine gängige Praxis, um Nutzern wechselnde Anzeigen zu präsentieren. Seinen Fund veröffentlichte der Entwickler umgehend bei „X“. Anhand der Reaktionen wird deutlich, dass viele Nutzer eine baldige Einführung von Werbeanzeigen in ChatGPT für wahrscheinlich halten.
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ChatGPT bestätigt selbst den Verdacht
Bei Fragen konsultieren viele Internetnutzer einen KI-Chatbot. Dabei handelt es sich häufig um ChatGPT. Also machen wir es genauso und stellen ChatGPT 5.1 – also der aktuellsten und kostenpflichtigen Version – folgende Frage: „Zeigt mir ChatGPT bald Werbung an?“ Bei der Antwort nimmt der Chatbot kein virtuelles Blatt vor den Mund: „Ja: Es gibt derzeit starke Hinweise darauf, dass ChatGPT künftig Werbung einblenden könnte.“ Es gäbe jedoch seitens OpenAI noch kein offizielles Startdatum.
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Wie könnte OpenAI Werbung in ChatGPT integrieren?
Doch wie sollen Werbeanzeigen in ChatGPT aussehen? Statt zu spekulieren, halten wir uns wiederum an den KI-Chatbot. Der erklärt, OpenAI wolle „sorgfältig prüfen, wie Anzeigen eingeblendet werden, damit sie nicht störend wirken“. Das klingt einerseits beruhigend. Andererseits dürften Werbeanzeigen, die nicht stören, für viele Nutzer so selten wie ein kostenloser Parkplatz in der Innenstadt sein. ChatGPT hält Werbung über und unter den Antworten sowie ein Werbekarussell für möglich. Problematisch könnte ein anderer möglicher Ansatz sein, bei dem Werbeanzeigen direkt in die Antworten des KI-Chatbots einfließen. Dann empfiehlt ChatGPT womöglich nicht die am besten bewertete Unterkunft am Reiseziel, sondern das Hotel, das dafür bezahlt.
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Wen treffen die Werbeanzeigen?
Intuitiv dürften wohl viele der Auffassung sein, dass sich Nutzer der Gratis-Variante von ChatGPT künftig mit Werbung herumschlagen müssen. Auch die Spekulationen des KI-Chatbots gehen in diese Richtung, denn er teilt uns mit, dass „für Nutzer der kostenlosen Version eine realistische Möglichkeit bestehe, dass künftig Werbung angezeigt werde“. Wer bezahlt, ist also aus dem Schneider und entgeht nervigen Werbeanzeigen? Hier will sich der Chatbot nicht festlegen.
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Wann könnte es mit der Werbung losgehen?
Auch hier schauen wir, was ChatGPT zu sagen hat. Der KI-Chatbot gibt sich zunächst unverbindlich: „Wann genau Werbung kommt, ist aktuell unsicher.“ Doch dann folgt ein möglicher Hinweis: Das „könnte 2026 passieren“. Nach dieser Spekulation rudert ChatGPT aber direkt zurück: Es „muss aber nicht zeitnah sein.“
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Das kostenlose ChatGPT gibt sich zunächst ahnungslos
Warum wir so betont haben, dass wir dieses Gespräch mit der Version 5.1 von ChatGPT geführt haben? Weil sich die Antwort der Gratis-Variante deutlich unterscheidet. Denn die erklärt : „Nein – ich werde dir keine Werbung anzeigen.“ Erst als wir die kostenlose Version mit der Antwort des großen Bruders ChatGPT 5.1 konfrontieren, räumt auch der kostenlose KI-Chatbot ein: „Es gibt tatsächlich öffentliche Hinweise darauf, dass OpenAI mittelfristig Werbung in ChatGPT einführen könnte.“