Die sanfte Karosserie-Seitenwelle passt gut zum Charakter des
großen Coupés. Entwarnung kann in Sachen Rost gegeben werden. Nur
bei Unfallschäden und miserabler Pflege hat die Korrosion eine
Chance.
200 kg: Im XK8 kommt ein von Jaguar entwickelter
Leichtgewicht-V8 zum Einsatz. Köpfe und Block des AJ-V8 sind aus
Alu, die Ansaugkanäle aus Kunststoff. Weitere Verwendung bei Ford,
Lincoln, Range Rover und Aston Martin. Anfangs gab es Probleme mit
der Nikasil-Beschichtung.
Kombiniert mit der Fünfgangautomatik mit der typischen "J-Gate"
ergibt sich ein kraftvoller Antrieb: In 7 s auf 100, bei 250 km/h
abgeregelt. Die Automatik ist zuverlässig, die Wartungsintervalle
sollten allerdings eingehalten werden.
Ein richtiges Armaturenbrett (!) erzeugt authentisches
Britcar-Flair. Die Qualität ist recht ordentlich. Unbedingt sollten
alle elektrischen und elektronischen Helfer gecheckt werden.
Schlichte, zeitlose Eleganz prägt auch die Heckansicht des XK8.
Durch das hohe Gewicht von mehr als 1.600 kg verschleißen die
Fahrwerksbuchsen auch mal schneller.
Wer sich von dem luxuriösen Interieur des Jaguar XK8
umschmeicheln lassen möchte, muss mit Preisen ab rund 8.000 Euro
rechnen. Zustand 4-Autos liegen bei etwa 5.900 Euro.
Gepflegte Jaguar-XK8 im Zustand 2 kosten mittlerweile rund
16.000 Euro. Daran lässt sich ein Aufwärtstrend feststellen, denn
noch vor einem Jahr führte Classic-Analytics den XK8 in
entsprechendem Erhaltungszustand mit 12.500 Euro.
Fazit von Franz-Peter Hudek: Mit dem XK8 hat Jaguar einen
faszinierenden Sportler geschaffen, der sich traditionsgemäß
radikal vom Vormodell abhebt. Die 363-PS-Kompressor- Version XKR
kostet zwar kaum mehr, beansprucht aber Fahrwerk und Getriebe
stark. Daher: Finger weg!