Mit dem 17M RS fängt 1968 die Geschichte der schnellen Ford an: 100 PS aus einem Zweiliter-V6 genügen damals zum Schnellsein. Lackiert sind die RS in rot oder silber.
Mit dem 17M RS fängt 1968 die Geschichte der schnellen Ford an: 100 PS aus einem Zweiliter-V6 genügen damals zum Schnellsein. Lackiert sind die RS in rot oder silber.
Die Kunden können anfangs zwischen drei RS-Modellen wählen: Dem 15M sowie den 17M und 20M (Bild) mit V6. Der 20M RS hat 108 PS, was für 170 km/h reicht.
Der Capri RS 2600 erreicht ab 1970 mit 150 PS starkem V6-Einspritzmotor 200 km/h. Das Weglassen der Stoßfänger gehört zum Diätprogramm und dient als optische Ansage.Negativsturz an der Vorderachse verbessert die Straßenlage.
Der Hundeknochen-Escort RS 2000 tobt seit fast 50 Jahren über Rund- und Rallyestrecken. Das bekommt einzelnen Exemplaren nicht immer gut, fördert jedoch das Image der Marke und bringt den Piloten Spaß.
Etwas im Schatten steht der optisch brave Escort II RS 1800.
Dafür geht die RS-Geschichte 1984 mit Hightech weiter: In der etwas biederen Schrägheck-Karosserie steckt ein Vierventil-Turbo mit 132 PS, der seine Kraft über eine Viskosperre an die Vorderachse überträgt. Dagegen wirkt ein Golf GTI technisch erstaunlich schlicht.
Es geht noch wilder: 1992 kommt der Cosworth mit Sierra-Technik samt Allradantrieb und abtriebsförderndem Heckflügel. Wer ihn nicht brauchte, konnte das aufmerksamkeitsstarke Teil abbestellen und fuhr 15 km/h schneller.
Der moderne Fiesta 1800 RS setzt 1992 die RS-Historie mit anderen Mitteln fort und zeigt unter anderem, dass auch in den Neunzigern Zusatzscheinwerfer sportliche Insignien sein können. Den 130 PS starken 1,8-Liter lieh er sich vom Escort XR3i und lief damit 201 km/h.
Beim RS 200 steht 200 nicht für die Höchstgeschwindigkeit, sondern für die Stückzahl. Gedacht war das Mittelmotor-Rallyeauto für die Gruppe B, woe es auch fuhr. Weil die Gruppe B jedoch 1987 verboten wurde, tanzte der Allrad-RS nur einen Sommer lang in der Rallye-WM, fuhr dann Rallyecross und Pikes Peak.
Warum dezent, wenn man 204 PS unter der Haube hat und im Motorsport die Konkurrenz aufmischen möchte? Eben. Der Cosworth-Sierra läuft 241 km/h.
Von der wild geflügelten Limousine baut Ford 6.000 Stück. Ein BMW oder Mercedes mit diesen Eckdaten wäre längt so richtig teuer. Wobei: Billig sind gute Cossies selbstverständlich auch nicht, rund 40.000 Euro kostet ein guter RS Cosworth.
Dezenter, aber nicht langsamer ist der Sierra 4x4 Cosworth. Der kommt 1990 und taucht zwei Jahre später in wilderer Verpackung auf: Als Escort RS Cosworth.
Mit dem Cossie-Escort tobt unter anderem Carlos Sainz über die Rallyepisten. Der Kompakte holt den ein oder anderen Titel: 5 Rallye-WM-Siege in der ersten Saison 1993, Rallye Monte Carlo 1994, 25 Siege in der Rallye EM.
2002 bekommt auch der erste Focus sein RS-Kürzel: Der Zweiliter-Vierzylinder-Turbo leitet 215 PS über eine Sperre an die Vorderräder weiter. Nicht schlecht, aber ein paar Jahre später gibt's noch was obendrauf.
Mit dem zweiten Focus RS verzückt Ford 2009 die Fangemeinde: giftgrün lackiert, ein grölender Fünfzylinder-Turbo unter der Haube, Sperre an der Revo-Vorderachse.
Die dritte Generation bekommt wieder einen Vierzylinder, dafür aber einen spaßfördernden Allradantrieb mit zwei elektronisch gesteuerten Differenzialen an der Hinterachse.
Im März 2017 erscheint das Sondermodell "Blue & Black" mit Vorderachs-Sperre. Anfang 2018 läuft die Produktion des Focus RS aus.