Revolutionäre Möbel und ein variabler Grundriss
Können die schwarzen Schaumstoff-Möbel im Reisealltag überzeugen? Und wie sieht es mit dem variablen Grundriss aus?
Die Knaus Boxtime-Baureihe wird zur Saison 2026 neu eingeführt. Vom günstigeren Boxlife unterscheidet ihn besonders die Materialwahl im Ausbau. Mit einer Länge von 6,36 Metern gehört der 630 MX zu den längeren Vertretern seiner Zunft und möchte gerade deshalb beim Gewicht neue Maßstäbe setzen mit hohen Zuladungsreserven.
Der Schlüssel: EPP (expandiertes Polypropylen). Während das Material vielen bislang nur von der Lieferbox des Pizza-Boten oder vielleicht noch als Isolierung von Radhäusern bekannt ist, nutzt Knaus es hier für den Möbel- und Ausbau. Das Gewichtsergebnis kann sich sehen lassen: Respektable 60 Kilogramm Ersparnis gegenüber herkömmlichen Konstruktionen verspricht der Hersteller. Schrankkorpusse, Sitztruhe und Wandvertäfelungen sind aus EPP gefertigt. Um den"Pizzabox-Look" gar nicht erst aufkommen zu lassen, sind einige der EPP-Teile an der Oberfläche mit schickem Carbon-Muster versehen.
Gelingt so der Spagat zwischen innovativem Leichtbau und wohnlicher Atmosphäre?
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Knaus Boxtime 630 MX: Technische Daten
- Gurte/Schlafplätze: 4/3
- Zul. Gesamtgewicht: 3500 kg
- Länge/Breite/Höhe: 6,36/2,05/2,85 m
- Grundpreis ab: 74.859 Euro
- Bordtechnik: Abwassertank 90 L, Fäkalkassette 19 L, Gasflasche 1 x 11 kg, Frischwassertank 102(20) L, Bordbatterie Blei-AGM-Typ, 95 Ah(20 h), Heizung/ Boiler 10 L, Kraftstoff-tank 90 L, Ad-Blue-Tank 19 L.
- Motor mit Common-Rail-Einspritzung: Hubraum/Zylinder 2.184 cm3/4, Leistung 103 kW/140 PS bei 3.500/min Drehmoment, 380 Nm bei 1.400/min, Schadstoffnormen/Plakette Euro 6e/S5/grün, Batterie/Lichtmaschine 12 V/95 Ah/1.680 W, Kraftübertragung Automatikgetriebe, Fahrwerk vorne Einzelradaufhängung, Schraubenfedern, Stabilisator; hinten Starrachse, Längsblattfedern, kein Stabilisator, Spurweite vorne/hinten 1.810/1.790 mm, Reifengröße/-fabrikat 225/75 R 16 CP, 118 R, Continental Van Contact Camper.
Wohnen
Betritt man den Knaus Boxtime, fällt der ungewöhnliche Möbelbau erst mal gar nicht auf. Helle Möbelklappen, graue Kontraste und eben dunkle Möbelteile sind stimmig arrangiert. Die durchaus großflächige EPP-Verwendung offenbart sich erst – dank insgesamt sehr guter Verarbeitung – auf den zweiten Blick. Und neben dem Gewicht zeigt sich auch bald noch ein zweiter Vorteil. Das Kopfanstoßen am Küchenhängeschrank, das fast jeder Campingbus-Besitzer schon einmal erleben musste, läuft im Boxtime weitgehend schmerzfrei ab.
Der Grundriss des 630 MX präsentiert sich vorn zunächst wenig spektakulär. Die Halbdinette-Sitzgruppe ist groß genug für die übliche Zwei-Personen-Besatzung. Dank ausschwenkbarer Zusatzplatte kommt man auch vom gedrehten Beifahrersitz aus gut an den Tisch heran. Das Besondere an diesem Tisch: Weil er an der Seitenwand eingehängt ist und sich dort abstützt, braucht er kein Tischbein. Das ermöglicht einen komfortablen Einstieg in die Bank, weil keine störende Tischsäule im Weg ist. Die Tischplatte gibt allerdings deutlich mehr nach, besonders auf der Verlängerung.
Der Küchenblock fällt im 630 MX groß aus. Der Kompressorkühlschrank ist am Kopfende eingebaut und kann von innen wie außen geöffnet werden. Sein Bedienpanel findet sich etwas versteckt im Küchenhängeschrank. Das hat aber gleich zwei Vorteile: Die Panelbeleuchtung stört bei Nacht empfindliche Schläfer nicht. Und zwischen Kühlschrank und Arbeitsplatte bleibt noch Platz für eine ausziehbare Verlängerung, die die ohnehin schon große Arbeitsfläche um weitere gut 30 Zentimeter verlängert.
Gekocht wird klassenüblich auf einem Zweiflammen-Gasherd mit elektrischer Zündung. Das Spülbecken hat eine angemessene Größe. Hinter der Spüle an der Wand sind zwei Bleche mit kreuzförmigen Löchern angebracht, ebenso über den Hecktüren. Das sieht gut aus, zudem können hier aber auch Haken oder magnetische Halter eingesetzt werden.
Küchenstauraum ist insgesamt genug vorhanden, auch wenn das Hängeschrank-Volumen durch den dickwandigen EPP-Korpus etwas geringer ausfällt als bei einem herkömmlichen Sperrholz-Möbelbau.
Bad und Bett
Gegenüber der Küche befindet sich das neu gestaltete Bad, das für einen Campingbus ansprechend großzügig ist. Luft und Licht kommen durch ein Fenster neben der Toilette, die mit einer Sitzhöhe von 60 Zentimetern ziemlich hoch eingebaut ist; Beinfreiheit rund um den Thron genießt man indes genug.
Für die Abtrennung zum Wohnraum sorgt eine leichtgängige Gliederschiebetür. Stauraum gibt es wenig im Bad. Ein kleiner Unterschrank und zwei offene Ablagen müssen reichen.
Die Dusche entsteht durch Umklappen der Waschtischwand. So wird der zur Verfügung stehende Raum optimal genutzt. Zudem kann auf einen Vorhang verzichtet werden. Die Stehhöhe in Bad und Dusche beträgt rund 1,89 Meter.
Im Heck darf sich ein Längsdoppelbett breitmachen. Die Matratze ist 1,90 mal 1,82 Meter groß. Die beiden äußeren Teile können eingeklappt werden, um ein Anheben des Betts bis unter das Dach möglich zu machen. So gewinnt man bis zu 55 Zentimeter mehr Stauraumhöhe im Heck, das Bett ist dann aber nicht mehr nutzbar.
Auch in der tieferen Position gestaltet sich der Ein- und Ausstieg nicht ganz leicht. Eine Leiter gibt es nicht, dafür aber einen ausziehbaren Tritt in der Schottwand zum Heckstauraum. Der fällt jedoch zu kurz aus, um einen wirklich bequemen Aufstieg zu ermöglichen. Hat man das Bett erklommen, verwöhnt die weiche Matratze, die auf Tellerfedern lagert, mit hohem Schlafkomfort.
Die zwei Lesespots am Kopfende lassen sich variabel einstellen und halten je einen USB-C-Anschluss bereit. Wer abends gerne Musik hört, wird sich über die beiden Lautsprecher im Heck freuen. Ebenso praktisch und gut zu bedienen sind die Vierfachlichtschalter unter den Hängeschränken – inklusive "Nachtknopf", der alle Hauptlichter im Fahrzeug löscht.
Lichtcheck
- Tisch und Sitzgruppe sind mit 227 Lux im Schnitt und maximal 461 Lux sehr gut ausgeleuchtet.
- In der Küche reicht es dank des Maximalwerts von 548 Lux ebenfalls knapp für eine grüne Wertung.
- Richtig hell geht es im Bad zu. Alle Helligkeitswerte sind im hellgrünen Bereich.
- Die Lampen im Heck komplettieren die"grüne Welle". 212 Lux im Schnitt und 424 Lux unter den variabel einstellbaren Lesespots – tadellos.
Angelehnt an DIN EN 12464-1
Beladen
Mit Spannung erwartet: die Fahrt auf die Waage. Die Summe der einzelnen Radlasten ergibt ein promobil-Leergewicht von 3105 Kilogramm. Ein guter Wert für einen 636er-Bus mit Maxi-Chassis, Automatikgetriebe und Markise. Insgesamt rund 120 kg an Sonderausstattung hat der Testwagen an Bord.
Dank EPP-Einsatz bleiben dennoch knapp 400 Kilo an Zuladungsreserven übrig. Nicht übermäßig üppig, aber die übliche Zwei-Personen-Besatzung hat damit genug Reserven, um den großen Heckstauraum für den Transport verschiedenster Sportgeräte nutzen zu können. Bei den Achslasten gibt es dank Maxi-Chassis ohnehin reichlich Luft.
Der Heckstauraum fällt mit 1,18 Meter sehr breit aus. Das liegt an den schmalen Möbelzeilen rechts und links. In der Länge sind bis zu 1,72 Meter nutzbar. Zusätzlich warten Staufächer, offene Ablagen und ein Schrank im linken Sideboard auf Reisegepäck. Zur Ladungssicherung dienen vier Zurrösen. Lampen an den seitlichen Möbeln und zwei Spots unten am Bett sorgen für gute Sicht aufs Ladegut.
Auch im Innenraum kann man einiges verstauen. Insgesamt sechs Hängeschränke stehen zur Verfügung. Vier davon über dem Bett. Einen echten Kleiderschrank kann der 630 MX allerdings nicht bieten. Zwar ist am Fußende des Betts auf beiden Seiten jeweils ein Schrank mit Auszug eingebaut – der linke tatsächlich mit Kleiderstange. Allerdings lassen die geringe Breite und Höhe eine Nutzung als Regalschrank, wie gegenüber, sinnvoller erscheinen. Ansonsten gibt es noch einen klappbaren Haken am linken Fußende des Betts, wo man Jacken aufhängen kann. Unter dem Sitzgruppentisch befindet sich zudem ein Podestfach für flachere Dinge wie Schuhe.
Technik
Bevor es im Detail um die EPP-Komponenten geht, erst mal ein paar Worte zur grundlegenden Ausstattung. Geheizt wird im Boxtime serienmäßig mit einer Truma-Combi-4-Dieselheizung. Über acht Ausströmer wird es schnell warm im Wohnraum. Gesteuert wird die Heizung über das optionale I-Net-X-Bedienteil. Es ist Bestandteil des Funline-Pakets, das man wegen einiger Einzelposten als Quasi-Pflichtpaket einordnen muss. Im Online-Konfigurator ist es automatisch vorausgewählt.
Im Paket ist die Isolierung und Beheizung des 90 Liter fassenden Abwassertanks enthalten. An Frischwasser lassen sich 100 Liter bunkern. Der Tank ist im schmalen rechten Sideboard unter dem Bett installiert. Unter einer Abdeckung kommt man gut an die Weithalsöffnung zum Reinigen des Tanks heran. Allerdings ist die Aussparung im Möbel so knapp bemessen, dass es schwierig ist, den Tankdeckel wieder in die Tanköffnung zu schrauben; er verkantet leicht.
Zumindest wenn das E-Paket mitbestellt wurde, kann sich auch die Zahl an Steckdosen sehen lassen. Neben zwei 12-V-Anschlüssen sind dann sechs 230-V-Dosen, zwei USB-A- und fünf USB-C-Anschlüsse an Bord. Die Doppeldose mit USB-A- und USB-C-Buchse im Bad verwundert vielleicht auf den ersten Blick. Doch immer mehr Akkugeräte wie Zahnbürsten und Rasierer warten im Bad auf Stromnachschub. Zum Föhnen muss man mit einer der beiden Netzsteckdosen in der Küche vorliebnehmen.
Serienmäßig sorgt eine 95-Ah-Blei-AGM-Batterie für die 12-V-Stromversorgung. Sie ist zusammen mit anderen Elektrokomponenten in der linken Möbelzeile im Heck untergebracht.
Gas braucht man im Boxtime nur zum Kochen. So kommt man mit der einen 11-kg-Flasche im Gaskasten lange aus. Vorbildlich zeigt sich die Abdichtung des Toilettenschachts. Eine sauber gezogene, breite Silikonnaht verhindert im Fall des Falles Schlimmeres.
Die Lichtsteuerung ist anfangs etwas verwirrend. Zwar sind die Vierfach-Lichtschalter mit Piktogrammen versehen. Doch nicht alle sind eindeutig, und es gibt auch Lesespots, die per Berührung geschaltet werden. Kurios ist die Steuerung im Bad: Eine Lampengruppe bedient man von der Küche aus, die andere mit einem Dimmschalter im Bad. Da man fast alle Lampen dimmen kann, sind viele Lichtstimmungen wählbar.
Und wie schlägt sich das EPP?
Neben der Gewichtsersparnis hilft das EPP bei der Wärmedämmung. Die Schrankkorpusse sind der Karosseriestruktur des Ducato angepasst und wirken an diesen Stellen als 4,5 Zentimeter starke, zusätzliche Isolierung. Die Sitztruhe aus EPP wiederum sorgt dafür, dass die Geräusche der darin eingebauten Combi-D-Heizung hörbar reduziert werden.
Im Falle eines Schadens soll EPP zudem einfach zu reparieren sein. Neben den Schränken und der Sitztruhe findet man das Material an vielen Stellen im Fahrzeug. Am auffälligsten ist die Wand hinter der Sitzbank, in die eine Aussparung für ein 24-Zoll-TV-Gerät eingeformt ist. Auch der Rahmen des großen Dachfensters und die offenen Ablagen über dem Fahrerhaus sind aus EPP. Genau aus dieser Ecke drangen an kalten Tagen allerdings immer wieder mal Knackgeräusche ans Ohr der Passagiere. Wodurch sie genau verursacht wurden, war allerdings nicht direkt herauszufinden.
Fahren
Von diesen Geräuschen abgesehen, gehört der Boxtime zu den leiseren Kastenwagen. Während der Fahrt sind kaum Lautäußerungen aus dem Ausbau zu vernehmen. Dazu tragen ebenfalls der neue Möbelbau und die dämmende Wirkung des Materials bei. Auch die Gliederschiebetür des Bads – sonst gerne eine Klapperquelle – hält sich akustisch zurück. Windgeräusche treten erst ab Tempo 120 langsam in den Vordergrund.
Der 140-PS-Diesel harmoniert im Testwagen gut mit der Achtgang-Automatik. Man darf keine Beschleuingungswunder erwarten, aber muss sich auch nicht vor Steigungen auf der Autobahn fürchten. Auch mit gesetztem Tempomat zieht der Boxtime stoisch bergauf und die Schaltvorgänge sind kaum spürbar.
In Sachen Verbrauch zeigte der Bordcomputer Werte zwischen 7,8 und 12,2 L/100 km. Auf der promobil-Verbrauchsrunde standen am Ende 9,6 L/100 km auf dem Zettel – gut.
Das ziemlich straff gefederte Maxi-Chassis mindert den Fahrkomfort spürbar, da es besonders kurze Querfugen relativ ungefiltert weitergibt. Die gezielte Anpassung des Reifenluftdrucks an die tatsächliche Radlast kann hier ein Stück weit helfen.
Beim Parken und Manövrieren assistieren die Rückfahrkamera und die Sensoren an der Heckstoßstange. So lässt sich der Boxtime auch auf engem Raum gut rangieren. Nicht mehr zeitgemäß: Das optionale 6,8’’-Mediacenter lässt Apple Car Play nur per Kabel zu. Zudem reagiert das Display mitunter träge auf Touchbefehle. Hier ist das große Mediapaket mit Navi eher zu empfehlen.
Nachgefragt
Franz Schanzer, Leiter Produktmanagement Knaus Camper Vans, nimmt Stellung…
… zum fummeligen Frischwassertankdeckel: "Um einen großen Heckstauraum zu verwirklichen, mussten die Seitenteile schmal werden – darum der Kompromiss beim Frischwassertankzugang. Wir werden aber versuchen, den Möbelausschnitt noch zu optimieren."
... zu den Knackgeräuschen rund ums Dachfenster über dem Cockpit: "An diesem Thema sind wir bereits dran und mit dem Fensterhersteller im Austausch. Eine geänderte Geometrie des Dichtgummis soll künftig die Geräusche reduzieren."
... zur Frage, ob die EPP-Möbel so dunkel sein müssen oder auch anders eingefärbt werden könnten: "Das Innendesign des Boxtime ist bewusst so gewählt. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sich die Farbe in Zukunft ändert."
... zur Frage, ob EPP-Teile künftig auch in anderen Baureihen eingesetzt werden: "In bestimmten Bereichen verwenden wir das Material bereits, etwa rund um die Armaturenbretter von Integrierten. Da sich die größten Vorteile aber bei Camper Vans ergeben, bleibt der Schwerpunkt darauf."
Preise & Ausstattung
Mit knapp 75.000 Euro Grundpreis liegt der Boxtime auf gehobenem Niveau. Mindestens das Funline-Paket mit Fahrerhausverdunklung, Trittstufe und mehr für 2.390 Euro sollte man als kaum verzichtbares Paket gleich noch mit dazurechnen. Nach dem fleißigen"Kreuzchenmachen" landet der Testwagen bei gut 88.000 Euro – und damit ist das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht. Viel Geld für einen auf den ersten Blick relativ klassischen Campingbus.
Klar ist: Ein Teil der Entwicklungskosten für den innovativen EPP-Möbelbau fließt in die Kalkulation ein. Ob es einem das wert ist, muss man mit Blick auf die teils ein gutes Stück günstigere Konkurrenz natürlich selbst entscheiden.
Grund- und Testwagenpreis: 74.859/88.031 Euro
- Turbodiesel 132 kW/180 PS nur in Verbindung mit Automatik-Getriebe: 2.900 Euro
- Automatik-Getriebe (35 kg) ✘✔: 3.689 Euro
- Maxi-Chassis 4.000 kg (60 kg): 1.840 Euro
- Dieseltank, 90 Liter(5 kg) ✘✔: 101 Euro
- Anhängerkupplung, abnehmbar(19 kg) ✘: 1.090 Euro
- Funline-Paket: Elektrische Einstiegsstufe, Front- und Seitenscheibenverdunkelung, Markise, Abwassertank, isoliert u. beheizt u. a.(44 kg) ✘✔: 2.390 Euro
- Media-Paket 6,8 Zoll: Rückfahrkamera, Media Center 6,8 Zoll (3 kg) 950 EuroMedia-Paket: Rückfahrkamera, All-in-one- Navigationssystem(3 kg) ✘✔: 1.890 Euro
- E-Paket: Regenrinne mit LED über Schiebetür, drei zusätzliche 230-V-Anschlüsse, zwei USB-Doppelanschlüsse u. a.(2 kg) ✘✔: 725 Euro
- TV-Paket: 24"-Smart-TV, externe LTE/WLAN-Antenne, TV-Halter (9 kg): 1.895 Euro
- Voll-LED-Scheinwerfer ✔: 1.002 Euro oder im Paket
✘ im Testwagen enthalten; ✔ empfehlenswert
Das fiel uns auf
(+) Die Kühlschranksteuerung versteckt sich im Küchenhängeschrank. So stört kein Licht die Nachtruhe.
(+) Vorbildlich abgedichteter Toilettenschacht mit einer sehr sauber ausgeführten Silikonfuge ringsum.
(+) Hauptlichtschalter am Bett, der alle Lampen im Fahrzeug löscht. Lautsprecher am Bett
(+) Die Dieselheizung ist in der Rückbanktruhe eingebaut, die aus EPP besteht: gute Geräuschdämmung
(+)(-) Licht und Luft kommen durch das große Fenster. Unterwegs entstehen dort aber Knackgeräusche.
(-) Mit rund 60 Zentimetern ist die Sitzhöhe auf der Toilette für kleinere Camper zu hoch.
(-) Der ausziehbare Tritt vor dem Bett ist etwas zu kurz, um den Einstieg wirklich komfortabel zu machen.
(-) Der schmale Seitenkasten lässt wenig Platz, so ist das Aufsetzen des Frischwassertankdeckels schwierig.
Die Baureihe Knaus Boxtime
- Preise: 66.990–74.630 Euro
- Basis: Fiat Ducato
- Länge: 5,41–6,36 m
- Gesamtgewicht: 3.500–4.000 kg
- Weitere Modelle: 3
Charakter: Die Boxtime-Baureihe feierte zu Saisonbeginn ihr Debüt und ordnet sich oberhalb der Boxlife-Modelle ein. Es gibt insgesamt vier klassenübliche Grundrisse: den 540 MQ und den 600 MQ mit Querdoppelbett im Heck und – wie die Namen andeuten – mit 5,41 und 5,99 Meter Länge. Den Boxlife 630 ME und den hier vorgestellten 630 MX unterscheidet nur das Heckbett. Im 630 ME ist das Längsdoppelbett fest eingebaut. Der Einsatz von EPP im Möbelbau ist allen gemeinsam.
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Die Konkurrenten
Adria Twin Selection 640 SGX
- Grundpreis: 79.900 Euro
- Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 132 kW/180 PS
- Länge/Breite/Höhe: 6.360/2.050/2.590 mm
- Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 3.125/3.500 kg
- Besonderheiten: 180 PS, Zusatzluftfeder, Naviceiver, Markise, viele Assistenzsysteme im Serienumfang Durch die Ausstattung etwas höheres Leergewicht.
Hier haben wir den Adria 640 SGX ausführlich getestet.
Challenger V210
- Grundpreis: 59.490 Euro
- Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 103 kW/140 PS
- Länge/Breite/Höhe: 6.360/2.050/2.650 mm
- Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 3.105/3.500 kg
- Besonderheiten: Günstiger Preis, gut geschnürte Ausstattungspakete Relativ einfache Serienausstattung, hohe Nebenkosten.
Yucon 63H
- Grundpreis: 70.300 Euro
- Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 103 kW/140 PS
- Länge/Breite/Höhe: 6.360/2.050/2.795 mm
- Leer-*/zul. Gesamtgewicht: 3.065/3.500 kg
- Besonderheiten: 194 cm langes Heckbett, durch Superhochdach auch in oberer Position nutzbar, gute Serienausstattung Nur 2,75-kg-Gasflasche.
Yucons neueste Modelle wurden auf der CMT 2026 vorgestellt.
Videos zu den Themen finden Sie auf unserem You-Tube-Kanal unter www.youtube.com/cleverCampen
