Mit dem Wohnmobil übers Mittelmeer
Sonne, Meer und das beruhigende Brummen des Schiffsdiesels. Fährpassagen kürzen Anfahrtsstrecken enorm ab und steuern die Trauminseln des Mittelmeers an.
Fährüberfahrten im Mittelmeer mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen sind eine komfortable Möglichkeit, Inseln und Küsten flexibel zu entdecken. Statt hunderte Kilometer über Autobahnen zurückzulegen, rollt das eigene Fahrzeug direkt an Bord – und die Anreise wird selbst zum Teil des Urlaubs. Lange Fahrstrecken, Mautgebühren und Staus an Zahlstellen entfallen.
Ob auf dem Weg zu den griechischen Inseln, nach Sardinien, Korsika oder Mallorca – mit dem eigenen Wohnmobil oder Wohnwagen an Bord einer Fähre entfällt die Notwendigkeit, sich vor Ort ein Mietmobil zu suchen. Nach der Ankunft startet die Reise ohne Umwege – Tür auf, Markise raus, Urlaub.
Viele Fährgesellschaften bieten zudem Kabinen, Restaurants, Lounges oder Sonnendecks mit Pool. Während das Schiff über Nacht Kurs auf die Insel nimmt, entspannt man bei einem Abendessen an Bord oder genießt den Sonnenuntergang auf See. So beginnt das Reiseerlebnis nicht erst am Ziel, sondern schon beim Ablegen im Hafen.
Beliebte Fähren-Routen für Campingfahrzeuge im Mittelmeer
Auf der Karte oben sehen Sie die beliebtesten Fährrouten im Mittelmeer mit Abfahrts- und Ankunftshäfen. Besonders beliebt sind für viele Wohnmobil-Urlaubende die Fähren nach Sardinien und Korsika, aber auch nach Griechenland nehmen immer mehr Reisende den Weg übers Wasser.
Fähr-Update 2026: Neue Routen, Streichungen und Camper-Rabatte
Hier geben wir Ihnen ein Update über die aktuellen Routen 2026, die sich für Campingfahrzeuge eignen.
Adria: Weniger Konkurrenz, neue Strecken
Nach dem Aus der Anek-Lines-Verbindungen zwischen Italien und Griechenland bedient die Attica Group die Adria-Strecken ausschließlich über Superfast Ferries. Ganzjährig fahren die Schiffe von Ancona und Venedig nach Patras und Igoumenitsa. Die Routen Bari–Korfu und Bari–Igoumenitsa bleiben saisonal und werden nur im Sommer angeboten.
Neu ab 2026: Minoan Lines nimmt die Strecke Ancona–Korfu ins Programm. Die Verbindungen Ancona–Igoumenitsa und Brindisi–Igoumenitsa bleiben bestehen, ebenso Brindisi–Korfu.
Nach Schäden an einem Kai sind die Verbindungen zum montenegrinischen Hafen Bar weiterhin eingeschränkt. Montenegro Lines setzt die Routen ab Ancona und Brindisi aus. Alternativ verstärkt Jadrolinija die Verbindung Bari–Dubrovnik. Die Route Bari–Split entfällt hingegen.Die Strecke Bari–Bar nimmt Starlines nach einjähriger Pause wieder auf.
SNAV streicht 2026 die Kroatien-Routen Ancona–Starigrad und Pescara–Hvar.
Tyrrhenisches Meer: Änderungen für Korsika und Sardinien
Für Camper bleibt die Fähre die einzige Anreiseoption auf die Mittelmeerinseln. Besonders bei Corsica & Sardinia Ferries gibt es Anpassungen:
Korsika:
- Neu: Nizza–Porto Vecchio und Nizza–Île Rousse
- Reaktiviert: Toulon–Île Rousse
- Eingestellt: Neapel–Bastia
Sardinien:
- Neu: Nizza–Porto Torres
- Wegfall: Toulon–Golfo Aranci
Tickets für Blu Navy (Elba) lassen sich künftig auch über Corsica & Sardinia Ferries buchen.
Grandi Navi Veloci (GNV) streicht die Route Civitavecchia–Olbia, richtet dafür eine Verbindung Genua–Neapel ein – eine Seepassage, die rund 720 Straßenkilometer ersetzt.Moby Lines stellt Piombino–Olbia sowie Neapel–Palermo ein.
Malta bleibt über Virtu Lines (Pozzallo–Valletta) erreichbar. Eine feste Verbindung Catania–Valletta gibt es derzeit nicht.
Baby-Passage wird dann mit dem halben Preis berechnet, wenn man diese Option bereits bei der Buchung wählt.
Nordafrika: Viele Verbindungen kehren zurück
Nach pandemiebedingten Einschränkungen normalisiert sich der Verkehr zwischen Europa und Nordafrika.
- Africa Morocco Link (AML) fährt künftig auch von Algeciras nach Tanger Med.
- Balearia startet neue Routen Tarifa–Tanger Ville sowie Barcelona–Oran.
- Die Verbindung Algeciras–Ceuta wird eingestellt.
- Melilla wird nicht mehr von Almeria, Malaga und Motril angefahren.
DFDS übernimmt FRS-Strecken in der Straße von Gibraltar. Neu ist die Route Gibraltar–Tanger Med.
GNV nimmt Civitavecchia–Tunis wieder auf und startet neue Strecken Sète–Algier, Sète–Bejaia sowie Genua–Tunis.
Spar-Tipps für Camper 2026 Albanien
Nur Starlines bietet auf Brindisi–Vlora noch "Camping an Bord". Übernachtung im Fahrzeug ist erlaubt, Stromanschluss gibt es nicht. Zusätzlich werden Last-minute-Tarife für Wohnmobile angeboten.
Balearen
Mitgliedschaft im Baleària-Club:
- 35 % Rabatt auf den Fahrzeugtarif zwischen Inseln und Festland
- Fahrzeugtransport zwischen den Inseln für Mitglieder kostenlos
Griechenland
Das Seasmiles-Programm der Attica Group ermöglicht 20–30 % Rabatt, auch auf Anschlussrouten.Superfast Ferries gewährt Mitgliedern deutscher Automobil- und Campingclubs 25 % Nachlass auf den Fahrzeugtarif.Minoan Lines bietet ADAC-Mitgliedern 20 % Rabatt.
Marokko
Africa Morocco Link bietet "Camping an Bord" inklusive Nutzung der Bordeinrichtungen. Gruppentarife ab zehn Fahrzeugen möglich.
Montenegro
Adria Ferries gewährt bis zu 30 % Frühbucherrabatt plus 20 % bei Rückfahrt auf derselben Route.
Tyrrhenisches Meer
- Moby Lines (Tarif Pex Camper): Vergünstigungen für Wohnmobile und Caravans bis sieben bis neun Meter Länge (je nach Route).
- Corsica & Sardinia Ferries: Das 96-Euro-Angebot Livorno–Bastia gilt künftig nur noch für eine Person. Maximalmaße: 7 m Länge, 2,40 m Höhe, 2 m Breite.
- Tirrenia: Sondertarife für Fahrzeuge bis sieben Meter.
Verschiedene Routen
- Grimaldi Lines – "Camper & Meals": 30 % Rabatt auf Mahlzeiten an Bord.
- Hymer-Freeontour-Mitglieder erhalten 10 % Rabatt bei Online-Buchung.
- Superfast Ferries gewährt 20 % auf Fahrzeugkategorien, kombinierbar mit anderen Rabatten.
Stellplätze in Hafennähe am Mittelmeer
Für eine Überfahrt mit der Fähre ist es am besten, bereits einen Tag vorher anzureisen. Daher gibt es in der Nähe der großen Abfahrthäfen Stellplätze, von denen aus der Hafen gut erreichbar ist.
Frankreich
Italien
Griechenland
Kroatien
Spanien
