Von der Buchung bis zur Überfahrt
Wer zur Fahrt in den Urlaub eine Fähre nutzt, kommt entspannt am Ziel an und tut der Umwelt einen Gefallen.
Mit der Fähre sparen Sie lästige Stunden auf der Straße und kommen entspannt am Ziel an. Außerdem kommen Camperinnen und Camper nur so auf Inseln wie Korsika, Sardinien und Co.
Die Überfahrt mit der Fähre ist für viele Camperinnen und Camper ein Highlight ihrer Reise – und das aus gutem Grund. Sie spart nicht nur Zeit, sondern sorgt auch für eine entspannte Reiseatmosphäre. Besonders auf beliebten Routen zu Inseln wie Korsika oder Sardinien, aber auch nach Skandinavien, ist die Fähre eine ideale Lösung.
Doch wie genau funktioniert eine Fähre mit dem Wohnmobil? Wir klären die wichtigsten Fragen.
Fähren buchen mit dem Wohnmobil
- Buchung und Fahrzeugangaben: Bereiten Sie sich gut auf die Fährbuchung vor! Geben Sie nicht nur das Kennzeichen Ihres Wohnmobils an, sondern auch die Maße des Fahrzeugs. Vor allem für Fahrzeuge mit Anbauteilen wie Fahrradträger oder Satellitenanlagen ist es wichtig, korrekte Angaben zu machen. Dies hilft der Reederei, ausreichend Kapazitäten einzuplanen.
- Kabinenpflicht und Übernachtung an Bord: In der Regel besteht bei Nachtfahrten Kabinenpflicht. Wenn Sie tagsüber mit der Fähre reisen, gibt es oft günstigere Ruhezonen. Diese bieten die Möglichkeit, während der Überfahrt zu entspannen, ohne eine Kabine buchen zu müssen. Wer den Komfort eines eigenen Rückzugsortes schätzt, sollte eine Kabine in Betracht ziehen – besonders auf längeren Überfahrten.
- Spartipps und Rabatte: Eine frühzeitige Buchung spart oft viel Geld, besonders bei beliebten Routen. Zudem bieten viele Reedereien Rabatte für Frühbucher oder Bonusprogramme für wiederkehrende Kunden. Informieren Sie sich auch bei großen Automobilclubs wie dem ADAC, die oft exklusive Rabatte auf Fährreisen bieten.
So sparen Sie bei der Buchung
- Vergleichen Sie Routen und Preise: Achten Sie darauf, ob unterschiedliche Häfen eine günstigere Verbindung bieten. Von Calais nach Großbritannien kann beispielsweise günstiger sein als von Amsterdam.
- Fährgesellschaften und Zusatzkosten: Beim Preisvergleich sollten auch Nebenkosten wie Umwelt- oder Kraftstoffzuschläge berücksichtigt werden.
- Buchung an Werktagen: Fähren unter der Woche sind oft günstiger als am Wochenende.
- Bonusprogramme und Rabatte nutzen: Viele Reedereien bieten Nachlässe auf Folgebuchungen – bis zu 25 % Rabatt ist möglich.
Nicht zuletzt der Umwelt zuliebe ist auf allen Meeren ein Generationswechsel zu noch sparsameren Schiffen zu beobachten. Dabei setzen die Reedereien auch auf eine komfortablere Ausstattung. Ob die gleichzeitige Erhöhung der Kapazität langfristig zu einer Straffung des Fahrplans führen wird, bleibt abzuwarten. Positiv ist der (allerdings noch nicht flächendeckende) Trend, während der Überfahrt kostenfreies Internet zur Verfügung zu stellen.
Schonend für die Reisekasse ist, dass die zu erwartenden Kosten zwar der allgemeinen Teuerung entsprechen, aber nicht sprunghaft in die Höhe gehen. Einem schönen Tag auf dem Sonnendeck in frischer Seeluft steht also nichts im Wege. Wieder an Land wird der Rest der Strecke erfrischt absolviert. Was bleibt, ist die Erinnerung an das ewige Meeresrauschen – und die Vorfreude auf die Rückfahrt.
Camping auf der Fähre: So funktioniert’s
In den vergangenen Jahren verschwanden mehr und mehr Fähren, die das Camping im eigenen Fahrzeug während der Überfahrt erlauben. Eine Ausnahme bildet die Reederei Starlines, die auf der Route von Brindisi nach Vlora Camping an Bord ermöglicht. Diese Option bietet die Möglichkeit, die Überfahrt bequem im eigenen Wohnmobil zu verbringen.
Fährreisen mit dem Wohnmobil: Was müssen Sie beachten?
- Gasversorgung und Strom: Vor der Überfahrt müssen Sie den Gas-Hauptschalter abdrehen und den Zugang zum Gasbehälter frei machen. Bei manchen Reedereien können Sie Ihr Wohnmobil sogar an das Schiffsstromnetz anschließen.
- Versicherungsschutz: Stellen Sie sicher, dass Ihre Vollkasko-Versicherung das sogenannte Seerisiko abdeckt. Diese ist notwendig, falls das Schiff beschädigt wird oder einen Unfall hat.
Reisen mit Haustieren und Tipps für die Überfahrt
Hunde sind auf vielen Fähren herzlich willkommen! Sie dürfen in speziellen Hundezonen an Deck ausruhen, während auf längeren Überfahrten auch Kabinen für Mensch und Tier zur Verfügung stehen. Denen, die mit Haustieren reisen, empfehlen wir, den europäischen Heimtierausweis mitzuführen und sicherzustellen, dass alle Impfungen aktuell sind. In diesem Artikel lesen Sie alles zu den Vorschriften, die Sie auf der Reise mit dem Hund kennen sollten.
Mit Miet-Wohnmobil auf die Fähre
Ist bei der Buchung das Kennzeichen eines Mietmobils noch nicht bekannt, kann ersatzweise eine fiktive Nummer angegeben werden. Bei manchen Reedereien kann noch bis zum Check-in das richtige Kennzeichen nachgetragen werden, Fjordline erlaubt die Änderung nur bis zu 24 Stunden vor der Abfahrt und berechnet dafür etwa drei Euro. Balearia weist darauf hin, dass für Fährüberfahrten eine Genehmigung des Fahrzeugbesitzers erforderlich ist.
Gesundheitsvorsorge an Bord
Auch auf hoher See ist es wichtig, vorbereitet zu sein. Bordärzte sind zwar selten, jedoch ist die Besatzung in den meisten Fällen medizinisch geschult. Bei akuten Erkrankungen wird im Notfall die Seenotrettung alarmiert, die den Transport in ein Krankenhaus organisiert. Denke daran, deine Medikamente im Handgepäck mitzunehmen – besonders solche gegen Seekrankheit.
Passagierinnen oder Passagiere mit eingeschränkter Mobilität
Die Reedereien begrüßen gerne Personen, die Hilfe oder besondere Einrichtungen beim Check-in oder an Bord benötigen. Allerdings unterscheidet sich das Angebot stark, auch von Schiff zu Schiff. In allen Fällen ist eine persönliche Anmeldung bei der Buchung nötig und unter Umständen auch eine konkrete individuelle Beratung. Im Hafen sollten Personen mit Einschränkungen generell mehr Zeit einplanen (ein, besser zwei Stunden vor der Abfahrt).
Schwanger auf der Fähre
Ein ärztliches Attest für Schwangere? Zum Beispiel fordern dies Grimaldi Lines und CTN ab dem siebten, Tirrenia ab dem sechsten Monat. Trasmediterranea und Naviera Armas ab der 36., Balearia ab der 29., Adria Ferries bereits ab der 24. Woche.
Die meisten Gesellschaften akzeptieren Atteste, die nicht älter als sieben Tage sind. Bei Adria Ferries darf die ärztliche Untersuchung nicht länger als 72 Stunden zurückliegen, bei Moby Lines gar nur 48 Stunden. Entscheidet man sich dafür, auch die Rückreise per Schiff anzutreten, muss eine neue Bescheinigung vorgelegt werden.
Nachtfahrten
Auf Nachtfahrten muss häufig eine Übernachtungsgelegenheit mitgebucht werden. Doch sollte neben dem Preis auch auf den Erholungseffekt geachtet werden. Pullmansitze sind günstig, doch fällt der Preis für eine einfache Kabine oft nur unwesentlich teurer aus. Ein wenig Kreuzfahrtstimmung lässt sich in den höherwertig ausgestatteten Kabinen genießen. Für Familien, Allergikerinnen/Allergiker und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden meist speziell gestaltete Kabinen angeboten.
Veränderungen auf den Routen 2026
2026 ändert sich manches. Wir zeigen die Veränderungen in den Fährrouten im Überblick.
>> Alle Veränderungen auf den Nord-Routen und mehr Infos gibt es hier. <<
>> Alle Veränderungen der Mittelmeer-Routen und mehr Infos gibt es hier <<
