Lamborghini macht aus seinem SUV endgültig eine Kurvenwaffe.
Lamborghini macht aus seinem SUV endgültig eine Kurvenwaffe.
Alexander Bernt hat bei einer ersten Testfahrt herausgefunden, warum die Fahrwerks- und Aerodynamik-Upgrades beim Urus SE Performante wichtiger sind als die Mehr-PS.
Der Performante liefert 812 PS und maximal 1.000 Nm. Gegenüber dem bisherigen Verbrenner-Performante sind das 146 PS und 150 Nm obendrauf.
Entscheidender als die nackten Werte ist aber: Das Drehmoment liegt früher an. Der Urus wirkt nicht nur stärker, sondern spricht auch giftiger, präsenter an.
Zum optischen Schnittmuster gehört dagegen viel Carbon: Haube, Dach, nahezu alle Anbauteile. Ergebnis: 32 Kilogramm weniger als der Urus SE.
Die akustische Komponente bedient eine neue Akrapovic-Anlage mit Schalldämpfer und Endrohren aus Titan, die allein schon zehn Kilogramm einspart.
Neues Fahrwerk, bessere Bremsen, extra gebackene Reifen: Einem Temerario kann der Urus nun leichter folgen - zumindest in Ansätzen.
Helm auf und ab geht es auf die schnellen Runden: Der Urus SE Performante fühlt sich ein paar hundert Kilogramm leichter an, als er tatsächlich ist.
Vier Fahrmodi gibt es: Strada, Sport, Corsa – und neu: Rally.
Letzterer ist der Modus für jene Momente, in denen man sich einbildet, einen sündhaft teuren SUV auf Schotter mit der langen Seite voran in die Kurve werfen zu müssen.
Geht, dem folierten Testträger macht das auch nichts aus, aber der Performante-Käufer, ...
... der das seinem neuen Schätzchen antut, den müssen sie vermutlich erst noch backen.
Beeindruckend sind die einschneidenden Fahrwerks- und Aerodynamik-Kniffe, mit denen der Koloss deutlich agiler wirkt, als die Physik es theoretisch vorschreibt, meint Alexander Bernt.