Heckantrieb auf Knopfdruck
Der neue Dodge Charger zeigt sich in Deutschland als Muscle-Car ohne V8 – und muss trotzdem Fans bei Laune halten. Sein Trick: Allradantrieb für Traktion, aber auf Wunsch wieder Hecktrieb für die Show.
Beim Dodge Charger Scat Pack verbindet Dodge erstmals die hohe Leistung des neuen Sechszylinders serienmäßig mit Allradantrieb. Allradantrieb heißt hier: Beide Achsen werden angetrieben, damit die Kraft besser auf die Straße kommt.
Das passt zum Charakter des Autos als 5,25 Meter langes "Schiff". Bei so viel Masse zählt vor allem, wie sauber die Power in Vortrieb umgesetzt wird, statt nur Krach zu machen.
Dodge setzt dabei auf eine flexible Basis, die STLA-Large-Plattform. Plattform meint die technische Grundstruktur, auf der Antrieb und Karosserievarianten aufbauen.
Hecktrieb per Knopfdruck
Trotz Allrad will Dodge das klassische Muscle-Car-Gefühl nicht komplett abräumen. Per Knopfdruck kappt der Antrieb die Bindung zur Vorderachse und macht den Charger zum Hecktriebler.
Hecktrieb heißt: Nur die Hinterräder treiben an, wie bei vielen traditionellen US-Performance-Cars. Im Charger sitzen dafür hinten sehr breite 305er-Reifen, die dann die gesamte Kraft übernehmen.
So kann das Auto je nach Laune zwei Rollen spielen. Im einen Moment maximale Traktion, im nächsten Moment kontrolliertes Querfahren und Burnouts – wenn der Fahrer es gezielt aktiviert.
Line-Lock für den Burnout
Für den Show-Teil hat der Charger zusätzlich eine Line-Lock-Funktion. Line-Lock bedeutet: Die Vorderachse wird festgebremst, während die Hinterräder frei durchdrehen können.
Damit lassen sich Burnouts gezielt "exerzieren", ohne dass das Auto nach vorn kriecht. Das ist weniger Rennstrecke als Showbiz, aber genau diese Bühne gehört zum Markenbild.
Auch akustisch wird das Paket auf Krawall getrimmt, obwohl ein V8 fehlt. Eine klappengesteuerte Abgasanlage lässt den Sechszylinder im Sportmodus deutlich aggressiver röhren als im Normalprogramm.
