Abwärtstrend aus dem Vorjahr nicht zu halten
Endete das Vorjahr noch mit einer positiven Bilanz, so sieht die Prognose für 2025 eine Trendumkehr. Die Zahl der erfassten Unfälle bleibt 2025 wohl auf Vorjahresniveau. Die Zahl der Verletzten sowie die der Getöteten steigen allerdings wieder.
Basierend auf den Daten aus dem Zeitraum Januar bis September 2025 hat das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden eine Prognose für das Jahresergebnis abgegeben. Nach Destatis-Schätzungen werden 2025 in Deutschland rund 2.810 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen. Im Jahr 2024 waren es 2.770 Getötete. Ihren bisherigen Tiefststand hatte die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2021 mit 2.562 getöteten Personen erreicht.
Die Zahl der Menschen, die im Straßenverkehr verletzt wurden, wird 2025 voraussichtlich auf rund 370.000 Menschen steigen (2024: 364.993 Verletzte). Die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle wird voraussichtlich bei rund 2,5 Millionen liegen und damit im Vergleich zum Vorjahr stagnieren (2024: 2,51 Millionen Unfälle). Dies gilt sowohl für die Zahl der Sachschadensunfälle mit rund 2,2 Millionen als auch für Unfälle mit Personenschaden mit rund 290.000 Unfällen.
Unfallzahlen steigen im November
Die letzten konkreten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Unfallgeschehen datieren aus dem November 2025. Im Berichtsmonat sind in Deutschland 211 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Das waren 16 Getötete mehr als im November 2024.
Insgesamt registrierte die Polizei im November 2025 rund 224.600 Straßenverkehrsunfälle, das waren zwei Prozent oder 4.700 mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der dabei Verletzten beziffert das Statistische Bundesamt auf 28.400 Personen, ein Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Bilanz: Zahl der Getöteten leicht gestiegen
Im Zeitraum Januar bis November 2025 erfasste die Polizei 2,29 Millionen Straßenverkehrsunfälle und damit 1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (-17.700). Darunter waren 271.400 Unfälle mit Personenschaden, bei denen 2.582 Menschen getötet wurden. Damit ist die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 gestiegen, während die Zahl der Unfälle mit Personenschaden in etwa gleichgeblieben ist. Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr sank im selben Zeitraum um 1 Prozent oder 2.500 auf 338.000 Personen.
Auf die Bevölkerungszahl bezogen starben im Straßenverkehr in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 in Deutschland durchschnittlich 31 Menschen je eine Million Einwohner. Gemessen an der Einwohnerzahl gab es in diesem Zeitraum die meisten Todesopfer im Straßenverkehr in Mecklenburg-Vorpommern mit 55 Getöteten je einer Million Einwohner. Bereits deutlich dahinter liegen Brandenburg und Niedersachsen mit 44 Getöteten je einer Million Einwohner. Am anderen Ende der Statistik rangiert nach den ersten elf Monaten Bremen mit sechs Getöteten je einer Million Einwohnern.
