Kraftstoffverlust durch fehlerhaftes Bauteil
Bei Stellantis müssen mehrere große Transportmodelle wegen möglichen Kraftstoffverlusts zurück in die Werkstatt. Das Problem sind die Kraftstoffrücklaufleitungen.
Bei manchen Fahrzeugen kann es sein, dass diese Leitungen nicht den vorgesehenen Spezifikationen entsprechen. "Bei einigen Kraftstoffrücklaufleitungen fehlt die Vulkanisierung, wodurch die Leitung weniger elastisch ist und eine geringere thermische Stabilität aufweist", erklärt eine Sprecherin von Stellantis auf Anfrage von auto motor und sport. Es kann zum Austritt von Treibstoff kommen. Tropft dieser auf heiße Bauteile im Motorraum, kann im schlimmsten Fall ein Brand entstehen.
Dies betrifft die Transportermodelle Citroën Jumper, Fiat Ducato, Opel Movano und Peugeot Boxer, sowie Wohnmobile, die auf diesen Modellen basieren. Die Fahrzeuge wurden im Zeitraum zwischen dem 6. November 2024 und dem 23. Juli 2025 in den italienischen Stellantis-Werken produziert. Insgesamt sollen weltweit rund 24.200 Fahrzeuge von der Maßnahme betroffen sein. Auf dem deutschen Markt sind insgesamt 5.711 Modelle betroffen. Die Rückrufaktionen laufen unter den internen Codes GN3 und MZA (Citroën/Peugeot) sowie KTY und F52Y für Opel und Fiat.
Diese Modelle sind betroffen:
- Citroen Jumper des Produktionszeitraums vom 07. Januar 2025 bis 22. Juli 2025 (796 Modelle).
- Fiat Professional Ducato des Produktionszeitraums vom 19. März 2025 bis 04. Juli 2025 (4.081 Modelle).
- Opel Movano des Produktionszeitraums vom 06. November 2024 bis 23. Juli 2025 (557 Modelle).
- Peugeot Boxer des Produktionszeitraums vom 04. Februar 2025 bis 21. Juli 2025 (277 Modelle).
Fehlerhafte Leitungen werden ersetzt
In den Werkstätten prüfen Mechatroniker die Kraftstoffrücklaufleitung der betroffenen Fahrzeuge. Falls nötig, wird die Leitung ersetzt. Laut Hersteller dauert die Kontrolle beziehungsweise der Austausch zwischen etwa 12 und 90 Minuten.
Halter betroffener Fahrzeuge werden in der Regel von den Herstellern oder Vertragspartnern informiert. Sie sollten anschließend einen Termin bei einem autorisierten Markenbetrieb vereinbaren. Sie können aber auch beim Autohaus Ihres Vertrauens unter Angabe des internen Codes nachfragen.
