Die wilden Kleinen von VW, Ford und Mini treten im Kräfteduell gegeneinander an. Ob sie noch dem Klischee der Knallbüchsen entsprechen, müssen sie im Vergleichstest zeigen. Deshalb: Leinen los!
Die wilden Kleinen von VW, Ford und Mini treten im Kräfteduell gegeneinander an. Ob sie noch dem Klischee der Knallbüchsen entsprechen, müssen sie im Vergleichstest zeigen. Deshalb: Leinen los!
Mit dem neuen Modell hat der Mini ordentlich an Größe zugelegt. Kann er seinen Go-Kart-Status innerhalb der Konkurrenz wahren?
Cooper S und Polo GTI stehen jeweils 192 PS zur Verfügung, der Fiesta kommt auf 182 Pferdchen.
Kleine Begriffskorrektur: Für Kleinwagen sind eigentlich alle drei zu groß, ihre konzerninterne Positionierung qualifiziert sie aber trotzdem.
Mit einem Grundpreis von 20.390 Euro ist der Fiesta der günstigste der drei. Für den Polo zahlt man mindestens 22.275 Euro, bei Mini für den Cooper S sogar 24.000 Euro..
Dank einem Mehr an Leistung sind Mini und VW nach dem ersten Sprint aus dem Stand in Führung, der Fiesta hängt ein wenig zurück.
VW Polo GTI: Trotz kleinerem Motor als der Mini, verfügt der Polo über 20 Nm mehr Drehmoment.
Eine ABS-Merkwürdigkeit beim Wolfsburger: Verzögert man beim Anbremsen, schiebt der GTI einfach geradeaus über die Vorderrädern hinaus.
Wie eh und je untersteuert der Polo gut kontrollierbar, am Kurvenausgang allerdings regelt das ESP dann ernorm feinfühlig und akkurat.
Und schließlich das mathematisch ermittelte unattraktivste Auto: Der Vorgänger des aktuellen Ford Fiesta ST mit 34,31 Prozent Goldener-Schnitt-Trefferquote.
Hervorragende Lastwechselreaktionen zeichnen den Ford Fiesta ST aus. In den entscheidenden Momenten fehlt dem Vierzylinder aber dann das nötige Quäntchen Leistung.
Der Fiesta verfügt über ein mitlenkendes Heck. Damit eigentlich als Kurvenräuber ausgelegt, bringt die Hilfe an der Hinterachse aber eher Unruhe.
Mini Cooper S: Über die bekannte Straffheit im fahrwerk verfügt auch dieses Modell, ...
... mit adaptiven Stoßdämpfern und bei Nichtbetätigung des Sport-Modus-Buttons kann man mit dem Cooper S aber auch entspannt in den Urlaub fahren.
Mit 124 Euro pro PS bietet der Cooper S das schlechteste Preis-Leistungs-verhältnis. Beim Polo zahlt man 116 Euro pro PS, bei Ford sind es sogar nur 111 Euro.
Alle mit Turbo: Aufgeladen sind die Vierzylinder alle drei. Dass aber Drehmoment durch nichts zu ersetzen sei, ist hier auch nur die halbe Wahrheit.
Der Polo (Mitte) mit 1,8 Liter Hubraum und benötigt 6,7 Sekunden von 0-100 km/h.
Der Fiesta mit muss sich 1,6 begnügen. Entsprechend reicht er am wenigsten Drehmoment an die Vorderräder weiter. Der Sprint von 0-100 km/h gelingt in 6.9 Sekunden.
Der Mini kommt mit zwei Litern unter der Haube und beschleunigt sich in 6,8 Sekunden auf Tempo 100.
Der neue Polo GTI steht auf 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und perfektioniert so den GTI-Look.
Der rassige GTI-Charakter wurde beim Neuen wieder besser in Szene gesetzt, nachdem der Fahrspaß und die Aggressivität beim Vorgänger etwas auf der Strecke geblieben sind.
Doppelte Abgasanlage mit kernigem GTI-Sound.
Den wilden Mann markiert der Ford Fiesta ST mit Felgen im Streitraddesign.
Auf der Landstraße zeigt sich der Fiesta als agiler Kurvenräuber, sobald sich die Testbedingungen auf der Rennstrecke aber verschärfen, bleibt dem ST nichts anderes übrig, als der Konkurrenz den Vortritt zu lassen.
Der Vierzylinder des Fiesta ST röhrt kehlig aus den Beiden Endrohren, und wenigstens in der Soundwertung hat der Ford deutlich die Nase vorne.
Beim Bremsen aus hohen Geschwindigkeiten wird der Mini unruhig, treibt den Fahrer häufig in einen Zick-Zack-Kurs und lässt den Puls in die Höhe schnellen.
Die Prämisse, das beste Go-Kart-Feeling liefern zu wollen, leidet so etwas unter der Unberechenbarkeit des Probanden.
Trotzdem nimmt der Cooper S dem VW Polo GTI aus 200 Metern sieben Meter Bremsweg ab.
Klar strukturiertes und übersichtliches VW-Cockpit im Polo GTI.
Dank karierter Sitzbezüge und roter Ziernähte rund ums Armaturenbrett ist der Polo GTI sofort als solcher zu erkennen.
Den Vorgänger gab es, zum Leidwesen der Fans nur mit Automatikgetriebe, beim aktuellen GTI darf wieder manuell Hand angelegt werden.
Für einen Kleinwagen bietet der Polo GTI auch im Fond ausreichend Platz im Kopf- und Kniebereich.
Wird die hintere Sitzbank umgelegt, wächst das Kofferraumvolumen des Wolfsburgers von 204 auf 882 Liter.
Ford-typisches, kleines Navigations-Display im Fiesta ST.
Die etwas derb anmutenden Sportsitze, stützen trotzdem sehr ordentlich.
Vier Zylinder im Ford Fiesta ST sorgen für ein maximales Drehmoment von 240 Nm.
Im Vergleich zum Polo GTI lässt die Kniefreiheit im Fiesta etwas zu wünschen übrig.
Das ladevolumen des Kofferraums beträgt im Fiesta ST 281 Liter, bei umgeklappter Rückbank wächst es sogar auf 979 Liter.
Großer, zentral im Fahrzeug ausgerichteter Bildschirm, sowie viele Kippschalter und ein Head-Up-Display aus Plexiglas im Mini Copper S.
Scheinbar weniger Traktion und deutlich mehr Untersteuern. Pustekuchen. Der Mini schlägt sowohl den polo als auch den Ford auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings.
"Green" entspannt das fahrgefühl und bezeichnet den Reisemodus des Mini, ...
... auf "Sport" hingegen kehrt das Go-Kart-Gefühl wieder zurück.
Im Fond bietet der Mini Cooper S deutlich mehr Platz für Mitfahrer.
Das normale Kofferraumvolumen im Mini cooper S beträgt 211 Liter. Bei umgeklappter Rückbank wächst es auf 731 Liter, der niedrigste Wert im vergleich.
Ein denkbar knappes Ergebnis: Der Mini Cooper S schlägt knapp die Konkurrenz von Ford un VW und untermauert so seinen Testsieg.