sport auto lädt drei sportliche Kompakte zum Vergleichstest: VW Golf R, BMW M135i xDrive und Audi S3 Sportback.
sport auto lädt drei sportliche Kompakte zum Vergleichstest: VW Golf R, BMW M135i xDrive und Audi S3 Sportback.
Auch wenn dieses Bild etwas anderes suggeriert: Bei der Beschleunigungsmessung hat der VW Golf R das Nachsehen.
Nie zuvor fetzte ein Golf derart aufgekratzt um die Ecke, ohne gleich seine Seele zu verkaufen.
Der VW Golf R wird befeuert vom Zweiliter-Motor aus dem GTI, nun angereichert um einen neuen Zylinderkopf (samt Auslassventilen, Ventilsitzringen und Ventilfedern), neue Kolben, Hochdruck-Einspritzventile sowie einen größeren Abgasturbolader.
Vom stoischen Gleichmut der übrigen Gölfe entfernt sich der neue R ein gutes Stück – danke dafür!
Wenn es darum geht, den Fahrer emotional am Kragen zu packen, dann bleibt der BMW M135i ganz weit vorne.
Für viel Vorwärtsdrang sorgt der Reihensechszylinder-Turbo.
Im 18-Meter-Slalom macht der BMW eine gute Figur. Er durchwedelt die Pylonen mit 69,8 km/h.
Mit der tollen ESP-Abstimmung hat Audi einen guten Job gemacht – aber irgendwie auch das Thema verfehlt.
Reihenvierzylinder-Turbopower gibt es wie beim Golf auch für den S3 Sportback.
1,8 km/h fehlen dem S3 im Slalom auf den BMW, 1,7 km/h auf den VW Golf R.
Optional steht der VW Golf R auf 19-Zoll-Rädern.
Im Heck des VW Golf R sitzen gleich vier Endrohre, ...
... die nicht gerade als schmächtig bezeichnet werden können.
Für den Vergleichstest rückt der BMW M135i xDrive auf 18-Zoll-Reifen aus.
Selbiges gilt für seinen Ingolstädter Konkurrenten.
Der Sound des S3 klingt etwas authentischer, weil brummiger, eben vierzylindriger als der des Golf R.
Klare Sache: Der 300-PS-Vierzylinder von VW/Audi zählt zum Besten seiner Klasse, der BMW-Motor zum Besten überhaupt.
Mit maximal 380 Nm beackert der 300-PS-Golf die Kurbelwelle.
Es wird nie einen Vierzylinder geben, der den BMW-Motor (320 PS, 450 Nm max. Drehmoment) aussticht.
Im Audi S3 Sportback arbeitet der identische Motor wie im VW Golf R.
Ein bisschen Sport: Irgendwer im VW-Konzern findet abgeflachte Lenkräder total super.
Wir nicht – mögen aber die Ergonomie des VW Golf R.
Die Höchstgeschwindigkeit des R liegt bei 250 km/h.
Ein bisschen gespart: Großartiges iDrive-System, beste Kartendarstellung, optimale Sitzposition, aber teils mäßige Materialqualität.
Der Pilot im BMW M135i kann maximal 250 km/h schnell sein.
Die Kraftübertragung erfolgt im BMW über eine Achtgang-Wandlerautomatik.
Macht, was es soll: Mittlerweile bietet das optionale Adaptiv-Fahrwerk des BMW eine ordentliche Spreizung zwischen Sport und Komfort.
Ein bisschen zu viel: Einfache Bedienbarkeit, tolle Materialien – aber warum muss der Monitor im Audi S3 versenkbar sein?
Wie im Golf sitzt man im Audi S3 Sportback etwas zu hoch - im Gegensatz zum BMW.
Mehr als 250 km/h sind auch für den S3 nicht drin.
Macht, was es will: Selbst bei manueller Gangwahl nimmt das Doppelkupplungsgetriebe Kick-down an.
Macht es kompliziert: Den Mode-Schalter drücken alleine reicht nicht, danach muss der Modus noch am Monitor ausgewählt werden.
Die straffe Abstimmung des S3 passt schon in diese Fahrzeugklasse.
Auf der Kleinen Runde in Hockenheim reicht es für den VW Golf R zu einer Zeit von 1.15,9 Minuten.
Der M135i xDrive ist drei Zehntel schneller.
Der S3 braucht 1.16,7 Minuten.
Neues Verhältnis: Der neue VW Golf R muss sich vor dem M135i nicht verstecken, der Audi dagegen gleich vor beiden.