Bei VW werben vier Varianten um die Gunst des Sportfahrers: VW Golf GTI und GTD sowie VW Scirocco 2.0 TSI und TDI.
Bei VW werben vier Varianten um die Gunst des Sportfahrers: VW Golf GTI und GTD sowie VW Scirocco 2.0 TSI und TDI.
Wer erfüllt die fahrdynamischen Ansprüche am besten? Großer Doppelvergleichstest.
Bei den Verbrauchskosten punkten natürlich die Diesel: VW Golf GTD zu VW Golf GTI bedeutet im Schnitt 8,0 zu 10,1 Liter auf 100 Kilometer, ...
... VW Scirocco 2.0 TDI zu TSI 8,4 zu 10,2 l/100 km, nicht zu vergessen der günstigere Literpreis für Diesel.
Doch ansonsten müssen die Diesel passen: In Le Mans gewinnen sie zwar, doch in Hockenheim haben zumindest diese beiden VW-Diesel gar nichts zu melden.
VW Golf GTD gegen VW Golf GTI: Hier treffen 184 auf 220 PS.
Während der GTD 380 Nm auf die Antriebswellen stemmt, bringt es der Benziner auf 350 Nm.
Der Turbolader des GTI fördert bereits bei niedrigen Motordrehzahlen so viel Luft in die Brennräume, dass er das maximale Drehmoment schon bei 1.500 ans Getriebe schickt – ...
... und damit 250/min früher als der Diesel.
Den Sprint auf 100 km/h meistert der VW Golf GTI im Test in 6,7 Sekunden.
Die 200er Marke fällt nach 25,2 Sekunden.
Längst ist das niedertourige Fahren eben kein Diesel-Alleinstellungsmerkmal mehr; in riesigen Schritten haben die aufgeladenen Benziner aufgeholt und teilweise überholt. Der VW Golf GTI lässt sich mindestens so schaltfaul bewegen wie der Golf GTD und schiebt dabei sogar noch feister an.
Schluss mit lustig ist erst bei 246 km/h.
Der VW Golf GTD hat in allen Beschleunigungsduellen das Nachsehen. 0-100 km/h: 7,5 Sekunden - und damit 0,8 Sekunden langsamer als der GTI.
12,2 Sekunden beträgt der Abstand bis zur 200-km/h-Marke.
Auch im Topspeed fällt der GTD deutlich ab. Bei 228 km/h triumphiert der Luftwiderstand über die Vortriebskraft.
Sportfahrer wollen höher als 2.500/min drehen, und da liefert der VW Golf GTD im Test Grund zru Kritik: Er hängt matt am Gas. Schnell scheint ihm die Luft auszugehen, und er dreht, ohne den Eindruck von Leistung zu vermitteln.
Auch im Scirocco-Duell gibt es einen klaren Dominator: den 2.0 TSI.
Auch hier stehen sich 220 zu 184 Pferdchen gegenüber.
Sowohl der VW Scirocco 2.0 TSI ...
... als auch der 2.0 TDI geben ihren Kraftfluss an ein Sechsgang-DSG ab.
Zwischen TSI und TDI liegen beim Scirocco Welten.
Der Benziner pumpt sich in 6,4 Sekunden auf 100 km/h.
0-200 km/h: 27,3 Sekunden.
Damit zeigt der Scirocco, der auf 19 Zöllern steht ...
... dem Selbstzünder nur die Endrohre.
Bei 244 Sachen geht dem 2.0 TSI die Puste aus.
Denn TDI erwischt es bereits bei 228 km/h.
Im Standardsprint lässt er sich um 1,3 Sekunden abhängen.
Auf 200 km/h ...
... gar um 17,5! Sekunden.
Damit kann er nur im Stand der Konkurrenz die Rohre zeigen.
Innenraum des VW Scirocco 2.0 TDI.
Der hat's erfunden - Geniale Idee: Lasst uns doch einen starken Vierzylinder in den Golf hängen. Heute leistet er im GTI 220 PS.
Der auch, aber anders - Die Idee ist nicht weniger genial: Lasst uns doch einen starken Diesel in die GTI-Karosserie hängen.
Golf im neuen Kleid: Mit tieferem Schwerpunkt und agilerer Fahrwerksabstimmung wird aus dem Golf ein Sportcoupé.
Coupé mit Diesel - Gleiche Idee wie beim Golf: Wir haben ein Coupé, wir haben einen starken Diesel – passt zusammen.