Einzelstück mit tragischer Geschichte: Der Stromlinienwagen war von Friedrich Eugen Maier als Volks-Wagen entwickelt worden.
Einzelstück mit tragischer Geschichte: Der Stromlinienwagen war von Friedrich Eugen Maier als Volks-Wagen entwickelt worden.
Die Geschichte dieses technisch anspruchsvollen Wagens musste aufwändig recherchiert werden - und wird immer noch, denn noch ist nicht alles bekannt.
Der Konstrukteur Friedrich Eugen Maier kämpfte vergeblich um die Anerkennung seiner Patente.
Für die Idee eines Volksautos baute Maier dieses Auto mit selbsttragender Stahlkarosse.
Am 13. Juli erhielt er eine Patentschrift für seine Erfindung "Selbsttragender geschlossener Wagenkasten für Kraftfahrzeuge", ausgestellt vom Reichspatentamt.
Um die Rekonstruktion der Historie kümmert sich Jörg Jansen, Besitzer des Prototyps: "Viele nutzten die Patente von Friedrich Eugen Maier, ohne dafür zu zahlen."
Als Jansen den Wagen als angefangene Restaurierung kaufte, war im Heck ein VW Käfer-Motor montiert.
Doch ursprünglich stammte der Antrieb von DKW.
Vorne gibt es einen kleinen Kofferraum, recht weit oben ist der Tank montiert.
Aus aerodynamischen Gründen sitzt die Frontleuchte hinter einer Scheibe.
Friedrich Eugen Maier in seiner Werkstatt in Berlin in den 50er-Jahren.
Lamellen erlauben den Blick durch die Heckklappe.
Auch für diese Lamellen erhielt Maier ein Patent. Am 23. September 1939 wurde es für "Rückblicköffnungen an Kraftfahrzeugen" ausgegeben.
Die Türen sind vorne angeschlagen, die Windschutzscheibe zweiteilig und durch einen breiten Steg geteilt.
Typenplakette des Leichtbau Maier. Der ürsprünglich montierte DKW-Motor hatte 692 Kubik und eine Leistung von 20 PS.
Das sparsam eingerichtete Cockpit erinnert an eine Flugzeugkanzel.
Minimalausstattung: drei zentral positionierte Instrumente.
Vier unterschiedliche Schalter reichen dem Volks-Wagen von Leichtbau Maier.
Kurvenlicht: Die Leuchte war einst mit dem Lenkgestänge gekoppelt.
Die Türen sind hinten stark angeschnitten, der Türöffner sitzt weit vorn.
In dem Film "Tadellöser & Wolff" hatte der Wagen einen Auftritt - der Stromlinienwagen-Spezialist Hanspeter Bröhl kann sich daran erinnern - der erste Hinweis auf die Geschichte des Maier.
Im November 1935 meldete Maier ein Federbein zum Patent an, das er später weiterentwickelte.
Der Radhaus-Ausschnitt hinten ist recht knapp, vorne dagegen deutlich großzügiger.
Ende der 70er landete der Prototyp bei einer Firma, die Filmrequisiten verlieh.
Der im Krieg beschädigte Prototyp im Film "Tadellöser & Wolff", 1975.
Noch weist die Geschichte des Wagens zahlreiche Lücken auf - vielleicht kann ein Leser helfen? Kontakt über die Redaktion.
Patent auf eine Rückblicköffnung bei einem stromlinienförmigen Heck.
Patentzeichnung mit Aufbau des von Maier 1933 bis 1935 gebauten Autos.
Schon 1935 reichte Maier den in allen Richtungen verstellbaren Fahrersitz beim Patentamt ein.