Spritknausern konnte der Toyota Prius schon immer. Generation vier des Hybrids bringt erstmals Fahrspaß ins Spiel, will nicht mehr nur ein verhärmtes Sparmobil sein.
Spritknausern konnte der Toyota Prius schon immer. Generation vier des Hybrids bringt erstmals Fahrspaß ins Spiel, will nicht mehr nur ein verhärmtes Sparmobil sein.
Der neue Prius tritt auch deutlich extrovertierter auf. Die Silhouette ahmt die aerodynamisch günstige Tropfenform nach, was Kopffreiheit im Fond kostet.
Im Zentrum von Stuttgart beginnt die Testfahrt – nahezu unhörbar: Der Toyota parkt rein elektrisch aus. Das geräuschlose Fahren gehört schließlich zum guten Ton unter den Hybridlern.
Die E-Maschine hilft im Prius beim Losfahren mit Newtonmetern aus. Springt die Ampel auf Grün, stemmt sich der Toyota verzögerungsfrei aus dem Startblock. Je nach Stellung des Gaspedals schaltet sich nach wenigen Metern der Vierzylinder zu.
Alle Instrumente sind mittig ausgerichtet. Optional gibt es ein Head-up-Display. Kunststoffqualität und digitale Möglichkeiten wurden mit dem Modellwechsell deutlich verbessert.
Das obere der beiden Displays informiert über Lade- und Fahrzustände des Hybriden.
Der Prius kommt mit dem Topgerät aus Toyotas Touch&Go-Reihe, das zahlreiche sinnvolle Online-Funktionen beherrscht...
... und Handys kabellos laden kann.
Im anwählbaren EV-Modus versucht der Prius, so lange wie möglich rein elektrisch zu fahren.
Der Fahrersitz ist tiefer im Chassis integriert als bei den Vorgängern. Auch dies soll den gesteigerten Fahrspaß-Anspruch des Hybriden verdeutlichen.
Viel Bein-, aber eingeschränkte Kopffreiheit im Fond – trotz Aussparung im Dachhimmel.
Bis zu 1.633 Liter Volumen bietet der Kofferraum beim Vorklappen der Rücksitzlehne. Dann entsteht eine Stufe.
5,1 l/100 km 5,1 Liter Benzin verbraucht der Prius im Testmittel auf 100 Kilometer. Auf der Eco-Runde genügen ihm sogar 4,4 l/100 km.
Eine Ikone der Andersartigkeit auf dem Weg in die Normalität – nicht bei der Hülle, wohl aber beim Inhalt.
Zur Not bremst der Prius eigenständig für Fußgänger ab, falls der Fahrer abgelenkt sein sollte.
Mit 38,1m kommt der neue Prius fast zwei Meter früher bei einer Vollbremsung aus Tempo 100 zum Stehen. Grund hierfür sind unter anderem Reifen mit mehr Grip.
Bei niedrigen Drehzahlen nuschelt der 1,8-Liter-Vierzylinder unter der Fronthaube angenehm leise vor sich hin.
Der Testwagen ist kein Plug-in-Hybrid, kann also nicht mit Strom, sondern nur mit Benzin getankt werden.
Was das Spritsparen angeht, bleibt sich der Prius treu. Neu ist hingegen der extrovertierte Auftritt und der gesteigerte Fahrspaß im Hybrid-Pionier.