SUV hin oder her – in der Mittelklasse greifen die meisten Käufer nach wie vor zum Kombi. Kein Wunder, fällt dort selbst für ambitionierte Fahrer das Angebot so üppig wie vielfältig aus.
SUV hin oder her – in der Mittelklasse greifen die meisten Käufer nach wie vor zum Kombi. Kein Wunder, fällt dort selbst für ambitionierte Fahrer das Angebot so üppig wie vielfältig aus.
Also Boxenampel auf Grün für die bis zu 350 PS starken und allradgetriebenen Vertreter von Audi, BMW, Opel und Volvo.
Das goldene Sportabzeichen am Band: Während Volvo sich selbst derzeit nicht an unvernünftige Modelle traut und daher den Werks-Tuner vorschiebt,
... sind die Konkurrenten fester Bestandteil der Modellpalette – aber eben auch nicht immer so dynamisch, wie sich das der Kunde vielleicht wünscht.
Der S4 tritt mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an.
5,1 Sekunden, keiner stürmt schneller von null auf 100 km/h.
Der Audi S4 kommt mit Allradantrieb.
Der BMW 335i mit seinem Reihensechszylinder mit Turboaufladung das Feld.
Der BMW bringt vollgetankt moderate 1.766 Kilogramm auf die Waage.
Der BMW 3er geht in unserem Test mit Achtgang-Automatik an den Start.
Der 2,8-Liter-V6 mit Abgasturbolader und Ladeluftkühler bringt es auf eine Leistung von 325 PS.
Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h.
Der quer eingebaute Reihensechszylinder im Polestar erschüttert die Antriebswellen mit dem ...
... dicksten Drehmoment (500 Newtonmeter) und der höchsten Leistung (350 PS) im Vergleich.
Der Kombi kommt auf 4,6 Meter Länge.
Audi: Der raue Klang des S4 macht an.
BMW: Hinsichtlich Ansprechverhalten, Drehfreude und des emotionalen Klangs dürfte der aufgeladene Dreiliter derzeit kaum zu überbieten sein.
Opel: Das 2,8-Liter-Turbotriebwerk wirkt eher wie ein Saugmotor.
Volvo: Der V60 kommt mit Twin-Scroll-Lader und größerem Ladeluftkühler gedoptem Dreiliter-Motor.
Die 18-Zoll-Räder bauen nur mäßigen Grip auf.
Die Vierrohr-Optik wirkt etwas übertrieben.
18-Zoll-Reifen von Bridgestone Potenza S001 beim BMW 335i.
Der 306 PS starke BMW 335i begnügt sich mit 12,5 Liter. Bei Minimalerverbrauch sogar nur noch mit 10,5 Liter.
Hinter den 20-Zoll-Rädern steckt eine effektive Bremse.
Der Sprint von Null auf Tempo 100 gelingt dem Power-Kombi in 6,8 Sekunden.
Grip? 20-Zoll-Räder!
Die dezente Auspuffanlage entwickelt einen herrlich undezenten Klang.
Audi: In ist, wer drin ist: Schicke Materialien, penible Verarbeitung.
Als Einziger im Vergleichstest tritt der S4 mit einem Doppelkupplungsgetriebe an. Tatsächlich kommt an die Gangwechselgeschwindigkeit keiner heran. Nur: Warum hält es selbst im Sport-Modus die Gänge nicht?
Gut konturierte Sportsitze – Audi weiß, wie man Autos einrichtet.
BMW: Der Testwagen tritt in der Edelholz- und Lederopulenz der Luxury-Line an.
Das Cockpit setzt Maßstäbe bei Ergonomie und Bedienung.
Am hervorragenden Sitzkomfort ändert das nichts, ebenso wenig am sehr guten Federungskomfort – doch den will eigentlich niemand.
Opel: Es ist nicht unbedingt so, dass die Modellpflege die Benutzerfreundlichkeit des Cockpits verbessert hätte.
Dafür bereitet das manuelle Sechsganggetriebe im großen Kombi viel Spaß, das gut abgestimmte Fahrwerk ebenso.
Hessische Heimeligkeit: Mit den Recaro-Schalen ist der Insignia bestens möbliert, selbst die Sitzposition stimmt. Aussteigen? Nur sehr ungern.
Volvo: Im Interieur bleiben die Veränderungen überschaubar, was vor allem Nutzer des Infotainments enttäuscht, dessen Bedienung einem elektronischen Labyrinth gleicht.
Deutlich besser: das Automatikgetriebe.
Schweden-Schick: Trotz der etwas fluffigen Polsterung bieten die Sitze einen guten Komfort und ordentlichen Seitenhalt.
Das teuerste Modell in unserem Test ist der Volvo V60 Polestar mit 60.200 Euro.
Der BMW liegt mit 50.950 Euro Grundpreis an dritter Stelle.
Der Grundpreis des S4 Avant beträgt 57.650 Euro.
Der Opel bietet die günstigste Variante mit einer Basis-Ausstattung von 49.950 Euro.
Fazit: Da rollt mal eben ein Volvo-Kombi aus Schweden herunter und watscht praktisch im Vorbeifahren die etablierte Konkurrenz ab – ja, wir mögen solche Überraschungsmomente.