Zwei kompakte Sportler im Duell: Der Mercedes A 200 AMG Sport trifft auf den Seat Leon 1.4 TSI FR.
Zwei kompakte Sportler im Duell: Der Mercedes A 200 AMG Sport trifft auf den Seat Leon 1.4 TSI FR.
Der Mercedes A 200 AMG Sport startet bei einem sportlichen Grundpreis von 29.821 Euro.
Sein spanischer Kollege, der Seat Leon 1.4 TSI FR, ist dagegen schon ab 22.590 Euro zu haben.
156 PS holt der Mercedes aus seinem AMG-Triebwerk, 140 PS sind es beim Seat. Beide stemmen 250 Nm Drehmoment auf die Antriebsachse.
Das Fahrwerk des Seat Leon ist weich, aber dennoch genügend straff gedämpft und hat eine gute Traktion. In Kurven zeigt der Spanier allerdings mehr Seitenneigung und eine indirekter arbeitende Lenkung als der A 200.
Beim 18 m Slalom schafft der Seat Leon unbeladen 133,8 km/h und ist damit 1,8 km/h schneller als der Mercedes.
Viele kleine Vorteile summieren sich beim Leon: ...
... klar gezeichnete Instrumente, ...
... genügend Fond-Raum auch für Größere ...
... funktionelle Sportsitze und ...
... 39 Liter mehr Gepäckraum als im Mercedes.
Die Hauptinstrumente sind einfach und funktional gehalten.
Beim Kofferraumvolumen unterscheiden sich die beiden Kompakten: 341 Liter gehen in den Mercedes, 380 Liter in den Seat. Bei umgeklappter Rückbank ist die Verteilung 1.157 zu 1.256 Litern.
Eindeutig punkten kann der Mercedes A 200 AMG Sport mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 224 km/h. Auch seine Agilität bei flotter Fahrt ist nicht von der Hand zu weisen.
Mit 132 km/h (leer) und 131,6 km/h (beladen) wedelt der Mercedes A 200 AMG Sport minimal langsamer durch die Slalomgasse als der Seat Leon 1.4 TSI FR.
Die gut verarbeitete A-Klasse zeigt Licht und Schatten: ...
... In der Dämmerung nur mäßig ablesbare Instrumente, ...
... enger Fond-Raum, ...
... gute Sportsitze, ...
... nicht eben üppiger Kofferraum.
Auch im Mercedes sind die Instrumente übersichtlich und einen Tick moderner als im Seat angeordnet. Die Karbon-Einlagen sollen Sportlichkeit suggerieren.
Die elektrische Parkbremse ist beim A 200 links unter dem Lichtschalter zu finden, während der Seat eine klassische Handbremse hat.
Das Radio- und Navigationsmodul des A 200 kostet stolze 1.273 Euro Aufpreis.
"So flink bog noch kein Mercedes ab: Dass hoher Nutzwert bei Käufern hochwertiger Kompaktwagen nicht im Fokus steht, zeigt doch der Erfolg des BMW 1er. Jetzt bietet Mercedes eine echte Alternative - mit Vorderradantrieb, okay, aber begeisternder Agilität. Das gilt übrigens bereits für die Varianten ohne Sportfahrwerk." Jens Dralle
"Die Dynamik geht auf Kosten des Komforts: Zugegeben, die A-Klasse ist nun deutlich sportlicher. Doch ihre Insassen erkaufen sich die Agilität mit einem hautnah geschnittenen Blechkleid, schlechter Übersichtlichkeit sowie einem straffen Fahrwerk, das die Passagiere allzusehr durchrüttelt. Wo bitte bleibt da der erhoffte Komfort?" Michael von Maydell