Seat baut endlich auch einen SUV: Der Neue hört auf den Namen "Ateca". Die Typbezeichnung geht auf ein spanisches Dorf in der Provinz Saragossa zurück.
Seat baut endlich auch einen SUV: Der Neue hört auf den Namen "Ateca". Die Typbezeichnung geht auf ein spanisches Dorf in der Provinz Saragossa zurück.
Redakteur Roman Domes durfte den Ateca erstmals im Hinterland von Barcelona ausprobieren. Ein 190 PS starker 2.0-TDI-Motor trieb unseren Testwagen an.
Das bislang stärkste Aggregat hat serienmäßig sowohl Allradantrieb als auch das neue 7-Gang-DSG-Getriebe. Für die kleineren Motorisierungen ist ein exzellentes Handschaltgetriebe verfügbar.
Der Ateca fährt sich im Prinzip wie ein Leon, also: sehr gut. Durch die dezente Höherlegung und 150 Kilo Mehrgewicht sind die Wank- und Nickbewegungen etwas ausgeprägter. Wie der Leon baut auch der neue Seat Ateca ...
... auf dem Modularen Querbaukasten des VW-Konzerns auf. Böse Zungen behaupten, er wäre technisch identisch mit dem neuen VW Tiguan. Und in Teilen mag das stimmen.
Doch der Ateca hat ein paar exklusive Goodies mitbekommen. Dazu aber später mehr.
Neutral und und wenig untersteuernd zirkelt der Kompakt-SUV um die engen Kurven im Hinterland Barcelonas. Dabei kann das SUV richtig Spaß machen!
Unser Testwagen rollte auf den optionalen 19-Zöllern, die empfindlich bei Bordsteinkontakt sein dürften. Auch deshalb hat Seat dem Ateca den "TopView" spendiert, eine Ansicht des Ateca von oben.
Nüchtern statt feurig: Das Cockpit des Ateca könnte ein paar farbliche Akzente vertragen.
Hier fehlt was: Die Allrad-Modelle haben zwei zusätzliche Fahrmodi: Offroad und Schnee. Dabei wird die Motorcharakteristik geändert und das ESP auf unwegsames Gelände konditioniert.
Doch der Ateca dürfte zumeist auf der asphaltierten Straße zu finden sein. Das DSG schaltet zackig, ruckelt aber bei langsamen Geschwindigkeiten unter 20 km/h unbeholfen.
Das Handschalt-Getriebe kann man uneingeschränkt empfehlen. Knackiges Gefühl, butterweiche Wege, hervorragend - wie schon beim Leon und Ibiza. Aber wie das nun mal so ist: Das DSG wird weitaus mehr Käufer finden.
Per Touchscreen können die unterschiedlichen Fahrmodi gewählt werden. Der Bildschirm ist auf 8 Zoll gewachsen und lässt sich gut bedienen, flimmert jedoch bei zu starkem Druck etwas.
Auf der Rückbank finden auch größer gewachsene Personen genügend Platz - selbst wenn der Fahrer zwei Meter groß ist.
Der Ateca beherrscht auch gerölliges Gelände ohne Probleme - das hat uns am meisten überrascht. Er war allerding mit speziellen M+S-Reifen von Michelin bereift.
Auf Asphalt musste der Ateca mit normalen Sommerreifen zurecht kommen.
Die elektromechanische Lenkung arbeitet im Sportmodus gefühlt präziser als im Normal- und Eco-Modus. in dem ist die Lenkung zu leichtgängig. Chassis und Fahrwerk geben Rückmeldung über den Zustand der Fahrbahn.
Der Kofferraum des spanischen SUV ist groß genug - selbst dann, wenn die Kinder noch nicht ausgezogen sind.
510 Liter fasst der Kofferraum bei den Modellen mit Frontantrieb. Die Allradversionen packen 485 Liter.
Die Kofferraumklappe lässt sich 2handsfree" mit einer Fußbewegung öffnen und schließen.
Fazit: Der neue Seat Ateca wird definitiv ein Erfolg werden. Denn mit Preisen ab 19.900 Euro ist er deutlich günstiger als der VW Tiguan, setzt aber auf ähnliche Technik und hat noch ein paar Gadgets mitbekommen. Außerdem fährt der Ateca einfach gut.