Drei-Kampf: Der Porsche Cayman S tritt mit 325 PS gegen die stärkere Konkurrenz aus der Quattro-Heimat Neckarsulm und dem Nissan-Hauptsitz Tokio an.
Drei-Kampf: Der Porsche Cayman S tritt mit 325 PS gegen die stärkere Konkurrenz aus der Quattro-Heimat Neckarsulm und dem Nissan-Hauptsitz Tokio an.
Der Zuffenhausener Cayman S muss sich gegen den Angriff des Audi TT RS und des Nismo 370Z wehren. Ob er sich unterbuttern lässt?
Der Audi tritt mit 340 PS und Allrad an, der Nismo Nissan hat sogar 344 PS im Gepäck. Der Cayman S leistet 325 PS.
Herausforderer #1: Audi TT RS mit 340 PS, Allrad und kräftigem Fünf-Zylindersound.
Nackenhärchen aufgepasst: Emotional klingender Fünfzylinder-Turbo mit optionaler Sportabgasanlage (Aufpreis 999 Euro).
Der Audi TT RS brilliert mit neutralem und sehr einfach beherrschbarem Fahrverhalten im Grenzbereich.
Damit schafft er den kleinen Kurs in Hockenheim in 1:13.7 Minuten und verfehlt den ersten Platz nur knapp.
Wuchtbrumme: Große Endrohre kennzeichnen das Heck des TT RS.
Perfekt für den Rennstreckenausflug: 20-Zoll-Räder mit Dunlop Sport Maxx Race und lange konstantem Gripniveau (Aufpreis 2250 Euro).
Ein kleiner Spoiler am Kofferraumdeckel sorgt für Stabilität.
Hochwertige Verarbeitung: Für das optionale Audi Exclusive-Optikpaket Aluminium matt müssen 799 Euro gezahlt werden.
Der Audi TT RS war mit der Siebengang-S-tronic (Doppelkupplung) ausgerüstet.
Klasse Sportsitze mit prima Seitenhalt im Audi TT RS.
Damit hat der Audi TT RS schon mal ordentlich vorgelegt. Was meint die Konkurrenz dazu?
Herausforderer #2: Der Nissan 370Z Nismo läuft sich bereits auf seinen Bridgestone-bereiften Sohlen warm.
Mit einem Preis von 44 900 Euro und 344 PS gewinnt der Nissan 370Z Nismo überlegen die Preis-Leistungs-Wertung klar und deutlich.
Mit 344 PS ist der Nissan der stärkste Mitstreiter im Dreikampf. Doch manchmal trügen nackte Zahlen ...
Laues Lüftchen: Die Kraftentfaltung des von 328 auf 344 PS leistungsgesteigerten V6-Saugers enttäuscht.
Zäher Durchzug, verhaltene Beschleunigung und mäßige Fahrleistungen verhageln dem Japaner die Wertung. 0 auf 100 km/h dauert 5,8 Sekunden (TT RS: 4,4 ; Cayman S: 4,9). Hockenheim absolviert er in 1:17.6 Minuten.
Doppelflutige Auspuffanlage, die etwas wenig Krawall und Temperament zeigt.
Erkennungszeichen Nismo: Das Sondermodell rollt auf geschmiedeten 19-Zoll-Leichtmetallrädern von Rays, rote Bremssättel.
Aufgesetzt: Der Heckspoiler kommt von Nismo, reduziert den Auftrieb an der Hinterachse und betont die Sportlichkeit des 370Z.
Rustikales Cockpit: Bei der Verarbeitung kann der Nissan nicht mit Audi und Porsche mithalten, trotzdem geht es sportlich zu.
Der einzige im Vergleichstest mit Handschaltung: Nissan 370Z Nismo.
Gemusterte, passgenaue und bequeme Sportsitze im Nismo 370Z.
Der Nismo muss gegen Audi und Porsche zurückstecken. Dafür ist er viel, viel, viel günstiger als seine deutschen Kontrahenten.
Platzhirsch: Der Porsche Cayman S ist der "schwächste" Mitstreiter im Kampf der Sportcoupés und zugleich auch der Teuerste.
Sein Boxer-Sechszylinder-Saugmotor leistet 325 PS aus 3,4 Litern.
Klingt scharf: der Cayman S sägt und röhrt wie ein klassischer Boxer röhren muss.
In Hockenheim glänzt der Porsche Cayman S mit dem präzisesten Einlenkverhalten der drei Sportcoupés. Seine Zeit: 1:13.6. Damit ist er ein Zehntel schneller als der TT RS.
Das schafft der Porsche im Gegensatz zum Audi ohne Sportreifen: Der Cayman S ist auf Pirelli P-Zero unterwegs.
Es geht auch ohne Keramik: Die serienmäßige Stahlbremsanlage überzeugt mit konstanten Verzögerungswerten von über 11 m/s².
Auch der Porsche hat einen kleinen Spoiler, der allerdings nicht feststehend ist, sondern ab 120 km/h.
So soll es sein: Mittiger Drehzahlmesser, gute Ergonomie und hochwertige Verarbeitung im Cayman S-Cockpit.
Nissan 370Z Nismo, Schalthebel
Perfekt, aber nicht günstig: Die optionalen Schalensitze samt Sitzschale mit Oberfläche aus Sichtkarbon kosten 3272 Euro.
In Neckarsulm knallen nach dem deutlichen Sieg des Audi TT RS die Schampus-Korken.