Im Vergleichstest bei sport auto: Porsche 911 Carrera 4 gegen BMW M135i xDrive.
Im Vergleichstest bei sport auto: Porsche 911 Carrera 4 gegen BMW M135i xDrive.
Die beiden Allradler treten in Hockenheim sowohl bei Trockenheit ...
... als auch bei Nässe gegeneinander an.
Welcher der beiden wird am Ende das Rennen machen?
Der Allrad-Antrieb des Porsche 911 Carrera 4 basiert auf dem 911 Turbo (997-Generation).
Flankiert von zwei Lüftern: Das 3,4-Liter-Boxertriebwerk des Carrera 4.
Die Auslegung des Allradsystems im Porsche 911 Carrera 4 ist heckbetont.
Das Porsche Traction Management (PTM) steuert über eine Lamellenkupplung die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse variabel. Im Bild: Anzeige für die Kraftverteilung im Kombiinstrument.
Im Innenraum dominiert helles Leder, die Stoppuhr der Launch Control ist mittig auf dem Armaturenbrett eingelassen.
Bequeme Sportsitze, die auch bei Querbeschleunigung optimalen Halt geben.
Die Keramik-Bremsanlage glänzt mit hohen Verzögerungswerten.
Der Porsche im 18-Meter-Slalom: Knapp 10 km/h beträgt der Geschwindigkeitsunterschied des Carrera 4 auf nasser Fahrbahn und bei Trockenheit.
Bei Nässe neigt der Allrad-Elfer verstärkt zum Untersteuern.
Der Allradantrieb xDrive ist beim 1er-BMW ein Novum, das erst in der aktuellen Generation (F20) Einzug hielt.
320 PS verhelfen dem BMW M135i xDrive zu einem Spurt von 0 auf 100 in 4,9 Sekunden. Bei Nässe wohlgemerkt.
Über eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung verteilt der BMW-Allrad xDrive das Antriebsmoment variabel zwischen der Vorder- und Hinterachse. In normalen Fahrsituationen werden 60 Prozent des Antriebsmoments an die Hinterräder geleitet (40 Prozent nach vorn).
Allrad im Einser: Erstmals gibt es xDrive nicht nur in größeren BMW-Modellen (Abbildung 5er).
Übersichtliches Cockpit im BMW, das aber rein optisch nicht ganz mit dem eleganten Porsche-Innenraum mithalten kann.
Die Sportsitze in rotem Leder sehen nicht nur heiß aus, sondern geben beim schnellen Slalom auch ordentlich Halt.
Die Allradauslegung ist frontbetont, das Nassgripverhalten der Michelin-Pneus sehr gut.
Der BMW im 18-Meter-Slalom: Bei Trockenheit neutral bis leicht untersteuernd, auf Nässe sogar neutraler.
Überraschend: Die Slalom-Geschwindigkeiten bei Nässe und Trockenheit liegen sehr nahe beinander.
Nach dem Nässe-Test dürfen beide Probanden auch auf trockener Fahrbahn ran.
Im Trockenen liegt der Porsche 911 Carrera 4 mit 350 PS querdynamisch deutlich vor dem BMW M135i xDrive mit 320 PS.
BMW M135i xDrive: In 4,6 Sekunden von 0 auf 100, bei Vollbremsung aus 100 km/h 34,9 Meter Bremsweg.
Porsche 911 Carrera 4: In 4,4 Sekunden von 0 auf 100, bei Vollbremsung aus 100 km/h 34,3 Meter Bremsweg.
Bei Trockenheit spielt der Porsche seine 350 PS souverän aus, während der BMW etwas hinterher fährt.
Bei Nässe das umgekehrte Bild: Der BMW macht besonders in Kurven die bessere Figur.
Die Tabelle bringt's nochmal auf den Punkt: Vorteil BMW bei Nässe, Vorteil Porsche bei Trockenheit.
Fazit: Während der Allrad-BMW sommerbereift sowohl bei Nässe als auch bei Trockenheit mit niedrigen Außentemperaturen klarkommt, ...
... sollte beim Porsche rechtzeitig auf Winterreifen gewechselt werden.