Der Porsche 911 Turbo S fordert den Lamborghini Gallardo LP 570-4 Squadra Corse zum Powerduell heraus.
Der Porsche 911 Turbo S fordert den Lamborghini Gallardo LP 570-4 Squadra Corse zum Powerduell heraus.
Es ist die Neuauflage eines ewig währenden Klassikers: Deutschland gegen Italien.
Mit rabiaten Schaltschlägen zoomt sich der Lambo in 3,4 Sekunden über die 100-km/h-Marke – Werksangabe eingestellt.
Der Porsche 911 Turbo S ist ein Typ wie Klitschko – austrainiert bis ins Letzte, aber ein Freund der ruhigen Töne.
Deutschland gegen Italien – in Hockenheim domminiert der Squadra Corse.
Klassisch Elfer: Gute Verarbeitung im Turbo S-Cockpit, Kombiinstrument mit neuer Drehmoment-Anzeige.
In Hockenheim kann sich der Turbo S nicht aus dem Windschatten des Gallardo lösen. Hierfür ist unter anderem auch das sehr gute Gripniveau der Pirelli P Zero Trofeo R-Bereifung des Lambo verantwortlich.
Beide Kontrahenten tragen serienmäßig eine Keramik-Bremsanlage. Wer einen wirklich guten Bremswert in den Asphalt stanzen will, kommt heute nicht mehr um spezielle Sportreifen herum.
Kein Aufpreis: Optionale Porsche-Schalensitze mit Sitzschale aus glas- und kohlefaserverstärktem Kunststoff.
Im Vergleich zum 520 PS starken Basis-Turbo leistet das Porsche 911 Turbo S-Modell dank höheren Verbrennungsdrücken, einer Neuabstimmung von Ventilsteuerzeiten und Zündwinkel sowie höherem Ladedruck nun 560 PS.
In nur 31,0 Sekunden beschleunigt das Projektil aus Stuttgart-Zuffenhausen auf 300 km/h.
Der Turbo S will nicht nur Sportkamerad, sondern auch komfortabler Begleiter sein. Die Spreizung zwischen Sport und Alltagstauglichkeit ist noch größer geworden.
Neue Aerodynamik-Features: Der auf Knopfdruck verstellbare Front- und Heckspoiler verfügt jeweils über drei Positionen.
Für schnelle Rundenzeiten Turbo S mit optionalem Sportreifen Dunlop Sport Maxx Race (Preis: 2152 Euro), Keramikbremse.
Mit 32,3 Meter (Lamborghini) und 31,9 Meter (Porsche) aus Tempo 100 verzögern beide Allradler konstant auf extrem hohen Niveau.
Während das Bremsgefühl im Turbo mit klar definiertem Druckpunkt und guter ABS-Regelung überzeugt, fallen im Gallardo der späte Druckpunkt und die dann aber extrem bissig zupackende Bremse auf.
Mit 1477 Kilo präsentiert sich der Squadra Corse deutlich leichter als noch beim ersten Test (1534 kg). Laut Lamborghini war der erste Testwagen noch mit einem Lift-System an der Vorderachse ausgestattet, das eigentlich nicht Teil des Sondermodells ist.
In 36,0 Sekunden sprintet die Mittelmotor-Flunder auf Tempo 300.
Klassisch Gallardo: Alcantara, Kohlefaser und extrovertierte Cockpitfarben passen perfekt zum Charakter des Italieners.
Wer will‘s denn hier bequem? Optional gibt es für den Gallardo Squadra Corse statt der Schalen- auch Komfortsitze.
Beim Porsche 911 Turbo S stecken 560 PS unter der Haube ...
32. Platz: Lamborghini Gallardo LP 570-4 Squadra Corse, Bremsweg aus 100 km/h warm: 31,9 Meter. Bremsscheiben (v.h.): 380/356 (Keramik), Reifen: Pirelli P Zero Corsa.
Der Innenraum ist enger geschnitten als der Arbeitsplatz im Biturbo-Elfer.
Best of Sound: Der V10-Saugmotor gewinnt die Gesangswertung meilenweit vor dem Sechszylinder-Biturbo-Boxer.
Für noch schnellere Rundenzeiten: Lambo Gallardo mit optionalem, aber sauteurem Semislick Pirelli P Zero Trofeo R (Preis: 5.950 Euro).
Ähnliche Leistungswerte, aber unterschiedliche Konzepte. Der Gallardo fasziniert mit seiner Brachialität. Der Porsche begeistert mit dem gelungen Spagat zwischen Alltagskomfort und Extremsport.