Dieser Sportwagen ist ein "living project". Erstmals 1975 zugelassen, optimiert der Erbauer bis heute sein Unikat.
Dieser Sportwagen ist ein "living project". Erstmals 1975 zugelassen, optimiert der Erbauer bis heute sein Unikat.
Manche hielten den Eigenbau für eine verrückte Idee. Heute zieht der Beradino alle Blicke auf sich.
Die klassische Form orientiert sich an solch prominenten Vorbildern wie Lamborghini Miura, Ferrari GTO und Ford GT40.
Der Erbauer und Zeichner der beradino: Johannes P. Paulussen. Zwei Jahre lang hat er seinen Wagen, der lange Jahre gestanden hatte, sorgfältig restauriert und überarbeitet.
Für den Beradino gab es von Anfang an drei Karosserie-Varianten: ein rassiges Fastback ...
... oder mit einem ebenso formschönen Hardtop. Der Wechsel dauert nur wenige Minuten.
Und schließlich als Roadster mit Überrollbügel und darin integriertem Windschott.
Für den Karosserie-Umbau benötigt man einen Helfer. Die Segmente wiegen nicht mehr als 50 Kilogramm.
Der Paulussen Beradino schmiegt sich mit einer Höhe von nur 1.040 Millimetern an den Asphalt - eine Reminiszenz an den exakt genauso hohen Ford GT40.
Die Karosserie des Beradino besteht aus GFK - Glasfaser verstärktem Kunststoff.
Auch das Instrumentenbrett besteht aus GfK. Perforierte Sitzbezüge im Stil des Ford GT 40.
Mittig sitzt der Instrumententräger mit sieben Uhren. Die beiden großen, Tacho und Drehzahlmesser hat sich Paulussen aus einem Iso Rivolta entliehen. Die kleineren stammen aus einem Glas 1700 GT.
Im Fußraum geht es sportwagentypisch recht eng zu. Gut zu sehen: die Struktur des GFK.
Die Motorhaube besteht aus einem Stück und war das am aufwändigsten herzustellende Teil. Paulussen demonstriert die Stabilität, indem er mit Schwung auf die Haube springt.
Hier signiert der junge Konstrukteur und Erbauer im Jahr 1974 seinen selbst gebauten Sportwagen Beradino.
Als Chassis dient ein einfacher Kastenrahmen aus Stahl, der mit der Karosserie-Unterseite verschraubt wird So sah der Sportwagen in seiner fast endgültigen Form auf dem Papier aus. Der Aufbau dauerte sieben Jahre.
Johannes P. Paulussen legt los: Hier entsteht gerade das Gipsmodell im Maßstab 1:1. Es ist die Vorlage für die Negativ-Form.
Die endgültige Kunststoff-Karosserie besteht aus einem Stück. Alle Öffnungen müssen herausgesägt werden.
Ein Teil der Negativ-Form wird von dem in Originalgröße erstelltem Gipsmodell abgenommen.
Erste Sitzprobe in der Roh-Karosserie. Kühlluftöffnung und Lampenschächte müssen noch herausgeschnitten werden.
So sah der Sportwagen in seiner fast endgültigen Form auf dem Papier aus. Der Aufbau dauerte sieben Jahre.
In den 37 Jahren seit der ersten TÜV-ABnahme hat sich der Wagen verändert. Paulussen bezeichnet seinen Beradino als ein "living project".
Bereits während der Bauphase wurden die Speichen- durch dreiteilige Alu-Räder ersetzt.
Besonderheit: Das Motor-Control-Center mit Anzeigen- und Messinstrumenten zum Vergaser-Check.
Das Panel besitzt Synchronisations-Uhren sowie Anzeigen für Öldruck, Voltmeter und Wassertemperatur. Gestartet werden kann der Motor ebenfalls mit dem Panel.
Normalerweise startet Johannes P. Paulussen den Porsche-Sechszylinder allerdings vorne. In der Mittelkonsole verstecken sich unter einer aus Hochglanz polierten Klappe Kippschalter für Zündung und der rote Startknopf.
Mit seinem Eigenbau-Sportwagen Beradino hat Johannes P. Paulussen schon mehrere Preise abgeräumt.