Die drei Opel-Sportler der 70er: Opel GT, Opel Commodore GS/E und Opel Manta GSi.
Die drei Opel-Sportler der 70er: Opel GT, Opel Commodore GS/E und Opel Manta GSi.
Coke-Bottle-Miniatur: Besonders im Profil sieht der GT aus wie eine Mini-Version der Corvette C3.
Ein Opel mit Froschauge. Die Klappscheinwerfer drehen sich um die Längsachse.
Dass der Opel GT in den 60ern entworfen wurde, erkennt man auch an den Details wie den verchromten Spiegeln, die mit Kreuzschlitzschrauben und Gummi-Unterlage befestigt sind.
Stahlfelgen im Rallye-Look ohne Radkappen waren damals Pflicht.
An der Heckansicht zeigt der Opel GT seine Verwandtschaft zum Manta A. Eine Kofferraumklappe gibt es allerdings nicht.
Die geteilte Stoßstange am symmetrisch gestalteten Heck macht Platz für Kuchenblech-Kennzeichen und Rückfahrscheinwerfer.
Den Opel GT gab es auch mit dem kleinen 1100er-Vierzylinder mit nur 60 PS. Ihm ging beim Überholen fast immer die Puste aus. Er blieb ein Exote.
Der 1900er lieferte allerdings gesunde 90 PS und ein Drehmoment von 149 Nm. Typisch GT: der nach hinten versetzte Motor mit abgeschrägtem Ventildeckel.
Das GT-Cockpit nimmt den Fahrer regelrecht gefangen. Kompaktes Sportlenkrad.
Die Zusatzinstrumente in der Mittelkonsole wenden sich zum Fahrer hin.
Mit dem Handgriff links vor dem Schalthebel werden die Scheinwerfer nach oben gedreht.
Im Heckabteil findet das Reserverad seinen Platz - und es bleibt noch viel Raum für Gepäck.
Der Opel GT wurde zwischen 1968 und 1973 produziert. 103.373 Exemplare liefen vom Band.
Mit 140.827 Exemplaren ist der Opel Commodore B deutlich häufiger. Von 1972 bis 1977 wurde er ebenfalls rund 6 Jahre gebaut.
Mit seinen Zusatz- und Nebelscheinwerfern, der tief heruntergezogenen Frontschürze und den mattschwarz abgesetzten Rallyestreifen, macht der Commodore GS/E auf den ersten Blick klar: Es lebe der Sport!
Am Heck geht es schon fast dezent zu - mit der schmallippigen Chromstoßstange samt Gummibesatz sowie ...
... dem kleinflächigen Rücklechtenband, das von filigranen Chromrahmen umspannt wird.
Die wunderschönen Leichtmetallfelgen mit 15 filigranen Speichen gab es beim Opel Commodore GS/E nur gegen Aufpreis. Auf die Felgen im Format 6Jx14 werden 195/70 HR 14-Reifen aufgezogen.
Der 2,8-Liter-Reihensechszylinder ist ein mächtiger Brocken und hatte im ersten Commodore GS/E 150 PS. Später stieg die Leistung auf 155 PS.
Der Innenraum ist beim Commodore deutlich großzügiger. Einerseits vom Platzangebot, andererseits von der Ausstattung.
Unser Fotofahrzeug ist mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet - sogar der Sitzheizung.
Mutige Piloten fuhren den Commodore GS/E bis zum Tachoanschlag: 220 km/h.
Auch wenn die Dreigang-Wandlerautomatik einiges an Dynamik und Leistung schluckt - für sportliches Fahren ist immer noch genügend Dampf vorhanden.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h, die Beschleunigung auf 100 gelingt in 9,5 Sekunden - der Commodore GS/E kann mit seinen 155 PS dem 130 PS-BMW 2000 tii enteilen.
Der Dritte im Opel-Sport-Bund ist der Manta B. Er kam 1975 auf den Markt und wurde bis 1975 produziert.
Insgesamt 534.634 Exemplare des Sportcoupés wurden gebaut.
Mehr Spoiler geht kaum noch: Unser Modell ist eines der letzten und stammt von 1986.
Die Kotflügel ausgestellt, die Frontschürze in Wagenfarbe lackiert, dazu Schwellerverkleidungen - und natürlich die charakteristischen 5-Speichen-Felgen der frühen 80er.
Der große Heckspoiler verleiht dem leichten Manta-Heck etwas mehr Gewicht.
Gewichtig geht es auch im Motorraum zu: Auch im Manta GSi arbeitet der CIH-Motor von 1965. Jetzt leistet der Zweiliter-Vierzylinder dank Einspritzung 107 PS.
Die grellen Innenraumfarben gehören zu der Exclusiv-Ausstattung. Die Recaro-Sitze bieten guten Seitenhalt.
Auch das Dreispeichen-Sportlenkrad entstammt dem Exclusiv-Paket von Irmscher.
Sechs Uhren im nüchternen Design. Man beachte die leicht schräg gestellten dynamischen Ziffern.
Der dreiteilige Heckflügel erinnert an den legendären Rallye-Manta 400.
Franz-Peter Hudek über die drei Opel-Sportler: "Dass alle drei Opel-Sportler einen großen historischen Wert besitzen, steht für mich außer Frage. Die drei starken Typen sind jeweils Top-Versionen legendärer Opel- Baureihen, die es heute nicht mehr gibt...
Das ist sehr schade, standen sie doch für eine autobegeisterte Epoche, in der bezahlbare Sportmodelle noch regelmäßig und meistens knallbunt vom Band liefen. Opel hatte hierzu die wildesten Ideen und setzte sie auch um."