"Heimliche Tränen" titelt die "Neue Post" zur Königin Maxima. Dem Namensvetter von Nissan trauerte allerdings kaum jemand auch nur eine Träne nach.
"Heimliche Tränen" titelt die "Neue Post" zur Königin Maxima. Dem Namensvetter von Nissan trauerte allerdings kaum jemand auch nur eine Träne nach.
Der große Japaner ist nun mal keine ausgesprochene Schönheit - er sieht aus wie geschrumpfter Cadillac Seville STS.
Doch der Maxima sieht gut aus und hat wenig Rost - und kostet nur 500 Euro. Haydar Yassine freut sich über den Spontankauf.
Hier steht er nun, ich kann nicht anders. Überbrückt, Motor läuft. Nummernschild dran, und ab die Post.
Im Innenraum wirkt der Maxima noch frisch - kein Wunder bei nur 127.168 km Laufleistung.
Erst mal nach dem Öl sehen statt rein in die Karre und Vollgas geben. Vorsicht, lange Standzeit.
Den ersten Maxima gab es nur als Dreiliter-V6. Der Aufkleber-Schriftzug ist mutig, aber nicht wertig. Doch das Triebwerk selbst überzeugt.
Es ist ein laufruhiger, langlebiger Zweiventil-V6, leider quer eingebaut. 170 PS und 248 Nm reichen völlig. 223 km/h erreicht der Maxima.
Etwas Rost am Radlauf, die schönen Alufelgen leicht angefressen: Etwas Arbeit wartet noch, doch die Investitionen sind überschaubar.
Rund um die Kofferraumhaube muss mal etwas sauber gemacht werden.
Das freut den Schnäppchenjäger. Komplette Bordmappe mit Gimmicks. Nissan ist dein Freund.
500 Euro, gekauft wie gesehen und gefahren. Keine Gewährleistung. Wozu auch, der Wagen läuft.
Langsam rollt der im Leerzustand 1.395 kg leichte Nissan Maxima über die Kiesplatz-Schwelle.
Anders als sein Vorgänger Laurel hat der Maxima Frontantrieb. Der Radstand fällt recht kurz aus.
Spielerisches Handling für einen Fronttriebler. Die Instrumente sind vom Porsche 944 abgeguckt.
An der ersten Tankstelle gibt es den kleinen Boxenstop: Volltanken, Ölkontrolle, Komplettwäsche.
Ich bin Luftdruck-Fetischist. Stramme 2,8 bar müssen sein. Das schont Reifen und Lenkung
Bunter Farbtupfer am Straßenrand. Äpfel als Souvenir. Der Maxima fährt prima. Ich cruise auf Umwegen heim.
Rund 12 Liter verbraucht der V6, mit etwas vorsichtigem Gasfuß sind auch einstellige Werte drin.
Jetzt, wo wir den Nissan Maxima schon erbeutet haben, wird der Jagdinstinkt geweckt. Der Volvo wäre auch noch interessant.
Oder warum nicht gleich eine Nummer größer - doch der Rolls ist leider nicht mehr ganz so frisch.
Nissan baute von dem Maxima in den Jahren 1988 bis 1995 insgesamt 472.568 Exemplare.