Der Mercedes 190 (W201) hatte keinen einfachen Start. Sein Design wurde oft kritisiert und der Wagen hatte schnell den Ruf der Rentnerschaukel weg.
Der Mercedes 190 (W201) hatte keinen einfachen Start. Sein Design wurde oft kritisiert und der Wagen hatte schnell den Ruf der Rentnerschaukel weg.
Und heute? Da entpuppt sich so ein 190er in seinem sachlich-funktionellen Sacco-Design als erstaunlich zeitlos.
Gegenüber den meisten Konkurrenzmodellen aus den früher 80ern wirkt der Bremer Mini-Mercedes noch immer wie ein Neuwagen.
Die kleine Limousine ist auch heute nicht aus dem Straßenbild wegzudenken. Ein Indiz für die Langzeitqualitäten des 190er.
Innen bietet der 190er vertrautes Mercedes-Gefühl. Im Bild das Cockpit der späten Modelljahre mit Airbag-Lenkrad.
Welches Potential in der Baureihe steckte, wurde den Meisten erst im Laufe der Produktionszeit bewusst.
Selbst für den geneigten Sportfahrer bot der 190er mit dem 2.3 Liter 16-Ventiler von Cosworth einige potente Derivate.
Die Krone setzte diesen der Evolution II mit 235 PS auf. Er diente als Homologationsfahrzeug des äußerst erfolgreichen Tourenwagen.
Der wild beflügelte Evo 2 war damals schon sündhaft teuer. Heute sind halbwegs brauchbare Exemplare nicht unter 50.000 Euro zu haben. Meistens liegen die Preise sogar deutlich darüber.
Etwas günstiger und weiter verbreitet sind die nicht Evo-Modelle, E 2.3 16 und E 2.5 16. Allerdings muss man für gepflegte Exemplare heute auch gut und gerne mindestens 20.000 Euro berappen.
Wer es etwas gediegener möchte, kann auch zum Reihensechser greifen. Komfortabler reist man in keinem anderen 190er. Mäßige Exemplare gibt es bereits für um die 1.000 Euro. Für ein gepflegtes Exemplar muss man deutlich höhere Summen investieren.
Geborgenheit, Sicherheit, Komfort und sogar Sport. Die W201-Baureihe musterte sich zum Allrounder mit der Macht des Haubensterns.