Der Radstand hat sich von 3,441 mm auf genau 3,500 mm verlängert. Damit liegt der Mercedes genau im Mittelfeld. Der Überhang vorne ist nach McLaren der zweitgrößte. Die Anstellung ist mit nur 1,0° die geringste im Feld (mit Lotus und Sauber).
Der Radstand hat sich von 3,441 mm auf genau 3,500 mm verlängert. Damit liegt der Mercedes genau im Mittelfeld. Der Überhang vorne ist nach McLaren der zweitgrößte. Die Anstellung ist mit nur 1,0° die geringste im Feld (mit Lotus und Sauber).
Neu sind in diesem Jahr die zusätzlichen Endröhrchen, die vom Wastegate-Ventil kommen. Sie liegen bei Mercedes direkt unter dem Haupt-Auspuffrohr. Die meisten anderen Konkurrenten haben sie etwas seitlich versetzt angebracht.
Im Bild zuvor haben Sie noch den Monkey-Seat mit 2 Elementen gesehen, hier schon das neue Modell mit 3 Elementen, das in der zweiten Testwoche debütierte.
Eines der auffälligsten Details ist die verbreiterte Airbox. Sie führt die Luft in 3 Kanälen zum Motor und zu den Kühlern. Der Ladeluftkühler liegt nun nicht mehr im Chassis sondern direkt hinter der Airbox in der Nähe des Turbos. Damit müssen nicht mehr so viele Leitungen verlegt werden.
Die unteren Querlenker sind bei Mercedes traditionell in einem Flügelprofil zusammengefasst. Aus dieser Perspektive erkennt man auch gut, wie wenig die Nase über den Frontflügel übersteht.
Die neue Nase wurde am vierten Testtag eingeführt. Es ist immer wieder faszinierend, mit klein der Bereich ist, an dem Flügel aufgehängt ist.
Die neue Nase schrieb vor allem wegen des Luftkanals im Inneren Schlagzeilen. Wie ein Haifisch-Maul geht die Öffnung quer über die Unterseite.
Auf der Oberseite tritt die beschleunigte Luft wieder aus. Durch den Trick liegt die Strömung enger an und verwirbelt nicht so schnell.
Neben der neuen Nase gab es auch passend einen neuen Flügel. Der Übergang zwischen dem Standard-Element in der Mitte und dem frei gestaltbaren Außenteile wurde modifiziert. Hier entstehen die bekannten Y-250-Wirbel, die sich bis zum Heck ziehen.
Auch die Leitbleche unter der Nase hat Mercedes modifiziert. Kleine Zacken an der Unterseite sollen die Effizienz der sogenannten "Turning Vanes" verbessern.
Neben der Nase galt das größte Update den Bargeboards. Links alt, rechts neu - schon auf den ersten Blick ist die Auffächerung in 8 Elemente zu erkennen.
Hinter den Bargeboards stehen die Finnen wie Spieße nach vorne. Sie leiten die Luft in die gewünschten Bahnen.
Von vorne ist gut zu erkennen, mit welchem Aufwand Mercedes die Strömung um die Seitenkästen zwingt. Bei der Konkurrenz sind hier deutlich weniger Leitbleche vorhanden.
Die seitlichen Leitbleche wurden in der zweiten Woche geändert. Wie gut zu erkennen bestehen die Abweiser in der neuen Version (rechts) nun aus 2 getrennten Elementen.
Die Bügel über dem Seitenkasten stehen deutlich weiter von der Karosserie ab als im Vorjahr. Es gibt nur noch eine vertikale Finne, die gleichzeitig als Stütze fungiert.
Kein Update, aber trotzdem neu: Alle Autos sind dieses Jahr mit einer Highspeed-Kamera vor dem Cockpit ausgerüstet, die auf den Helm des Fahrers zielen. Bei einem Unfall sollen sie in Zeitlupe zeigen, wie sehr der Kopf des Fahrers belastet wird.
Dadurch dass der Ladeluftkühler nicht mehr im Chassis sitzt, sind die Seitenkästen in der Breite etwas geschrumpft.
Neu sind die hakenförmigen Schlitze im Unterboden, mit denen die Abdichtung des Diffusors verbessert werden soll. An Ihnen entstehen gewollte Wirbel, die eine Barriere nach außen bilden soll.
Bei den Testfahrten experimentierten die Ingenieure mit speziell geriffelten Klebestreifen, die den Luftstrom auf der Rückseite des Heckflügels verbessern sollten.
Am Ende entschied man sich dann offenbar aber doch für eine andere Lösung. Es wurde einfach die komplette Kante des Hauptblatts mit einem Sägezahnprofil versehen.