Die Baureihe 107 von Mercedes gehört zu den beliebtesten Klassikern in Deutschland.
Die Baureihe 107 von Mercedes gehört zu den beliebtesten Klassikern in Deutschland.
Und das hat gute Gründe, denn der 107er - ob als Coupé oder Roadster - verkörpert noch den alten Mercedes-Ingenieurs-Maschinenbau. Solidität, großzügige Dimensionierungen und Materialeinsatz, einfache und wirkungsvolle Mechanik.
Doch nach mittlerweile mehr als 40 Jahren hat auch der 107er mit einigen Schwachstellen zu kämpfen. Wie üblich spielt hier der Rost die Hauptrolle.
Fangen wir mal hinten an: Die hinteren Seitenteile, die Radläufe und -Häuser sowie die Wagenheberaufnahmen sind gefährdet.
Unter den Chrom-Zierteilen, über den Riffelblechpartien an der Seite und rund um die Scheibenrahmen sollte man genau hinschauen.
Das Fahrwerk des Mercedes 107 ist robust und recht kostengünstig zu reparieren.
Bei den Lenkgetrieben sieht es dagegen etwas anders aus. Sie schlagen gerne aus - ein Austausch ist recht teuer. Das Lenkspiel sollte also recht klein sein.
Der 3,5-Liter-V8 ist robust und langlebig. Bei guter Pflege halten die Zweiventil-Triebwerke locker mehr als 300.000 km.
Auch die Automatikgetriebe sind Langläufer. Ein regelmäßiger Ölwechsel sollte allerdings auch hier nachgewiesen werden können.
Das Cockpit ist typisch Mercedes der 70er bis 90er: Zentraler großer Tacho, rechts daneben der Drehzahlmesser mit Zeituhr. Im linken Rundinstrument versammeln sich Tankuhr, Wassertemperaturanzeige und Öldruckanzeige. Alle Funktionen checken.
Wie bei Cabrios und Roadstern üblich, sollte das Verdeck und seine Mechanik überprüft werden.
Rund um die Abdeckung sollte es keine Lackbläschen geben.
Der Mercedes 107 kostet im guten Zustand rund 20.000 Euro. Für mäßige Zustand-4-Exemplare sind rund 5.200 Euro fällig.
Zu den Checkpunkten des Mercedes 107 gehören auch die Einspritzanlage (Bosch D-/K-Jetronic), die Schweller, der Schiebedachrahmen beim Coupé und der Kofferraumboden.
Dank der großen Mercedes-107er-Szene finden Interessenten schnell einen kompetenten Ansprechpartner. Über die Clubs bekommt man auch gute Kontakte zu Fahrzeugen, die zum Verkauf stehen.