Der Mercedes CLA Shooting Brake lebt seine ganz eigene Kombi-Philosophie. Wir vergleichen ihn gegen den dynamischen Skoda Oktavia RS Combi.
Der Mercedes CLA Shooting Brake lebt seine ganz eigene Kombi-Philosophie. Wir vergleichen ihn gegen den dynamischen Skoda Oktavia RS Combi.
Nicht nur bei den Karosserieformen und dem damit verbundenen Nutzwert unterscheidet die beiden so einiges. Auch preislich fährt der Mercedes in seiner eigenen Welt.
Der Günstige: 30.790,– Euro für den Skoda Octavia Combi RS 2.0 TSI
Der Zweiliter-Turbo mit 220 PS des Octavia RS überzeugt mit bissiger Drehfreude, hoher Durchzugskraft und packendem Sound.
Der Teure: 42 305,– Euro für den Mercedes CLA 250 Shooting Brake AMG Line
Der ebenfalls zwei Liter große Turbo im CLA 250 stemmt 211 PS und 350 Nm auf die Kurbelwelle. Allerdings wirkt er trotz vielversprechender Zahlen nicht sonderlich engagiert.
Der Skoda Octavia RS Combi verfolgt die klassische Kombi-Philosophie in Verbindung mit feinen Sportzutaten.
Seinen größeren Kofferraum und Nutzwert sieht man dem Tschechen bereits von außen an. Trotz größerer Ausmaße ist der Skoda 115kg leichter als der Schwabe.
Große trapezförmige Endrohre und ein tieferes Fahrwerk unterstreichen den sportlichen Anspruch des Octavia RS Combi.
Der CLA Shooting Brake gibt sich mit seinem funkelnden "Diamantgrill" und knalligem Rot rein äußerlich deutlich extrovertierter als der Skoda.
Bis zur B-Säule ist der CLA Shooting Brake identisch mit dem Viertürer. Danach folgt allerdings ein flaches, coupéhaftes Schrägheck.
Dass die flache, gestreckte Silhouette zulasten des Platzangebots und der Übersichtlichkeit geht, dürfte viele Interessenten nur wenig stören.
Mehr Blick: Nicht nur nach außen, sondern auch bei Raumgefühl und Bedienung wirkt der Octavia luftiger und übersichtlicher.
Fahrassistenzsysteme, wie Spurhalteassistent und adaptive Abstandsregelung sind im Skoda optional. Insgesamt bietet der Tscheche aber weniger Helferlein als der CLA.
Mehr Glanz: Alublenden und Zierrahmen werten das coupéhafte Interieur auf, der frei stehende Navi-Bildschirm nicht unbedingt.
Der CLA punktet mit mehr Assistenzsystemen.
Sportlich konturierte Sitze im integrierter Kopflehne sind Serie beim RS-Modell des Octavia Combi.
Auch im CLA Shooting Brake sind die Kopfstützen in den Sitz integriert. Allerdings sind sie nicht so komfortabel gepolstert.
Mehr Luft: Viel Bewegungsfreiheit auf der bequemen Rückbank des Octavias.
Mehr Enge: Beengter Einstieg und kurze, flache Sitze im Fond des Shooting Brakes. Der Nutzwert muss der schönen Form leider seinen Tribut zollen.
Mehr Platz für Gepäck und ladefreundliche Hecköffnung. Der Skoda bietet 610 Liter Kofferraumvolumen. Mit umgeklappten Sitzen sogar bis zu 1.740 Liter.
Clevere Detaillösungen wie die Multifunktionsablage unter der Kofferraumabdeckung sind wir von Skoda gewohnt.
Weniger Stauraum und hohe, stark eingezogene Ladekante. Immerhin bietet er trotzdem immerhin 495 bis maximal 1.354 Liter Ladevolumen.
Die Bi-Xenon Scheinwerfer spendiert Skoda dem RS von Haus aus.
Die schicken Bi-Xenon Scheinwerfer mit roter Linseneinfassung und blendfreiem Dauerfernlicht kosten 1.666 Euro Aufpreis im Shooting Brake.
Neben den erheblichen Abstrichen bei Nutzwert und Kosten, kann der Mercedes auch in anderen Belangen nicht wirklich auftrumpfen. Nur mit außergewöhnlichem Design kann er den ausgewogenen Skoda nicht besiegen.