Elf kompakte SUV treten zum Master-Test 2008 an.
Elf kompakte SUV treten zum Master-Test 2008 an.
Die Kandidaten: Renault Koleos, Nissan X-Trail, Peugeot 4007, Ford Kuga, Toyota RAV4, Opel Antara, ...
... Chevrolet Captiva, Mitsubishi Outlander, Honda CR-V, Land Rover Freelander und VW Tiguan.
Der Tiguan ist bei der Fahrsicherheit absolut top.
Er leistet sich auch sonst keine Schwächen.
Wenn der Tiguan ins Gelände muss, zeigt er aufgrund seiner elektronisch gesteuerten Haldex-Kupplung Traktionseigenschaften, ...
... welche die Bezeichnung Geländewagen rechtfertigen.
VW-Cockpit mit hochwertiger Anmutung und einfacher Bedienung.
Verstellbare Stoßdämpfer und Motorcharakteristik für den Gelände-Einsatz gegen Aufpreis.
Sitze, Sitzposition, Rundumsicht - überall erhält der Tiguan eine gute bis sehr gute Beurteilung.
Eine Stärke des Ford ist ebenfalls die gute Fahrsicherheit.
Seine Lenkung entpuppt sich aber für den Alltagsbetrieb als zu nervös.
Wie auch VW hat Ford das Marktsegment der kompakten SUV relativ spät entdeckt.
Sein Dieselmotor bewährt sich hier mit kraftvollem Schub schon im unteren Drehzahlbereich, ...
... und die gebotene Traktion dürfte für die Bedürfnisse des durchschnittlichen Käufers mehr als ausreichend sein.
Die Karosserie samt Kofferraum ist knapp geschnitten, das Heckfenster lässt sich öffnen.
Die extrem direkt ansprechende Lenkung macht Spaß auf Kurvenstrecken.
Was die Variabilität des Innenraums angeht, ist der Ford nicht besser als jeder Kombi.
Im Gelände macht dem Freelander, der dafür verschiedene Allrad-Programme bereithält, keiner etwas vor.
Die elektronisch Drehmomentverteilung sorgt dafür, dass der Freelander bei den Offroad-Übungen alle Tests souverän absolviert, ...
... ohne Antriebsschlupf auch da, wo die anderen Konkurrenten mühsam scharrend nach Traktion suchen.
Der Freelander zeigt - auch wegen eines frühzeitig und gründlich eingreifenden ESP - eine hohe Gutmütigkeit.
Wer Straßen nur als Verbindung zwischen Geländestrecken sieht, ist hier richtig.
Die Vielzahl der Tasten auf der Mittelkonsole macht die Bedienung gewöhnungsbedürftig.
Per Drehschalter anwählbare Fahrprogramme.
Allerdings reicht es nicht für einen vorderen Platz im Master-Test.
Zu den Stärken des 4007 gehören seine Fahrsicherheit, der Komfort und die Variabilität.
Er basiert auf dem Mitsubishi Outlander.
Allerdings kann man den Franzosen nicht den Vorwurf machen, sie hätten es sich bei der Umwandlung leicht gemacht.
Der gallische SUV sieht nicht nur anders aus, er bietet auch ein völlig neu abgestimmtes Fahrwerk.
Der 4007 ist in allen wichtigen Belangen besser als sein Mitsubishi-Pendant, er lenkt sich präziser und zeigt in Kurven ein weniger untersteuerndes Fahrverhalten.
Der Peugeot ist relativ unübersichtlich, nicht zuletzt wegen des tief bauenden Armaturenbretts.
Er besitzt einen Drehknopf zum Umschalten von reinem Front- auf Allradantrieb.
Vom guten Federungskomfort profitieren die Passagiere.
Im Gelände stößt der Honda CR-V schnell an seine Grenzen, ...
... auf der Straße ist er dafür bemerkenswert handlich.
Zudem bietet er eine enorme Variabilität und einen sehr kultivierten Motor.
Der Honda fährt sich wie ein Kompaktwagen ...
... mit einer zielsicheren Lenkung und gut kontrollierbarem Kurvenverhalten.
Generell entfernt sich der Honda vom herkömmlichen SUV-Stil ...
... und versucht die Annäherung an normale Personenwagen.
Das Gepäckabteil kann unterteilt werden.
Bei der Fahrsicherheit liegt der Renault Koleos weit hinten.
Dafür punktet er im Motoren-Kapitel.
Die Testwerte bei den Bremsmessungen zeigen, dass die aktive Sicherheit nicht zu den Stärken des Koleos gehört.
Die eigentliche Stärke des Renault liegt im Fahrkomfort.
Da hilft es auch nichts, dass er sich abseits der Straße wacker schlägt.
Gute Noten gibt es für die Serienausstattung ...
... und den positiven Eindruck, ...
... den Materialien und Verarbeitung machen.
Die Fahrsicherheit des Mitsubishi Outlander ist lediglich Mittelmaß.
Die enge technische Verwandtschaft mit dem Peugeot 4007 lässt ähnliche Eigenschaften erwarten, ...
... doch der direkte Vergleich zeigt, dass der französische Hersteller viel getan hat, um das Ausgangsprodukt zu verbessern.
Der Testwagen besitzt statt des PSA-Diesels, mit dem der Peugeot antritt, einen Pumpe-Düse-Vierzylinder von VW.
Das Zuschalten des Allradantriebs bringt eine spürbare Verbesserung des Fahrverhaltens.
Zur erweiterten Ausstattung gehören Festplatten-Navi-System, Multifunktionslenkrad und Ledersitze.
Auch hier lässt sich der Allradantrieb per Drehknopf zuschalten.
Bei der Praktikabilität kann der Outlander kräftig punkten.
Fahrdynamisch und im Bremsenkapitel liegt der Nissan X-Trail weit hinten.
Trotz seiner Verwandschaft mit dem Renault Koleos liegt auch er in der Wertung weiter hinten als die französische Weiterentwicklung.
Der Nissan zeigt sich stilistisch als klassischer SUV, ...
... modisches Crossover-Design ist ihm fremd.
Der X-Trail beweist im Gelände mehr Traktion und erzielt bei den Fahrtests geringfügig bessere Ergebnisse, ...
... fällt aber ebenfalls durch schwerfälliges Handling auf.
In Sachen Ausstattung oder zulässiger Nutzlast kann der X-Trail nicht mithalten.
Beim Nissan ist der Kofferraum zwar praktisch, aber die Zuladung gering.
Offroad kommt der Toyota RAV4 nicht weit, ...
... die Fahrsicherheit auf der Straße ist aber akzeptabel.
Beim letzten Master-Test mit SUV-Modellen der Kompaktklasse fuhr der RAV4 noch einen souveränen Gesamtsieg ein.
Jetzt landet er weit hinten, ...
... was beweist, dass sich die Automobilentwicklung nicht auf das Erfinden ständig neuer Formen beschränkt.
Dem Motor fehlt es an Durchzugskraft.
Vor allem im Fahrkomfort lässt der Toyota ein Defizit erkennen.
Auch die Sicherheitsausstattung ergibt für den Toyota ebenfalls nur mäßige Ergebnisse.
Der Opel Antara ist kein echter Geländegänger.
Auch bei den Tests zur Fahrdynamik bewegt sich der Antara träge.
Der Federungskomfort bewegt sich auf niedrigem Niveau.
Die unpräzise Lenkung erinnert an Geländewagen von gestern.
Ein wichtiges Manko ist das Fehlen eines sechsten Gangs.
Allerdings bremst der Opel besser als der baugleiche Captiva, ohne freilich an die Werte der Testbesten heranzukommen.
Die Knöpfe der Klimaanlage liegen zu tief.
Teilweise kryptische Beschriftung der Bedienelemente.
Chevrolet Captiva: Was über den Opel Antara gesagt wurde, ...
... gilt für die Chevy-Ausführung in verstärkter Form.
Moderne Optik, aber antiquiertes Fahrverhalten.
Vor allem auf Nässe offenbart der Captiva deutliche Schwächen.
Er ist schwerer, daher ist auch der Verbrauch höher.
Das Geräusch des Motors fällt beim Chevrolet stärker auf als beim Opel.
Immerhin ist die Armaturentafel übersichtlich und die Bedienung einfach.
Die Kopfstützen sind nicht nur in der Höhe verstellbar.