Beim Master-Test 2011 stellten sich zwölf Modelle der Kompaktklasse dem international besetzten Tester-Team.
Beim Master-Test 2011 stellten sich zwölf Modelle der Kompaktklasse dem international besetzten Tester-Team.
Zum Test traten an: Der Alfa Giulietta, der Audi A3, der Citroen C4, der Ford Focus, der Hyundai 30, Der Lexus CT 200h, der Opel Astra, der Peugeot 308, der Renault Mégane, der Seat Leon, der Skoda Octavia und der VW Golf.
Fahrdynamik: Der Mastertest enthält ein umfangreiches Testprogramm zur Überprüfung der Fahrstabilität. Es findet auf abgesperrter Strecke und trockenem sowie nassem Untergrund statt.
Auch eine anspruchsvolle Schlechtwegestrecke steht auf dem Testprogramm für die zwölf Kompaktmodelle. Highlight des mehrtägigen Mastertests: der intensive Landstraßenloop.
Regelmäßige Dokumentation der Fahreindrücke bereits während der Testfahrten; die feurige Diskussion folgt später.
Gemeinsame Tankungen der zwölf Testkandidaten sichern die Vergleichbarkeit der Verbräuche.
"Beim Astra gibt es einen großen Unterschied zwischen Adaptiv-und Standardfahrwerk – man sollte das adaptive kaufen.“ Christian Sterea, auto motor und sport, Rumänien
"Die Giulietta von Alfa Romeo ist das mit Abstand emotionalste Auto im Test. Sie macht einfach Freude.“ Neven Novak, auto motor i sport, Kroatien.
"Sogar ohne das gute Preis-Leistungs-Verhältnis ist der Octavia einer der Besten im Kompaktklasse-Segment. Bei ihm passt einfach alles.“ Ulrich Safferling, auto illustrierte, Schweiz.
"Komfortabel, ausgewogen, antrittsstark – der Mégane ist für mich die große Überraschung des Mastertest-Feldes“ Dani Heyne, auto motor und sport, Deutschland.
"Der Mastertest zeigt, wie eng es in der Kompaktklasse inzwischen zugeht. Richtig schlecht ist keiner mehr,“ Jörn Thomas, auto motor und sport, Deutschland.
Von Bedienung über Qualität, Federungs-, Sitz- und Geräuschkomfort bis zu Handling,...
Das Cockpit des VW Golf ist intuitiv: Klar strukturierte Instrumente und Bedienung.
Per Tastendruck einstellbar: Die adaptiven Dämpfer sichern im VW Golf den Komfort.
Audi A3 Sportback: Der Premium-Profi zeigt dem Rest auf seine alten Tage, wie es geht.
Der A3 beweist eindrucksvoll Reife. Hervorragend verarbeitet, übersichtlich,...
... dynamisch und straff abgestimmt ohne lästige Härten fährt der Golf-Bruder auf Rang zwei.
Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe im Audi A3 sortiert die Gänge ausgesprochen fix.
Start-Stopp im Audi A3 Sportback ist ein routiniert funktionierendes System. Abschalten kann man sich sparen.
Mit dem Seat León bittet im Master-Test ein sportiver Spanier zum Kurventanz.
Platzangebot und gediegene Verarbeitung sind nicht das Metier des spanischen Golf-Ablegers.
Dafür überzeugt der León mit Spitzenhandling sowie problemloser Beherrschbarkeit. Und der Motor kann was.
Ziehen: Kräftiger, kultivierter 1,4-Liter-Turbobenziner, der es im Seat Leon auf 125 PS bringt.
Stützen: Der Seat Leon gefällt mit seinen vorbildlich konturierten Sportsitzen vorn.
Der komplett neue Ford Focus gefällt mit seinem satten Fahrgefühl und der guten Sicherheitsausstattung.
Das wuchtige Cockpit schränkt das sonst gute Raumgefühl ein, der Motor wirkt schlapp.
Kleine Verwirrung: Das Bedienkonzept mit vielen Tasten im Ford Focus strengt an.
Feine Lenkung: Die exakte, unaufgeregte Lenkung des Ford Focus überzeugt.
Der Test-Astra ohne Adaptivdämpfer kommt nicht ganz an die guten Leistungen bisheriger Exemplare heran.
Toller Sitzkomfort, sicheres Handling, hohes Sicherheitsniveau und das beste Licht sichern ihm dennoch Rang fünf.
Zäh: Trotz Turbo hat der lang übersetzte 1,4-Liter am Gewicht des Astra zu knapsen.
Praktisch: Im Vergleich zum Vorgänger gibt es im neuen opel Astra viele Ablagen.
Der Skoda Octavia überzeugt als konsequent gemachte Limousine ohne Modegags.
Wie seine Konzerngeschwister ist der Skoda klar positioniert. Er verzichtet auf Handlingfeuer,...
Sitzen: Vorne und hinten bietet der Skoda Octavia erstklassiges Platzangebot und gute Polster.
Laden: Ich habe den Größten: Unter die Skoda-Klappe passen 560 bis 1.430 Liter.
Alfa Romeo Giulietta: Der hübsche Italiener liebt den dynamischen Auftritt.
Der Viertürer versteckt nicht nur seine hinteren Griffe, sondern spielt auch sonst Coupé.
Das beginnt beim wunderschön gemachten Cockpit und zieht sich über die etwas nervöse Lenkung bis zum kräftig drückenden Turbomotor.
Anzeige erstatten: Im Alfa Romeo Giulietta gibt es ein Display für Ladedruck und Leistungsabfrage.
Charakterfrage: Per Wahlschalter verändern Motor und Lenkung im Alfa Romeo Giulietta ihren Stil.
Renault Mégane: Der Franzose ist komfortabel und turbokräftig, aber ohne Handlingambition.
Die sanfte, fein ansprechende Federung und der kultivierte, kräftige Turbomotor gefallen auf Anhieb.
Uhren-Mix: Analog und Digital – dieser Cocktail des Renault Mégane spaltet die Testmannschaft.
Auch der Bedien-Mix kommt nicht gut an: Umständlich handhabbares Insel in der Mittelkonsole.
Der CT 200h hat Begeisterungspotenzial. Sitzkomfort, Federung, Verarbeitung überzeugen.
Nur der Benziner verliert unter Last manchmal die Contenance, sparsam ist der Hybrid aber trotzdem.
Der Antrieb des Lexus CT 200h gibt sich geschmeidig: Perfektes Zusammenspiel der Hybrid-Komponenten.
Nichts für die Großfamilie: Vorn sehr bequemer, hinten beengter Lexus-Fond.
Der Peugeot 308 verfügt über einen gelungenen Innenraum, bringt aber eine schwache Bediensicherheit mit.
Beim Thema Platz ist der schick gemachte 308 ganz vorn dabei, ebenso beim Geräuschkomfort.
Rundumsicht, Bedienung und das Licht enttäuschen aber ebenso wie die schlecht konturierten Vordersitze.
Licht: Das Maxi-Glasdach spendet viel Helligkeit – im Gegensatz zu den Halogenscheinwerfern.
Luftig: Generöse Abmessungen und tolles Raumgefühl hinterm sauber verarbeiteten Armaturenträger.
Citroën C4: Der Franzose versucht es mit Schick und Komfort.
Der neue, geräumige und sauber verarbeitete C4 ist in den Mainstream eingeschwenkt.
Unausgewogene Federung und ebensolches Handling sowie der laute, wenig elastische Saugmotor verhindern allerdings eine gute Platzierung.
Bunte Uhren: Wählbare Beleuchtungsfarbe, schöne Displays.
der Citroen C4 trägt viele Tasten am Lenkrad mit der inzwischen wieder drehenden Nabe.
Laut: Unkultivierter, dröhniger und durchzugsschwacher Saugmotor mit 1,6 Liter Hubraum im Hyundai i30.
Der Hyundai i30 bietet ein klar strukturiertes, problemlos bedienbares Cockpit mit simpler Anmutung.
Slalom: Spurtreue, Lenkverhalten in Wechselkurven und Fahrstabilität lassen sich mit dem Slalom untersuchen. Die im 18-Meter-Abstand aufgestellten Pylonen werden – wie in allen Fahrdynamik- Tests – leer und voll beladen umfahren. Bester im Test Seat León (65,1 km/h) Schlechtester im Test Skoda Octavia (60,2 km/h)
Elchtest bei Stadtgeschwindigkeit: Beim Mastertest wird der VDA-Ausweich- oder Elchtest leer und beladen gefahren. Er soll eine Kippneigung bei Ausweichmanövern mit anschließendem Wiedereinfädeln in die ursprüngliche Fahrspur aufdecken. Bester im Test Seat León (72/52 km/h) Schlechtester im Test Lexus CT 200h (67/48 km/h)
split-Bremsung: Diese Übung fordert ESP und ABS extrem, denn das Auto soll trotz unterschiedlicher Reibwerte links und rechts nicht zu einer Seite ausbrechen. Keiner der Testwagen zeigte hier nennenswerten Korrekturbedarf, die Bremswege unterscheiden sich allerdings deutlich. Sie liegen zwischen 96 und 141 Metern. Bester im Test Opel Astra (95,5 m) Schlechtester im Test Hyundai i30 (141,3 m)
Ausweichmanöver bei Nässe: In diesem Test gilt es, bei Landstraßengeschwindigkeit auf komplett bewässerter Fahrbahn einem Hindernis auszuweichen und danach wieder auf die eigene Fahrspur zurückzulenken. Bewertet werden dabei Fahrgeschwindigkeit und notwendiger Lenkaufwand. Bester im Test Alfa Romeo Giulietta (116/103 km/h) Schlechtester im Test Skoda Octavia (96/81 km/h)
Schnelles Ausweichen: Wie sich die Test-Kandidaten bei einem schnellen Ausweichmanöver – zum Beispiel auf der Autobahn – verhalten, wird mit dem ISO-Wedeltest überprüft. Er wird sowohl leer als auch beladen gefahren und dokumentiert Spurtreue und Lenkverhalten. Hoch bauende Autos kommen hier manchmal in Schwierigkeiten, die Kompaktklasse reagiert problemlos. Bester im Test Alfa Romeo Giulietta (132,4 km/h) Schlechtester im Test Lexus CT 200h (122,2 km/h)
360-Grad-Rundumsicht: Dachpfosten und nicht versenkbare Kopfstützen stören den Fahrer beim Blick aus dem Auto. Wie stark sie das tun, wird beim Master-Test mit einem rundum schwenkbaren Laser gemessen. Bester im Test Skoda Octavia 21,9 Prozent Schlechtester im Test Opel Astra 31,3 Prozent
Für den Fahrer bleibt vor dem Auto ein Bereich im Verborgenen. Je größer er ausfällt, desto schwieriger ist problemloses Manövrieren, da Hindernisse wie etwa Poller leicht übersehen werden. Bester im Test Audi A3 Sportback 3,79 Meter Schlechtester im Test Peugeot 308 5,34 Meter
Bei diesem Test muss der Laser einen 50 Zentimeter hohen Pylon anvisieren. Er steht vor der rechten Fahrzeugecke und simuliert ein anderes Auto, hinter dem der Testwagen einparken soll. Bester im Test Audi A3 Sportback 1,20 Meter Schlechtester im Test Peugeot 308 2,47 Meter
Lichttest: Lichttest beweist deutlich den Vorteil von Xenonlicht. Hinzu kommt die positive Wirkung von Adaptiv-Funktionen.