Die Spitzenkräfte der Limousinen-Mittelklasse, vom neuen Audi A4 über die ebenfalls knackfrischen Renault Laguna und Mazda 6 bis hin zum bewährten VW Passat, treffen sich zum Master-Test von ...
Die Spitzenkräfte der Limousinen-Mittelklasse, vom neuen Audi A4 über die ebenfalls knackfrischen Renault Laguna und Mazda 6 bis hin zum bewährten VW Passat, treffen sich zum Master-Test von ...
... auto motor und sport mit den europäischen Schwesterzeitschriften.
Unter der Haube: rund 150 PS starke Benzinmotoren.
Neben dem normalen Testprogramm wurden die Fahrzeuge auch in weiteren Disziplinen verglichen:
Fahrversuche mit dem Schwerpunkt Sicherheit - etwa Ausweichen auf Nässe oder Stabilität in schnellen Kurven gehörten dazu.
Die elf Probanden wurden rund 4.000 Kilometer über Autobahnen und ...
... Landstraßen gescheucht.
Neben Hockenheim, Boxberg und dem Lausitzring führte die Vergleichsfahrt nach Italien.
Auch die Teststrecke in Vizzola und die italienischen Landstraßen vertieften die Eindrücke.
Damit keiner auf der Strecke bleibt: Routenbesprechung auf der Via Mala.
Die Unterschiede zeigen sich schon bei den Schlüsseln.
Eine flächendeckende Sicherheits-Vollausstattung bleibt auch bei den aktuellen Mittelklassen-Limousinen eine Illusion.
Sprachbarrieren wurden ebenso gemeistert wie unterschiedliche Schwerpunkte.
"Der Passat bietet viel Platz, Komfort und Leistung" - Christian Sterea, Rumänien
"Ob der Kunde die Sportlichkeit des Mazda auch wirklich goutiert?" - Christophe Congrega, Frankreich
Auch die äußeren Bedingungen der verschiedenen Ländern sind unterschiedlich.
"Der Audi-TFSI ist ein kräftig und fein kontrollierbarer" - Marko Tomac, Kroatien
Lediglich der Preis bleibt wegen der großen Schwankungen in Europa unberücksichtigt.
Eine Vermessung der Rundumsicht, und ...
... ein Lichttest im Lichtkanal mit ...
... anschließender Nachtausfahrt gehörten auch zum Programm.
Kandidat: Audi A4 1.8 TFSI
Beim neuen A4 rückt die Vorderachse weiter nach vorn, der Motor dafür ein Stück nach hinten.
Die ausgewogene Gewichtsverteilung bringt ein neutrales Handling.
Obwohl die Außenlänge auf 4,70 Meter gewachsen ist bleibt das Raumgefühl durchschnittlich.
Das ausgewogene Federungskomfort und leise abrollen macht ihm zum bequemen Reisegefährten.
Präzise Lenkung auch auf nassem Untergrund.
Der 1,8-Liter-Direkteinspritzer tritt kräftig an und ist dennoch sparsam.
Der Testverbrauch liegt bei 9,8 Liter auf 100 Kilometer.
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h ist der Audi der schnellste im Test.
Auch auf Nässe zeigt der A4 keine Schwächen.
Beim VDA-Ausweich oder Elchtest schneidet der Audi am besten ab.
Der Audi verzögert zuverlässig auf Sportwagenniveau.
Auch beim schnellen Ausweichen - zum Beispiel auf Autobahnen - schneidet der Audi am besten ab.
Drehfreudiger, durchzugsstarker und sparsamer Direkteinspritzer mit Turbolader.
Die Bi-Xenon-Scheinwerfer verfügen über ein aktives Kurvenlicht.
Audi gönnt den Norwegern keine Sidebags im Fond.
Optionales Sicherheitsangebot wie Spurhalteassistent gibt es auch ab Werk.
Kandidat: VW Passat 1.8 TSI
Beim Sichtfeld nach vorne schneidet der Passat am besten ab, mit 4,35 Metern bis zum Blickkontakt auf die Straße.
Beim VW trifft üppiges Platzangebot auf ausgeprägten Fahrkomfort.
Der neue 1,8-Liter-Motor mit 160 PS hält ein druckvoll-geschmeidiges Plädoyer für das Downsizing.
Kultiviert und dennoch spontan ansprechend liefert der Turbo-Direkteinspritzer die besten Fahrleistungen des Master-Tests.
Auch der Testverbrauch mit 9,9 Liter auf 100 Kilometer ist gut.
VW sieht für Briten und Franzosen keine intelligenten Airbags vor, ...
... dafür dürfen Polen und Schweizer kostenlos den Beifahrer-Airbag deaktivieren.
Trotz etwas drängendem Heck und leichter Wankneigung fahrsicher.
Einfache Bedienbarkeit trifft auf hohen Nutzwert.
Geräumige Türablagen.
Gut Plaziert: der Warnblinker.
Kandidat: Mercedes C 180 Kompressor
Trotz moderaten Außenabmessungen bietet der Mercedes ein ordentliches Raumangebot.
Die komfortable Federung und gute Ãbersicht machen den 1,5 Tonner zum perfekten Reisewagen.
Der per Kompressor aufgeladene 1,8-Liter-Motor entfaltet seine Kraft gleichmäßig und bereits ab niedrige Drehzahlen mit Temperament.
Das Sechsgang-Getriebe ist ausreichend präzise und ergänzt den ausgewogenen Charakter.
Beim µ-Split-Bremsen verhält sich die C-Klasse am besten.
Auch die Kurvenstabilität der C-Klasse ist in diesem Testumfeld unangefochten.
Beim Ausweichmanöver auf Nässe schneidet der Mercedes am besten ab.
Das Handling erlaubt hohe Kurvengeschwindigkeiten und schnelle Kurswechsel, ohne ins Nervöse abzugleiten.
Eine standfeste Bremsanlage zeichnet den Mercedes aus.
Die Lenkung verbindet Rückmeldung, Präzision und notwendige Ruhe.
1.796 cm³ Hubraum ermöglichen dank Kompressoraufladung den Sprint auf 100 km/h in 9,1 Sekunden.
Hervorragendes adaptives Optionslicht.
Das Interieur ist sauber verarbeitet und verfügt über ein gut ablesbares Digitaldisplay.
Gut strukturierte Bedienbarkeit und beste Sprachsteuerung derzeit.
Die Sicherheitsausstaung im Mercedes ist nahezu komplett - inklusive Presafe, das in Großbritannien sogar serienmäßig an Bord ist.
Kandidat: Ford Mondeo 2.0
Der Ford bietet ein opulentes Platzangebot.
Mit 4,84 Metern Länge und...
... 1,89 Meter Breite wächst der Mondeo über die Konkurrenz hinaus.
Dem Platzangebot angepasst ist auch der 550 Liter große Gepäckraum, der sich sogar noch erweitern lässt.
Trotzdem gibt der 1.505 Kilogramm schwere Mondeo nicht das dralle Volumenmodell, sondern den talentierten Kurvenswinger.
Unter anderem wegen der agilen, zielgenauen Lenkung, die dem Fahrer nur ungern eine Pause um die Mittellage gönnt, ihn lieber zu Richtungswechseln anspornt.
Spontan einlenkend erfüllt der zart untersteuernd bis neutral ausgelegte Mondeo Querbeschleunigungswünsche, ohne dabei störend mit dem Heck zu drängen.
Eingriffe des feinen ESP sind kaum nötig.
Talentierte Fahrdynamik zeichnen den Mondeo aus.
Der Zweiliter geht geräuschvoll und leicht vibrierend zur Sache und muss sich spürbar mit dem hohen Gewicht plagen.
Ein Schwachpunkt ist der Berührungsbildschirm in der Mittelkonsole, der sich bei Sonneneinstrahlung kaum ablesen und wegen der eigenwilligen Menüstruktur teils schwer bedienen lässt.
Adaptiv: Rückleuchten.
Bequemen, groß geschnittenen Sitzen mit ordentlichem Seitenhalt sowohl vorne als auch hinten.
Die maximale Zuladung beträgt 585 Kilogramm.
Farbenfroh zeigt sich der Bildschirm im Cockpit.
Kandidat: BMW 318i
Saubere Verarbeitung sowie ein reduziert-elegantes Ambiente ohne vordergründige Effekte bietet der 3er.
Der 143 PS starke Zweiliter sorgt mit spontanem Ansprechen, hoher Laufkultur und einem präzisen Sechsgang-Getriebe für Freude am Fahren,
Dafür ist der Direkteinspritzer sehr sparsam: Wer es darauf anlegt, kann den kompakten Mittelklässler mit sieben Liter/100 km bewegen.
Serienmäßiger Sparhilfen wie Start-Stopp-Automatik, abkoppelnder Lichtmaschine und aerodynamikfördernder Jalousien vor den Kühlluftöffnungen bringen Verbrauchsvorteile.
Der BMW besitzt eine direkte, rückmeldungsfreudige Lenkung ohne Antriebseinflüsse.
Direkt und fahrsicher ist der 3er auf Parcours und Straße.
Eine ausgeglichene Gewichtsverteilung plus Heckantrieb mischt sich zu einem leckeren Fahrdynamik-Cocktail.
Das hervorragend abgestimmte elektronische Stabilitätsprogramm greift, wenn nötig, sanft und sicher ein.
Der BMW vollzieht schnelle Richtungswechsel wie langgezogene Kurven mit geringer Karosseriebewegung und hoher Präzision.
BMW verzichtet grundsätzlich auf Sidebags hinten.
Optional wird eine Telematik-Option in Deutschland, Italien und Großbritannien angeboten.
Der BMW weiß unmittelbares Fahrgefühl ebenso zu schätzen wie eine ergonomische Sitzposition.
Klassisch gestaltete, gut ablesbare Rundinstrumente mit Verbrauchsanzeige.
Einfach erreichbarer Warnblinker.
Das ESP ist mehrstufig Einstellbar.
Kandidat: Renault Laguna 2.0 16V
140 PS treiben den neuen Laguna an.
Der Zweiliter-Motor überzeugt in der Praxis mit seiner kultivierten Art und einer angenehm ausgeglichenen Kraftentfaltung.
Im Innenraum herrschen hochwertig wirkenden Kunststoffe, exakte Spaltmaße und akkurat gesetzte, silberfarbene Intarsien sowie präzise klickende Regler.
Nahezu alle Tester klagen über die hohe Sitz-Position hinterm tiefen Lenkrad sowie über die kurzen Sitzflächen.
Die Lenkung ist leichtgängig, unpräzise und agiert synthetisch.
Geringe Karosseriebewegung und das dynamikfreundliche elektronische Stabilitätsprogramm unterstützen den Fahrer.
Grundsätzlich ist der Renault neutral und fahrsicher.
In bestimmten Situationen drängt die Schrägheck-Limousine deutlich mit dem Heck.
Den 18-Meter-Slalom kann der straff abgestimmte Renault am schnellsten durchfahren.
Von der Rückbank kommt Protest wegen zu geringen Beinraums und mäßiger Kopffreiheit.
Über mangelndes Ladevolumen hinter der großen Heckklappe beschwert sich niemand, im Normalzustand warten 462 Liter auf Inhalt.
Klar gruppierte Inseln erleichtern die Orientierung, lediglich die zwischen den Sitzen platzierte Naiv-Einheit mit Tasten und einem zentralen Kipp-Dreh-Drücksteller erscheint überfrachtet.
Saubere, teils hochwertige Verarbeitung.
Kandidat: Mazda 6 2.0 MZR
Der neue ist größer, leichter und konsequent dynamisch ausgerichtet.
Beim Federungskomfort schwächelt der Mazda 6 deutlich.
Im Innenraum herrscht klassischer Japan-Stil mit hohem Hartplastik-Anteil.
Dank geschickt arrangierter Säulen bietet der Mazda 6 die beste Rundumsicht.
Die etwas gefühllose Lenkung verzichtet auf eine ausgeprägte Ruhezone in der Mittellage, animiert damit sogar passionierte Geradeausfahrer zum Querbeschleunigungs-Schnuppern.
Der drehfreudige Motor unterstütz zusammen mit der spaßig-knackigen, auf kurzen Wegen agierenden Sechsgang-Schaltung dynamische Ambitionen .
Agil, neutral und mit geringer Seitenneigung passiert die lediglich 1.358 Kilogramm schwere Limousine Kurven jeder Art vom Slalom-Gezacke bis zur langgezogenen Autobahn-Biegung.
Im Extremfall greift das fein abgestimmte elektronische Stabilitätsprogramm hilfreich ein, entschärft damit die ausgeprägte Tendenz zu Lastwechselreaktionen.
Auf plötzliches Gaswegnehmen in der Kurve reagiert der Mazda in bestimmten Situationen mit einem nach außen drängenden Heck.
Mit einem Verbrauch von 10,2 Liter/100 km rangiert der Mazda 6 nur im hinteren Mittelfeld.
Ein Ruhmesblatt sind die 39 Meter Bremsweg nicht.
Die Sitze im Mazda 6 sind hart gepolstert.
Die Bedienung mit Lenkradtasten und Mittendisplay ist gewöhnungsbedürftig.
Kandidat: Opel Vectra 2.2 direct
Bei der Rundumsicht fallen am Vectra die A- sowie die nachfolgenden Säulen störend auf.
Beim Platzangebot und Raumgefühl kann er mit der frischeren Konkurrenz mithalten und sich durch die große Klappe der Schrägheck-Version sogar einen Pluspunkt erarbeiten.
Dagegen fallen minimale Ablagemöglichkeiten im Innenraum negativ auf.
Seine etwas poltrige, stuckerige Federung gibt kurze Unebenheiten weiter, kassiert mittlere und lange Wellen ordentlicher.
Obwohl die Karosserie deutlich nachschwingt, bleibt der Vectra gutmütig und einfach beherrschbar.
Die Lenkung ist träge, bisweilen stößig.
Das Händling ist behäbig, aber sicher.
Beim Bremsen enttäuschen Pedalgefühl und Verzögerung.
Menüstruktur von Klimaanlage und Infotainment inklusive der unattraktiven Kartengrafik sind gewöhnungsbedürftig.
Der kultivierte 2,2 Liter große Direkteinspritzer legt schon bei niedrigen Drehzahlen zu.
Viel Platz, aber wenig Komfort auf den unergonomischen Seriensitzen.
Verwirrender Tastenblock mit Schiebeschalter für die Wahl der Fenster.
Kandidat: Saab 9-3 1.8t
Ziemlich träges, aber insgesamt sicheres Handling.
Der Saab 9-3 gibt den skandinavischen Gentleman, der seine Insassen auf wohnzimmertauglich behagliche Vordersitze bettet.
1,8 Liter groß und sanft aufgeladen durchquert der 150 PS starke Vierzylinder das Drehzahlband ohne signifikante Stimmungsschwankungen.
Für 150 PS erscheinen die Spritkosten angesichts von 10,2 Liter Durchschnittsverbrauch zu hoch.
Das hervorragende Bi-Xenon-Licht des 9-3 kommt auch mit forciertem Tempo oder schwierigen Bedingungen klar.
Als klarer Untersteuerer drängt er nur im Extremfall zart mit dem Heck, lässt sich in den meisten Situationen mit der leichtgängigen, ausreichend präzisen Lenkung ohne besonderen fahrerischen Aufwand dirigieren.
Außer beim doppelten Spurwechsel auf nasser Fahrbahn, wo der Fahrer gefordert wird.
Fahrdynamisch hält sich der Schwede vornehm zurück, kurvt bedächtig um die Pylonen.
Beim Saab ist ESP in manchen Länder aufpreispflichtig.
Langstreckentaugliche Sitze.
Der 9-3 ist sauber Verarbeitet.
Saabtypisch: Zündschlüssel in der Mittelkonsole und Bügelgriff der Handbremse.
Als einziger verfügt der Saab über ein Nightpanel, das überflüssige Informationen im Cockpit ausblendet.
Kandidat: Peugeot 407 140
Der 407 bietet ordentlichen Komfort.
Die coupéhafte Form beeinträchtigt das Raumgefühl und die Übersicht negativ.
Manchmal ist das Fahrverhalten sehr diffus.
Normalerweise untersteuert der Peugeot sanft und sicher, absolviert etwa den Slalom-Parcours mit geringer Seitenneigung.
Beim doppelten Spurwechsel auf nasser Bahn schiebt er dann stärker über die Vorderachse, benötigt massiven ESP-Eingriff, um auf Kurs zu bleiben
In schnellen Kurven wechselt der 407 beim plötzlichen Gaswegnehmen ins Übersteuern, was sowohl in der Kreisbahn als auch beim ISO-Wedeltest negativ auffällt.
Dabei drohen zudem deutliche Konter, weil das elektronische Stabilitätsprogramm so spät eingreift.
Die komfortable Federung wird den meisten Straßenoberflächen lässig fertig.
Störend ist die hohe Ladekante.
Der Motor wirkt trotz 140 PS sehr schlapp.
Das Platzangebot vorn genügt, hinten wird es enger.
Mit 407 Liter Kofferraumvolumen begnügt sich der Peugeot.
Die Mittelkonsole ist total überfrachtet.
Im Vergleich bietet der 407 das schlechteste Licht (Halogen).
Kandidat: Chrysler Sebring 2.0
Mit 4,85 Meter ist der Chrysler der Längste im Test.
Die Amerikaner schaffen es, auf der Außenlänge einer Mercedes E-Klasse das knappe Raumgefühl eines 3er-BMW unterzubringen.
Der 156 PS starker Zweiliter-Vierzylinder besitzt eine ausgeprägt Durchzugsschwäche.
10,3 Liter gönnt sich der Sebring auf 100 Kilometer.
Der Chrysler Sebring ist kein unsicheres Auto, aber auch kein gutes.
Der Gepäckraum ist mit 386 Litern am kleinsten von allen Kandidaten.
Beim Sichtfeld nach Vorne trifft der Blick erst nach 6,20 Metern auf die Straße.
Beim Handling kann der Sebring nicht überzeugen.
Die Bremsen im Chrsyler sind mit 40 Meter-Bremswegen sehr schwach.
Fahrkomfort kommt durch die stößig-poltrige Federung nicht auf.
Das Licht ist nur mittelmäßig.
Die Raumökonomie ist sehr schlecht.
Pfiffig sind die beheizbaren Cupholder.
Unergonomisch geformten Sitze und komplizierte Bedinung im Innenraum.
Stellenweise inakzeptable Detailverarbeitung.