Offroader aus dem Bilderbuch der Lagerfeuerromantk sind Dacia Duster, Mini Countryman, Skoda Yeti und Suzuki SX4 S-Cross nicht gerade. Aber: Sie passen ins Leben vieler Menschen.
Offroader aus dem Bilderbuch der Lagerfeuerromantk sind Dacia Duster, Mini Countryman, Skoda Yeti und Suzuki SX4 S-Cross nicht gerade. Aber: Sie passen ins Leben vieler Menschen.
110 bis 120 Diesel-PS und Allradantrieb haben alle gemein, trotzdem treten die vier Kompakt-SUV mit sehr unterschiedlichen Wesenszügen auf.
Skoda Yeti 1.6 TDI und 2.0 TDI. Vermutlich betroffen sind Modelle der Baujahre 2009 - 2014.
Mit dem Zweiliter-Turbodiesel geht es in 12,2 Sekunden von Null auf Tempo 100.
Zu heiß? Dann ab in Eis, wo sich der Yeti herumtreibt. Auch irgendwie ein dämonisches Ding. Und halt ein Skoda.
Downsizing 2.0: Hubraum beibehalten (1.968 ccm), Leistung minimiert (120 PS). Verbrauch im Test: 7,3 L/100 km.
Suzuki: Ein All-inclusive-Cluburlaub auf Rädern, nur ohne Bändchen.
6,4 Liter Testverbrauch. Damit ist der flotte Suzuki um 0,9 Liter sparsamer als der Skoda. Auch beim Minimalverbrauch (4,7 Liter) setzt der SX4 die Maßstäbe. Von Null auf Hundert geht es in 10,9 Sekunden.
Hurtig, hurtig: Der Suzuki folgt seiner um die Mittellage engagierten Lenkung willig, wirkt aber leicht taumelig.
Druckvoll: Der 1,6-Liter kommt flott zur Sache und dreht gern. Seine Daten: 110 PS und 280 Nm Drehmoment.
Mini: Auch der Allrad-Countryman singt das Hohe Lied der Agilität.
11,3 Sekunden benötigt der vierradgetriebene Countryman beim 0-100-Sprint.
Die elektrische Servolenkung des Mini Countryman Cooper D ALL4 spricht ungemein spontan an und ist sehr direkt übersetzt.
Bitte warten: Im Drehzahlkeller klafft ein spürbares Turboloch. 1,6-Liter-Diesel mit 112 PS und 270 Nm Drehmoment.
Dacia: Sieht aus, als könne ihn ein Sibirien-Ausflug nicht schrecken.
Für den Sprint von Null auf 100 km/h benötigt der Rumäne 12,3 Sekunden.
No sports: Auch zwischen den Pylonen zeigt sich der Dacia als eher entschleunigender Typ.
Hört her: ein Diesel! Der kleine 1,5-Liter leistet 110 PS, entwickelt 240 Nm Drehmoment und darf laut tönen.
Skoda Yeti: Gibt die Bedienung Rätsel auf, liegt das Problem nicht hinterm Lenkrad. Es dreht vielmehr an ihm.
Navi und Co. lassen sich im Skoda Yeti intuitiv bedienen.
Suzuki SX4 S-Cross: Lage und Funktion der Bedienelemente sind guter japanischer Standard. Klimaautomatik serienmäßig.
Alles im Griff: Allgrip-Antrieb mit vier Fahrprogrammen.
Mini Countryman: Es ist unwahr, dass der nächste Mini maxi wird, damit der Multifunktionstacho noch größer werden kann.
Unpraktisch, aber eben Folklore: Mini-Kipphebel und –Tasten.
Dacia Duster: Schimmernde Einfassungen um Instrumente und Lüftungsdüsen kämpfen tapfer gegen harten Kunststoff.
Wahlprogramm: sperrbarer Front- oder Allradantrieb.
Skoda Yeti: toller Sitzkomfort. Die Beifahrerlehne ist für 80 Euro klappbar.
Suzuki SX4 S-Cross: ordentliche Sitze, beim Comfort Plus serienmäßig mit Heizung und Lederbezügen.
Die üppig gepolsterten Sitze tragen auf Wunsch Leder (1.450 Euro).
Dacia Duster: kurze Fläche, mühsame Verstellung, ermüdende Sitzposition.
Skoda Yeti: bestes Raumangebot in dieser Testrunde.
Suzuki SX4 S-Cross: bequeme, aber seitenhaltfreie Rücksitzbank. Das Glasschiebedach schränkt zudem die Kopffreiheit ein.
Verschiebbare Rückbank mit Platz für Großgewachsene.
Dacia Duster: nicht wirklich komfortabel geformte Rückbank.
Skoda Yeti: Die hohe innere Ladekante ist Serie. Abhilfe kostet 165 Euro. Kofferraumvolumen: 405 bis 1.580 Liter.
Wie es euch gefällt: drei klapp- und demontierbare Rücksitze.
Suzuki SX4 S-Cross: Der doppelte Boden schließt mit der Ladekante bündig ab.
Bei umgelegter Rückbank wächst das Ladevolumen von 430 auf 1.269 Liter.
Kleinraumwohnung: Koffer sind bei zurückgeschobener Bank tabu.
Der Mini Countryman bietet gerade einmal 1.170 Liter maximales Laderraumvolumen.
1.604 Liter Kofferraumvolumen bietet der Dacia Duster bei umgeklappten Rücksitzlehnen.
Großflächig und gut beladbar: der Gepäckraum ohne störende Kante.
Vergiss den Orinoco. Am Rhein ist es auch schön. Und die vier Allradler bringen dich ganz nah ans Wasser und zurück.