Der Qashqai ist Nissans Topseller in Deutschland und Zweiter im Segment der Kompakt-SUV – nach dem VW Tiguan. Ein Vergleich mit Tiguan und Kia Sportage zeigt, wie seine Chancen stehen.
Der Qashqai ist Nissans Topseller in Deutschland und Zweiter im Segment der Kompakt-SUV – nach dem VW Tiguan. Ein Vergleich mit Tiguan und Kia Sportage zeigt, wie seine Chancen stehen.
Gerne doch! Alle drei Allradler zählen in Deutschland zu den beliebtesten SUV.
VW Tiguan: Sehr sachlich, im Gegenzug aber komfortabel und praxisorientiert.
80 bis 120 km/h: Lang übersetzt, benötigt der Tiguan im Zwischenspurt auf 120 km/h im sechsten Gang drei Sekunden mehr als der flotte Qashqai.
Klar, von außen sind die zwei Asiaten auffälliger, der VW aber ist überzeugender.
Kultiviert und leise, fehlt es dem TDI des VW nur an Schubkraft aus hohen Gängen.
Nissan Qashqai: Pfiffige Details, einfache Bedienung und viel Laderaum.
5,4 l/100 km Minimalverbrauch: Der 1,6 Liter kleine Diesel des Nissan benötigt auf der speziellen Verbrauchsrunde 0,6 Liter weniger als der 2.0 CRDi im Kia.
440 kg Zuladung: Der Qashqai wiegt 1.590 Kilo. Da bleibt für Insassen und Gepäck bei einem erlaubten Gesamtgewicht von 2.030 Kilo nur wenig übrig.
Nach einer kleinen Anfahrschwäche legt der sparsame 1.6 dCi flott los, kerniger Klang.
Kia Sportage: Flotter Auftritt, ausreichend Platz und günstig zu haben.
40,4 m Bremsweg beladen: Damit steht der Kia Sportage aus Tempo 100 mit warmen Bremsen 3,5 Meter später als der VW Tiguan.
Gelände? Lieber selten. Nur der Tiguan verfügt über permanenten Allradantrieb.
Der 136 PS starke Kia-Diesel sorgt für die besten Fahrleistungen, verbraucht aber mehr.
VW Tiguan: Ziemlich nüchtern, aber solide und übersichtlich: das Cockpit im Tiguan.
Der Spurt von 0 auf 100 km/h ist in 10,4 Sekunden erledigt.
Das überteuerte Uralt-Navi kostet ca. 2.060 Euro.
Die Adaptivdämpfer kosten 1.115 Euro.
Der Nissan Qashqai lockt mit Panoramadach, weichem Leder, Klavierlack ...
… und serienmäßigem Navi.
Per Tastendruck lässt sich der Allradantrieb auch dauerhaft aktivieren.
Kia Sportage: Fahrer und Beifahrer trennt eine breite Mittelkonsole, die mit vielen Ablagen aufwartet. Die Bedienung von Radio und Klimaautomatik ist selbsterklärend.
Links vor dem Knie: Tasten für Allrad und Bergabfahrhilfe.
Die Rückbank des VW Tiguan ist serienmäßig verstellbar.
Den Sitzen im Nissan Qashqai fehlt es allerdings an Seitenhalt.
Auch der Kia bietet viel Platz im Fond.
Ohne den 175 Euro teuren Ladeboden stören die hohe Innenkante und die mächtige Stufe im VW.
Maximal 1.585 Liter Kofferraumvolumen bietet der Nissan.
Hilfreich: der variabel einsetzbare Ladeboden.
Ausreichend Platz, hohe Ladekante hat der Kia.
Guldes Connecivity-Check nimmt das Infotainment des Quashqai noch einmal unter die Lupe.
Mit sieben Zoll ausreichend großer, aber etwas milchig wirkender Monitor.
Verkehrsmeldungen holt sich die Navigation über den veralteten TMC-Dienst.
Unabhängig vom Hauptmonitor gibt ein Zusatzdisplay Abbiegehinweise.
Die im Smartphone gespeicherte Musik ließ sich auf Anhieb übertragen.
VW Tiguan: Seine ausgewogene sowie sichere Fahrwerksabstimmung bringt den geräumigen und variabel eingerichteten Tiguan weit nach vorn. Sein Manko: die magere Ausstattung und mäßige Elastizitätswerte.
Nissan Qashqai: Für den großen Punkteabstand zum Tiguan sind das holprige Fahrwerk, die inhomogene Lenkung und die niedrige Zuladung verantwortlich. Sehr gelungen: die cleveren Sicherheits-Extras und das günstige Navi.
Kia Sportage: Schlechte Bremsen und fehlende Assistenzsysteme kosten den Sportage mächtig Punkte. Mit niedrigem Grundpreis und der siebenjährigen Garantie robbt sich der flotte Kia dennoch nah an den Nissan heran.