Der neue Kia Carens fordert den gerade aufgefrischten Renault Grand Scénic und den etablierten Opel Zafira Tourer heraus.
Der neue Kia Carens fordert den gerade aufgefrischten Renault Grand Scénic und den etablierten Opel Zafira Tourer heraus.
Der Neue kommt mit mit einem cleveren Konzept und feschen Design.
Zafira Tourer und Grand Scénic sind acht und sieben Zentimeter höher als der geducktere Carens und haben zudem größere Heckklappen.
Opel Zafira Tourer: Der Van hat sich zu einer echten Größe entwickelt.
Er überragt seine Wettbewerber in allen Maßen.
Entsprechend bietet er seinen Passagieren ein oberklassiges Raumangebot.
Mit 1.764 Kilogramm ist er aber auch der schwerste Van im Vergleich.
Das Gewicht drückt aufs Temperament.
Mit 300 Nm stellt der Zweiliter-Diesel zudem das geringste Drehmoment.
Zu viele Tasten, dazu ein umständliches Navi im soliden Zafira-Cockpit.
Die Assistenzsysteme werden über Tasten auf der Mittelkonsole aktiviert.
Die kuschelige Rückbank lässt sich für 295 Euro ...
... zur loungigen Zweiercombo umbauen.
Im sehr großen Kofferraum klafft bei teilumgeklappter Lehne ...
... eine störende Lücke.
Theoretisch genial, in der Praxis klapprig: integrierter Fahrradträger.
Wenden wir uns dem Kia Carens zu.
Kia Carens: Viel Raum – übrigens auch für Verbesserungen.
Der Carens ist der kleinste Van des Trios.
So dynamisch die Linie sein mag – kleine Fensterflächen erschweren die Rundumsicht.
Über das Stadium des Preisbrechers fühlt sich der Kia Carens in seiner vierten Generation endgültig erhaben.
Mit 28.490 Euro liegt der reichhaltig ausgestattete Kia Carens nun schon fast auf dem Niveau der Konkurrenz.
"Auch unter die moderne Form des Carens packen die Techniker – nennen wir es mal ganz höflich – bewährte Technik." Gemeinst sind die Drehstabfedern hinten.
Das Raumgefühl im Kia gleicht mehr einem Kombi als einem Van.
Je mehr Funktionen es gibt, desto unübersichtlicher wird es, wenn jede eine Taste hat.
Die Lenkung ist so oder so rückmeldungsarm.
Mit dem Zusatzspiegel hat man die Passagiere immer im Blick.
Die dritte Reihe duckt sich flach in den Kofferraum; ebene Ladefläche, kleine Klappe.
Das Laderaumrollo bewohnt eine kleine Einliegerwohnung.
Rutschte der Herr in Reihe zwei ein Stückchen vor, gäbe es ganz hinten akzeptabel Platz.
Der dritte im TRio ist der überarbeitete Renault Scénic.
Renault Grand Scénic: Kaum veränderter, pragmatischer Familienheld.
Sehen Sie den Unterschied? Bei der Modellpflege blieb das Heck unverändert.
Die Front bekam dagegen ein neues Gesicht verpasst.
Der Turbodiesel ist zwar nicht ganz neu, überzeugt aber mit seinem Durchzugsvermögen.
Der Federungskomfort im Renault ist hoch.
Das weiche Setup verhindert allerdings eine ambitioniertere Gangart.
Mit einem Testverbrauch von 7,0 Liter ist der Scénic klar der Sparsamste.
Die elektrisch unterstützte Lenkung spricht nur sehr indirekt an.
Weiterhin etwas herausfordernde Bedienung und kleine Digitalinstrumente.
Auch der Scénic verfügt über einen zweiten Innenspiegel.
Jeder der drei Einzelsitze im Fond hat Isofix-Anker, ist um 19 Zentimeter verschiebbar und ...
... herausnehmbar. Klappt bei 17 kg gut, aber fummeliger Einbau.
Damit der Laderaum eben ist, müssen die Sitze ganz vorklappen – oder eben raus.
Die Laufkultur des Renault-Diesels ist gut.
Doch am Ende siegt der Opel nach Punkten, vor dem Kia und dem Renault.