Diese beiden haben keine Angst, wenn es schmutzig wird. Für Schotter, Dreck und Steine sind Jeep Renegade Trailhawk und Mini Cooper SD Countryman All4 gut gerüstet. Doch wer kann mehr?
Diese beiden haben keine Angst, wenn es schmutzig wird. Für Schotter, Dreck und Steine sind Jeep Renegade Trailhawk und Mini Cooper SD Countryman All4 gut gerüstet. Doch wer kann mehr?
Stramme 1.626 Kilogramm (Jeep Renegade) und 1.474 Kilogramm (Mini Countryman) bringen die beiden Klein-SUV auf die Waage.
Der Jeep Renegade ist sowohl größer, breiter und höher als sein Konkurrent.
Trotz weniger Leistung und Drehmoment zieht der Mini Countryman spürbar besser und verbraucht darüberhinaus mit 7,4 l/100 km auch noch weniger.
Das bekannt holprige Naturell beschert dem Mini Vorteile in puncto Fahrdynamik, auch der niedrigere Schwerpunkt spielt hier eine durchaus positive Rolle.
Dank einer direkten Lenkung mit ausgezeichneter Rückmeldung, zeigt der Countryman kaum Lastwechselreaktionen und lässt sich sicher und kontrolliert fahren.
Der Reihenvierzylinder-Diesel im Countryman leistet 143 PS und verfügt über ein maximales Drehmoment von 305 Nm.
Die getestete Trailhawk-Variante ist, zugegebenermaßen, eher für den Offroad-Gebrauch ausgelegt. Hier zeigt sich aber der deutlich bessere Fahrwerkskomfort des Renegade, selbst größere Unebenheiten werden relativ gut weggefedert.
Die Höhe in Kombination mit Allwetterreifen lässt das Gripniveau beim Renegade schnell leiden, dank gut arbeitendem ESP bringt der Jeep seine rutschenden Räder fix wieder unter Kontrolle.
Beim Bremsen hat der Renegade das Nachsehen: Aus 100 km/h braucht er 39,4 Meter bis zum Stillstand, eine früher gemessener, straßenbereifter Renegade, hat diesen Werte noch deutlich unterboten.
Ebenfalls mit einem Vierzylinderdiesel ausgestattet stemmt der Renegade 170 PS und verfügt über 350 Nm maximales Drehmoment. Beide Kategorien stechen den Mini deutlich aus.
Den Trailhawk gibt es nur mit Neunstufenautomatik. Diese tangiert aber deutlich die Grenzen der Notwendigkeit, das Sechsganggetriebe im Mini arbeitet deutlich harmonischer. Außerdem ist diese Variante knapp 2.700 Euro billiger.
Bei Sprüngen sitzt der Mini-Fahrer wie auf einem Donnerbalken, die Stärken des Countryman liegen eindeutig in anderen Bereichen.
Anders im Jepp: Dessen Fahrwerk verdaut kleinere Sprünge sehr ordentlich.
Das Countryman-Interieur folgt dem Stil der Marke. Die kleine Geschwindigkeitsanzeige in der Mitte ist suboptimal, bei den Knöpfen ist der Name Programm: Sie sind buchstäblich mini.
Zur Tempoanzeige taugt das Rundinstrument nicht. Vor allem bei hohem Tempo stört es, den Blick durch das Cockpit schweifen lassen zu müssen. Als Navi-Monitor ist die Anzeige deutlich besser geeignet.
Die Sitze sind straff gepolstert, die Flächen eher spärlich bemessen.
Das Interieur des Jeep ist verspielt. Die Designer haben es bisweilen etwas mit der Zuschaustellung von Historie und Tradition etwas übertrieben. Trotzdem gelingt die Bedienung meist gut.
Offroad wird ein Navigationsgerät zum Luxus-Element.
Die unterschiedlichen Programme können je nach befahrenem Untergrund per Drehknopf gewählt werden.
Gut sind die bequemen Sitze, die allerdings nur spärlichen Halt bieten.
In den Fond des Mini passen bestenfalls zwei Erwachsene hinein, der mittlere Platz ist, wie bei jedem Cooper-Modell, nur Show.
Im Jeep könnten zur Not auch drei Leute im Fond Platz finden, die Durchlade in der Rückenlehne des Mittelsitzes ist Serie.
Einzeln umklappbare Rücksitze erweitern das Ladevolumen des Countrryman von 350 auf 1.170 Liter. Die kleineren Abmessungen stören allenfalls beim Einladen von hohen Gepäckstücken.
Trotz des kastigen Äußeren kommt der Laderaum auf mäßige 351 Liter Volumen. Alternativ können diese auf 1.297 Liter erweitert werden.
Auf Asphalt bietet der Mini Countryman das eindeutig angenehmere und passendere Fahrgefühl, ...
... auf Schotter und im Gelände kommen dem Renegade Trailhawk aber seine kürzer übersetzten Achsen sowie die gesteigerte Bodenfreiheit und die Allwetterreifen zu gute.
In seiner Geländegängigten Version muss der Countryman dem Renegade Offroad den Vortritt lassen.
Das ändert aber nichts an der Testniederlage des Jeeps. Ein harmonischere Antriebseinheit, das bessere Fahrwerk, der niedrigere Verbrauch und die besseren Bremsen geben den Ausschlag.