Er trägt zwar einen berühmten Namen, doch beim Renegade mit Fiat-500-Genen könnten die alten Freunde der Offroad-Marke in Schnappatmung verfallen.
Er trägt zwar einen berühmten Namen, doch beim Renegade mit Fiat-500-Genen könnten die alten Freunde der Offroad-Marke in Schnappatmung verfallen.
Wie viel Jeep steckt im neuen Kompakt-SUV, und wie gut schlägt er sich gegen Dacia Duster, Suzuki SX4 S-Cross und Seriensieger Skoda Yeti?
Skoda: Teuer – aber der Yeti ist ein kultivierter, gepflegter Allrounder.
173.840 Skoda Yeti waren zum Jahresbeginn 2019 in Deutschland zugelassen.
Laufruhig, leise und kraftvoll zeigt sich der Zweiliter-TDI im Yeti – ein Mustermotor.
Jeep Renegade: Rustikaler Auftritt – die ausgereifte Technik ist hübsch verpackt.
Für den Sprint auf Tempo 100 benötigt er 10,3 Sekunden.
Der Fiat-Diesel passt gut zum raubeinigen Jeep Renegade, er ist kraftvoll, aber nicht leise.
Suzuki: Gut ausgestattet, doch nicht billig – der Sportwagen unter den kleinen SUV.
6,6 Liter konsumiert der Suzuki SX4 S-Cross im Testmittel und ist damit der Sparmeister in diesem Test. Er unterbietet den Skoda um 1,1 Liter pro 100 km.
Der etwas kurz übersetzte Motor zählt zu den besseren Seiten des kleinen S-Cross.
Dacia: Preisgünstig – doch federn kann der Duster richtig gut.
Der Duster beschleunigt innerhalb von 12,7 Sekunden auf 100 km/h.
Die Fahrleistungen sind mau, die Laufkultur mäßig, der Diesel ist kein Vorzeigemotor.
Skoda: Der Yeti punktet mit guter Verarbeitungsqualität und solidem Interieur.
Der Offroad-Assistent ist beim Elegance Serie, sonst 80 Euro.
Auch die komfortablen und bequemen Sitze überzeugen.
Jeep Renegade: Starker Auftritt. Auch dank einer ordentlichen Verarbeitungsqualität und gutem Platzangebot.
Mit den vier Fahrprogrammen kommt der Jeep fast überall durch.
Bedienknöpfe hinter den Lenkradspeichen waren noch nie eine gute Idee.
Suzuki: Der SX4 bietet eine gute Serienausstattung.
Den Fahrmodus-Schalter hat der SX serienmäßig, die Traktion ist gut.
Das Touchscreen-Navi ist serienmäßig dabei und gefällt mit guter Spracherkennung.
Dacia: Richtig überzeugen konnte der Duster nicht. Dafür Verantwortlich ist unter anderem auch die spärrliche Ausstattung.
Der Dacia lässt sich per Knopfdreh auf starre Kraftverteilung umschalten.
Kräftige Burschen mit starken Handgelenken scheitern an der Lehnenverstellung.
Skoda: Der Yeti schafft auch hinten viel Platz.
Jeep: Luftiges Platzangebot vorn und im Fond.
Suzuki: Hinten wartet eine harte Bank auf die Passagiere.
Dacia: Die Sitzbank hinten ist dagegen hart, unbequem und rutschig.
Skoda: Mit seinem variablen Laderaum, der großen Heckklappe und der kubischen Form packt der Yeti ganz schön viel hintenrein, nur die maximale Zuladung ist fast schon etwas knapp.
Die drei Rücksitze lassen sich einzeln ausbauen, allerdings nicht kinderleicht.
Jeep Renegade: Der Laderaum ist zwar nicht der größte und die Öffnung schmal, doch der Renegade taugt für normale Transportaufgaben.
Suzuki: Der Ladeboden ist nicht eben, das Dach niedrig, die Kofferraumöffnung eher klein: Der Suzuki ist kein Fall für Hobby-Spediteure.
Dacia: Über Platzmangel braucht man im Duster nicht zu klagen, die fast ebene Fläche und die große Klappe laden zum Laden ein.
Das Kreuz im Jeep-Rücklicht soll an die Grafik der Armee-Benzinkanister erinnern.
Auch wenn er teurer als seine Konkurrenz ist, überrascht es einen nicht, dass der Skoda gewinnt. ...
... Er ist ein solides, komfortables und freundliches Auto, das in der Summe seiner Eigenschaften der Konkurrenz mal wieder überlegen ist.
Jeep Renegade: Starkes Debüt des Renegade, er überzeugt mit gutem Fahrwerk, ordentlicher Qualität und gutem Raumangebot. Ganz billig ist der kleine Italo-Amerikaner nicht, ähnlich wie der Yeti.
Suzuki SX4 S-Cross: Serienausstattung und Verbrauch sind das Beste am SX4, Bremsen und Fahrwerk enttäuschen. Zudem ist das Platzangebot eher spärlich – bei dem Preis dann doch etwas wenig.
Dacia Duster: Der günstige Preis allein reicht nicht. Den Duster muss man haben wollen, alle anderen verdrießt er mit müdem Motor, billiger Anmutung, spärlicher Ausstattung und mäßiger Dynamik.