Rover P5B und Jaguar Mark II - zwei majestätische Limousinen, wie sie nur im Königreich gebaut werden konnten.
Rover P5B und Jaguar Mark II - zwei majestätische Limousinen, wie sie nur im Königreich gebaut werden konnten.
Die Queen bevorzugte den Rover P5B, dem Jaguar Mark II hing zeitweise ein halbseidenes Image an.
Der Jaguar Mark II ist aber schon lange als Klassiker akzeptiert.
Zwar ist der 3,8-Liter Sechszylinder 10 PS stärker, am kultiviertesten aber läuft der 3,4-Liter.
Im Innenraum dominiert kräftig rot eingefärbtes Leder und Wurzelholz.
Das axial verstellbare Lenkrad lässt Knien wenig Platz.
Das Moss-Getriebe verlangt Einfühlungsvermögen, sonst kracht´s.
Typisch britisch sind die Smiths-Uhren. Im Drehzahlmesser sitzt eine kleine Zeituhr.
Starten per Knopfdruck, elektrische Verbraucher werden per Kippschalter bedient.
Das stark abfallende Heck verleiht dem Mark II ein charakteristisches Äußeres.
Viel Gummi: Die Reifen im Format 6.4-15 besitzen reichlich EIgendämpfung.
Hintere Ausstellfenster erlauben eine angenehme Belüftung.
Unverwechselbares Jaguar Mark II-Gesicht mit Haupt- und Zusatzscheinwerfern, Blinker und Positionlampe.
Zwischen 1959 und 1967 liefen 83980 Exemplare des Jaguar Mark II vom Band.
Und damit deutlich mehr als die 69.141 Exemplare des Rover P5.
Vom P5B mit Buick-V8 wurden als Limousine nur 20.600 Fahrzeuge gebaut. Dazu kommen noch 9.099 Coupés.
Die Queen bevorzugte den Rover P5B, und auch Maggie Thatcher ließ sich in einem P5B zum Amtsantritt in Downing Street 10 chauffieren.
Viel Platz im Rover. Pistolengriff der Handbremse rechts, Choke, Reserve, und Lüftungsbetätigung unter der Ablage.
Der klobige Instrumententräger beherbergt 2 Rundinstrumente mit 4 Uhren sowie Schalter und Kontrolleuchten.
Zwar hat Buick den V8 des P5B konstruiert, aber er genoss eine britische Erziehung.
Im Rover P5B leistet er zurückhaltende 157 PS bei 5.200/min und stemmt 284 Nm auf die Kurbelwelle.
Typisch britische Stahlfelgen mit verchromten Speichen.
Auch der Rover P5B trägt reichlich Festbeleuchtung an der Front.
Sein Gesamtgewicht beträgt mächtige 1.725 Kilogramm - 215 kg mehr als beim Jaguar Mk II.
Der Jaguar ist nicht nur deswegen der agilere und sportlichere der Beiden. Er besitzt auch das leistungsfähigere Fahrwerk.
Fazit von Michael Orth zu Rover P5B und Jaguar Mk II: "Dass die Sympathien am Ende zum Rover gehen, liegt daran, dass der Jaguar Mk II, aus gutem Grund, längst so etabliert ist. Der Rover P5B erobert als seltener Sonderling das Herz."
"Barry Caselton vom Classic Car Shop in Garmisch, der beide Autos zur Verfügung gestellt hat, musste übrigens auch nicht lange nachdenken. Auf die Frage, welcher besser sei, kam ohne Zögern: "Der Elefant. Seine Qualität macht den Unterschied."