Vier Open-Air-Zweisitzer duellieren sich im sport auto-Vergleichstest. Wer geht als Sieger hervor?
Vier Open-Air-Zweisitzer duellieren sich im sport auto-Vergleichstest. Wer geht als Sieger hervor?
Der Jaguar F-Type ist der Elegante unter den Kandidaten.
Doch er schleppt auch ein wenig zu viel Gewicht mit sich herum - exakt 1.705 Kilogramm (vollgetankt). Den Sprint auf Tempo 100 bewerstelligt er in 5,5 Sekunden.
Der Mercedes SLK ist der Gemütliche unter den Vergleichstest-Kandidaten.
Um auf 100 km/h zu beschleunigen, ...
... benötigt der Mercedes-Roadster 5,9 Sekunden.
Der Perfektionist ist beim Sprint ...
...gleichschnell wie der SLK 350. Trotz Perfektionismus so etwas: Die Gurtschnalle der Beifahrerseite klappert ohne Copilot auf Querfugen unaufhörlich.
Der Boxster hat fahrdynamisch einen kaum mehr zu überbietenden Perfektionsgrad erreicht.
Der Titel "Fliegengewicht" geht eindeutig an die Elise.
Die Elise S CR speckte nochmals ab auf 932 Kilogramm. Das ist so, wie wenn Kate Moss eine Fastenkur durchzöge.
Der Jaguar F-Type wiegt mit 893 Kilogramm allein auf der Vorderachse schon fast so viel wie der gesamte Lotus.
Angetrieben wird das Jaguar-Kätzchen im Vergleichstest vom V6-Basismotor, der 340 PS leistet.
Der SLK holt aus seinem V6-Sauger 306 PS.
Zwar bringt es der Lotus nur auf 220 Pferdchen, doch es muss ja nicht so viel Gewicht nach vorne gewuchtet werden. Der Boxster hat 265 PS unterm Kleid.
Auch wenn der Conti Force Contact in Hockenheim zunächst 0,3 s pro Runde schneller ist als der Pirelli-Standard-Pneu, baut das Gripniveau nach drei Runden schnell ab. Die Vorderreifen des F-Type zeigen danach einen starken Verschleiß des Mittelstegs.
Die Bremsanlage mit den gelochten Scheiben fällt durch ihre unterdurchschnittliche Verzögerung des Mercedes SLK auf.
Porsche Boxster: 20-Zoll-Räder samt Pirelli-P-Zero-Bereifung mit vorzüglichem Gripniveau.
Lotus Elise S CR: Das Gripniveau der Yokohama-AD07-Bereifung (vorne 16 Zoll, hinten 17 Zoll) bleibt auf der Rennstrecke lange konstant.
Sowohl auf der Landstraße als auch auf der Rennstrecke überzeugt das Adaptivfahrwerk des F-Type mit seiner knackigen Federung, ...
... wobei Komfortfans die straffe Feder- und Dämpferkennlinie auf Querfugen sicherlich bemängeln werden.
Gut verarbeitetes SLK-Cockpit ohne Knister- und Knarzgeräusche.
Komfortables Frischlufterlebnis mit bequemen Sitzen und Nackenföhn Airscarf (Aufpreis 487 Euro).
Tolle Verarbeitung und perfekte Ergonomie im rundum alltagstauglichen Porsche-Roadster.
Sportliche, aber bequeme Sitze mit gutem Seitenhalt, elegante Lederausstattung in Luxorbeige (Aufpreis 3.076 Euro).
Mehr Cockpit braucht der Mensch nicht; wer die Elise S CR ohne Radio und Lautsprecher bestellt, spart nochmals 4,0 Kilogramm ein.
Knackige Schalensitze im Lotus.
Den Porsche Boxster gibt es ab 52.069 Euro (mit PDK) zu kaufen.
Für den Jaguar F-Type sind mindestens 74.000 Euro fällig.
Lotus Elise S CR: 932 kg ab 45.580 Euro.
53.104 Euro muss der Kunde für den Mercedes SLK 350 berappen.
Selten hat Lotus Porsche im sport auto-Test mehr unter Druck gesetzt.
Gut, dass es noch Exoten wie Lotus gibt. Die Elise S CR schert sich einen Dreck um Komfort. Kein Roadster bietet heute mehr ein so ungefiltertes Fahrerlebnis wie das britische Leichtgewicht.